Handschuhplan schafft Durchblick

Ein Beispiel für einen einfachen Handschuhplan. Je nach Unternehmen sind ausführlichere Angaben notwendig.

Ein Beispiel für einen einfachen Handschuhplan. Je nach Unternehmen sind ausführlichere Angaben notwendig.

Ein Handschuhplan macht es für die Mitarbeiter leichter, sich für die richtige Handschuhart zu entscheiden, die ihrer Tätigkeit entspricht.

Für den Unternehmer bietet er zudem den Vorteil, dass er seiner Dokumentationspflicht nach dem Arbeitsschutzgesetz nachkommt und einen wichtigen Schritt zu mehr  Sicherheit am Arbeitsplatz getan hat. Zudem ermöglicht eine Analyse der benötigten Handschuharten, die Auswahl geeigneter Modelle und die Bereitstellung von Handschuhen, die Sicherheit und Tragekomfort bieten, wirtschaftliche Vorteil.  Sie liegen unter anderem darin, dass weniger Handschuhe vorzeitig in den Abfall wandern, wenn sie geeignet für die Tätigkeit sind und nicht vorzeitig verschleißen, zum anderen verringern geeignete Handschuhe die Unfall- und Krankenzahlen. Denn: neben Kontaktallergien nehmen Hand- und Handgelenksverletzungen den Spitzenplatz bei den meldepflichtigen Unfällen mit einer Ausfallzeit von mindestens drei Tagen ein.

Vor Aufstellen eines Handschuhplans ist eine Risiko-Gefahren-Analyse in den betroffenen Arbeitsbereichen notwendig. Bei der Gefährdungsbeurteilung geht es darum, eventuelle gesundheitliche Gefahren zu finden, zu bewerten und ihnen durch entsprechende Handschuhmodelle entgegen zu wirken.

 

Motivation gegen den Leichtsinn

Quelle: Fluke  / pixelio.de

Foto: Fluke / pixelio.de

Nicht selten zeigt sich nach einem Arbeitsunfall: Der Verunfallte kannte die Gefahr und hat den Unfall durch Fehlverhalten selbst verursacht. Wider besseres Wissen wurde das Risiko in Kauf genommen, dass etwas passiert.

Als Sicherheitsfachkraft sollte man sich immer klar machen, dass es diese Risikofreude gibt und welche Gründe es dafür gibt – damit man ihnen entgegenwirken kann.

Sicherheitsfalle 1: Routine

Jedes Tun geht mit einer persönlichen Einschätzung einher, bei der unbewusst bewertet wird, ob eine Situation gefährlich werden kann oder nicht. Dabei spielen persönliche Erfahrungen eine große Rolle. Wo bisher nie etwas passiert ist, sinkt Bewusstsein für die Gefahr und das Risiko, das eingegangen wird, wird höher.

Ob sich ein Mitarbeiter so verhält, wie es die Sicherheitsvorgaben vorschreiben oder ob er sicherheitswidrig handelt, hängt davon ab, wie hoch er das Risikopotenzial einschätzt und welches Risiko er bereit ist einzugehen. Letzteres ist ein hochgradig persönliches Maß, das zum einen vom Charakter abhängt, aber auch von der aktuellen Gefühlslage. Wer beispielsweise Wut oder Stress empfindet, schätzt Gefahren eher niedriger ein als realistisch wäre.

Untersuchungen zeigen: Jeder zweite Unfall geschieht, weil der Verunglückte das Gefahrenpotenzial unterschätzt hat. Ein Folge der Routine, die sich einem einfachen Beispiel zeigt. So ist Stolpern, Rutschen und Stürzen eine recht häufige Unfallfolge, da das Risikopotenzial beim Gehen durch die tägliche Routine kaum noch wahrgenommen wird. Die Folge: Unachtsamkeit und Ablenkung (etwa durch das Handy und Nachrichtenschreiben). Bei Tätigkeiten dagegen, die ein sehr hohes Risikopotenzial aufweisen, das im Bewusstsein präsent ist, passieren weniger häufig Unfälle, weil die Sinne geschärft sind und der Mitarbeiter konzentriert.

Das zeigt, wie wichtig es ist, sowohl auf die großen und sichtbaren Gefahren hinzuweisen wie auch auf die kleinen Gefährdungen.

Sicherheitsfalle 2: Trügerische Erfahrungen

Die Entscheidung, ob eine Situation risikoreich ist oder nicht und ob man besser auf Nummer Sicher gehen sollte, hängt von mehreren Faktoren ab.

  •  Wie wird das Gefährdungspotenzial eingeschätzt?

Erscheint die Situation ungefährlich, wird weniger Wert auf Sicherheit gelegt.

  •  Lohnt sich ein Fehlverhalten?

Wird der Nutzen des Fehlverhaltens – etwa die Zeitersparnis oder weniger Aufwand – höher bewertet als die aus dem Verhalten resultierenden Folgen, fällt die Entscheidung oft gegen die Sicherheit.

  •  Habe ich Folgen zu befürchten?

Wenn sicherheitswidriges Verhalten mehrfach folgenlos bleibt, wird es weiterhin wiederholt und schließlich zur Gewohnheit, über nicht weiter nachgedacht wird.

  •  Reflektiere ich, was ich tue?

Gewohnheiten, Routinen und unbewusste Risiken benötigen Reflexion. Wer über sein Tun nachdenkt, bemerkt unter Umständen, dass er die Risiken höher bewerten muss als er es bisher getan hat.

  •  Muss ich mit Strafen rechnen?

Folgt auf das Fehlverhalten eine Strafe, sei es arbeitsrechtlicher Art, durch eine deutliche Ermahnung vom Vorgesetzten oder im extremsten Fall durch einen Unfall, wird es in den meisten Fällen überdacht und geändert.

Menschen experimentieren also mit ihrem Verhalten und testen so Risiken aus. Es folgt immer eine Abwägung zwischen Gefahrenpotenzial und Nutzen. Für Vorgesetzte und Sicherheitskräfte gibt das einen wichtigen Ansatzpunkt: Es gilt, den Nutzen von sicherem Verhalten deutlich und die Risiken sichtbar zu machen – mit dem Ziel, dass sichere verhalten erstrebenswerter für den Mitarbeiter werden zu lassen.

Das Abwägen des Risikos folgt zudem zwei Gesetzmäßigkeiten, unabhängig von persönlichen Erfahrungen:

Bekannte und vertraute Gefahren werden unterschätzt, unbekannte Gefahren überschätzt. Das wird deutlich am Beispiel Vogel- oder Schweinegrippe auf der einen Seite und den Fällen schwerer grippaler Infekte auf der anderen Seite.

Risiken, die man durch eigenes Handeln beeinflussen kann, werden unterschätzt, Risiken, denen man ausgeliefert ist oder sich ausgeliefert fühlt, werden überschätzt. Das lässt sich verdeutlichen, wenn man vergleicht, wie es sich anfühlt, Beifahrer eines riskanten Fahrers zu sein und wie man sich selbst verhält, wenn man selbst aus der Eile heraus Gas gibt.

Eine Möglichkeit, diesen Phänomenen entgegen zu wirken ist die Aufklärung: Klären Sie über Unfallzahlen und Unfallursachen auf, erläutern Sie, welche Unfälle im Betrieb häufig vorkommen und welche weniger oft, welche Folgen sie haben und welche Ursachen dahinter stecken. Nur das hilft, die Risiken realistisch einzuschätzen und Gefahren weder zu bagatellisieren noch hochzuspielen.

Weitere Tipps:

  • Sorgen Sie bei der persönlichen Schutzausrüstung nicht nur für hohe Funktionalität, sondern auch für möglichst hohen Tragekomfort und möglichst auch gute Optik. Das erhöht die Bereitschaft, die Ausrüstung auch zu nutzen.
  • Geben Sie den Mitarbeitern genügend Zeit, um die notwendigen Sicherheitsmaßnahmen auch in die Arbeitsabläufe zu integrieren. Wer stets unter Zeitdruck ist, neigt dazu, fahrlässig zu handeln auf Kosten der Sicherheit.
  • Das Unternehmen und die Vorgesetzten müssen selbst das beste Vorbild sein und Arbeitsschutzstandards eine hohe Priorität beimessen. Dazu gehört zum einen, dass Verstöße weder toleriert noch durch Vorgaben wie etwa einen zu engen Zeitplan gefördert werden. Zum andern gehört dazu aber auch, die Mitarbeiter für vorbildliches Verhalten zu loben und ihnen für ihre Sicherheitsbewusstsein Wertschätzung entgegen zu bringen. Als drittes gehören dazu im gewissen Maße auch Investitionen wie in ergonomische Arbeitsmittel und betriebliche Gesundheitsvorsorge.
  • Werden Vorgaben zu Sicherheitsvorkehrungen trotz allem weiterhin von einigen Unbelehrbaren missachtet, helfen nur Sanktionen. Informieren Sie den Vorgesetzten, denn er ist verpflichtet, das Einhalten der Vorschriften zu kontrollieren und durchzusetzen. Das kann er durch eine mündliche Ermahnung tun, durch eine disziplinarische Maßnahme wie etwa eine Abmahnung und schlimmstenfalls die Versetzung oder Kündigung da der Mitarbeiter gegen § 15 der BGV A1 verstoßen hat.

 

Folgenschwerer Bedienfehler

Am 26. November 2012 brach in der Caritas-Werkstatt für Menschen mit Lernschwierigkeiten in Titisee-Neustadt ein Feuer aus. 14 Menschen starben, 10 wurden verletzt. Eine furchtbare Katastrophe, laut Sachverständigen-Gutachten ausgelöst durch eine Verpuffung an einem Katalytofen.

Dieser Ofen war nicht zur Beheizung für die Werkstatt vorgesehen, sondern als Wärmequelle für den bald anstehenden Weihnachtsmarkt. Für die Betreuerin, die den Ofen vermutlich bediente, kam jede Hilfe zu spät.

Nun folgen weitere Ermittlungen, um zu klären, ob sie für den Unfall verantwortlich war oder ob Versäumnisse der Werkstattleitung zu diesem furchtbaren Brand führten. Gesetzliche Vorgaben schreiben vor, dass jeder, der mit einem solchen gasbetriebenen Ofen arbeitet, über die Gefahren aufgeklärt werden muss. Zudem muss eine schriftliche Dokumentation über diese Unterweisung vorliegen.

Zweieinhalb Monate nach dem Brandunglück hat die Justiz daher die Ermittlungen gegen den Leiter der Caritas-Werkstatt aufgenommen. Auch sein Vorgänger muss sich den Fragen stellen, denn der Ofen ist seit zehn Jahren in Besitz der Caritas.

Zur Begründung heißt es in der Pressemitteilung der Polizeidirektion Freiburg vom 13. Februar 2013

Nach dem bisherigen Ermittlungsergebnis ist fraglich, ob die erforderliche Gefährdungsbeurteilung des Katalytofens im erforderlichen Umfang durchgeführt wurde. Erkenntnisse über eine mögliche Dokumentation lagen bislang nicht vor. Eine Gefährdungsanalyse und eine entsprechende Dokumentation wären jedoch bereits vor Bereitstellung und Nutzung des Katalytofens erforderlich gewesen.

Sollte der Ofen tatsächlich ohne hinreichende Gefährdungsanalyse und ohne erforderliche Dokumentation als Arbeitsmittel bereitgestellt und genutzt worden seien, sähen sich die Werkstattleiter der fahrlässigen Tötung, der fahrlässigen Körperverletzung und der fahrlässigen Brandstiftung ausgesetzt.

Einen technischen Defekt am Ofen schließt der Sachverständig laut Polizei aus. Das Linksgewinde des seitlichen Anschluss-Stutzens sei mechanisch nicht beschädigt und auch die einzelnen Gewindegänge seien intakt gewesen. Vielmehr war das Gasflaschen-Ventil zur Propangasflasche vollständig geöffnet, so der Gutachter. Allem Anschein nach durch einen Bedienfehler war der Katalytofen mit der Gasflasche nicht mehr verbunden, so dass das Propangas ungehindert ausströmen konnte.

Dieser Fall zeigt auf beklemmende Weise, wie wichtig es ist, die nötige Vorsicht walten zu lassen und Vorgaben zur Sicherheit zu beachten.

Whitepaper: Wirtschaftlichkeit von Gesundheit und Sicherheit

Unter dem Titel “Sicherheit, die sich lohnt” bietet die HIRAcon Unternehmensgruppe ein informatives Whitepaper zum kostenlosen Download an.

Als elfseitige Informationsschrift befasst es sich mit dem Aspekt der Wirtschaftlichkeit von Gesundheit und Sicherheit in kleine und mittleren Betrieben.

Ein Weg, um die Innovationskraft und Leistungsfähigkeit der Mitarbeiter zu erhalten, ist die Stärkung von Gesundheit und Sicherheit. Wer diese Aspekte fördert, verbessert die Qualität der Arbeit, denn er tut etwas für die körperliche und seelische Unversehrtheit seiner Mitarbeiter. Er bringt damit aktiv etwas ein, um im regionalen, nationalen oder globalen Vergleich wettbewerbsfähig zu bleiben.

Als Experten im Arbeitsschutz mit mehr als 15 Jahren Erfahrung wollen wir uns auf den folgenden Seiten vor allem dem Thema widmen, welche wirtschaftliche Komponente der Gesundheits- und Arbeitsschutz für kleine und mittelständische Unternehmen hat. Wir möchten Ihnen zudem aufzeigen, mit welchen Methoden Sie einen Überblick über Kosten und Nutzen der gesundheits- und sicherheitsfördernden Maßnahmen bekommen.

Ihr Arbeitsschutz-Team der HIRAcon-Gruppe

Peter Hink, Uwe Rau und Karl Stopka

(Geschäftsleitung)

Gerne dürfen Sie es herunterladen, ausdrucken oder auch unter Angabe der Quelle weiterversenden.

Whitepaper “Sicherheit, die sich lohnt”, 11 Seiten, kostenloser Download als PDF

 

 

Wer hoch hinaus will …

Quelle: Petra Bork  / pixelio.de

Foto: Petra Bork / pixelio.de

Auch wenn die Stürze von der Leiter nicht mehr zu den häufigsten Arbeitsunfällen zählen, bleibt die Gefahr schwerer oder gar tödlicher Verletzungen bestehen – selbst aus geringer Höhe.

Sicherheitsfachkräfte sollten daher systematisch vorgehen, um dafür zu sorgen, dass beim Umgang mit Leitern die wichtigen Sicherheitsvorkehrungen beachtet werden.

Arbeitsmittel wählen

Zunächst gilt es, durch eine Gefährungsbeurteilung festzustellen, ob eine Leiter die richtige Wahl ist oder doch besser die sicherere Variante wie Gerüste und Podeste, Hubarbeitsbühnen oder der Arbeitskorb am Gabelstapler zu bevorzugen ist.

Fragenschema zur Wahl der Arbeitsmittels:

  • Welche Aufgabe muss erfüllt werden und welche Rahmenbedingungen sind gegeben (z. B. Höhenunterschied, Dauer, Häufigkeit, Arbeitsumgebung)
  • Welche Arbeitsmittel kommen in Betracht (Steh-, Anlege-, Podestleiter, Gerüst, Hubarbeitsbühne, Arbeitskorb, …)?
  • Welche Gefährdungen könnten bei den möglichen Arbeitsmitteln auftreten?
  • Wie sind diese Risiken zu bewerten?
  • Bei welchem Arbeitsmittel ist das Restrisiko am geringsten?

Diese Gefährdungsbeurteilung sollte gewissenhaft durchgeführt werden, denn im Falle eines Unfalls wird sich die Sicherheitsfachkraft, bzw. der Arbeitgeber rechtfertigen müssen, warum er nicht eine sicherere Methode des Aufstiegs gewählt hat.

Leitern sind nicht immer und überall zulässig. Als Verkehrswege, um von A nach B hinauf- oder herabzusteigen, dürfen sie nur vorübergehend eingesetzt werden, beispielsweise auf Baustellen.

Beim Einsatz als Arbeitsplätze unterliegen Leitern folgenden Bedingungen, die erfüllt sein müssen:

  • der Standplatz darf nicht höher als sieben Meter sein
  • ist der Standplatz höher als zwei Meter, darf die Arbeitsdauer nicht mehr als zwei Stunden betragen
  • Werkzeug und Arbeitsmaterial auf der Leiter dürfen nicht schwerer als zehn Kilogramm sein
  • mitgeführte Gegenstände auf der Leiter dürfen nicht größer sein als ein Quadratmeter
  • zusätzliche Gefahren durch Arbeitsstoffe oder Geräte sind auf der Leiter auszuschließen
  • die Arbeiten sollten nur einen geringen Kraftaufwand erfordern

Sind die Arbeiten für den Einsatz einer Leiter geeignet, muss im nächsten Schritt entschieden werden, welche Art von Leiter (etwa eine Podestleiter, eine Steh- oder Anlegeleiter) die größtmögliche Sicherheit aufweist.

Allerdings: Jede Leiter ist nur so sicher, wie ihre Handhabung. Deswegen ist die Sicherheitsunterweisung für alle, die mit und auf Leitern arbeiten, außerordentlich wichtig.

Für fahrbare, freistehende Schiebeleitern, die handbetrieben aufgerichtet und ausgeschoben werden, gilt wie für alle mechanischen Leitern: Erstellen Sie eine Betriebanweisung als Grundlage der Sicherheitsunterweisung.

Warm und sicher

Quelle: M. Großmann  / pixelio.de

Foto: M. Großmann / pixelio.de

Spätestens im Herbst kommen die meisten Straßencafés und Biergärten nicht mehr ohne Heizstrahler aus, wenn sie wollen, dass ihre Gäste die kalten Temperaturen bei Käffchen und Bierchen ertragen. Die mit Flüssiggas betriebenen Terrassenheizstrahler sind daher kaum noch aus der Außengastronomie wegzudenken.

Anders als im privaten Gebrauch der “Heizpilze” gelten für den professionellen Einsatz allerdings Sicherheitsbestimmungen und elementare Regeln für den sicheren Betrieb des Gasbrenners.

Ein gasbetriebener Heizstrahler sollte mindestens diese Sicherheitseinrichtungen haben:

  • Druckregelgerät mit integriertem Überdruckschutz
  • Schlauchbruchsicherung (wenn die Gasleitung länger als 40 Zentimter ist)
  • Anti-Tilt-System, das die Gaszufuhr bei einem umgekippten Brenner automatisch unterbricht, beispielsweise durch einen Neigungschalter mit Magnetventil oder ein Gas-Kippschutzventil

Neben diesen technischen Vorkehrungen sind auch im Umgang mit den Heizstrahlern einige wichtige Regeln zu beachten.

Der Heizstrahler muss sicher und stabil stehen, auf festem und ebenem Boden. Auch, wenn er mit zunehmender Leerung des Gasflasche immer leichter und somit instabiler wird, sollte er nicht einfach durch Windböen oder Vorbeigehende Gäste umgeworfen werden können.

Die Belüftung des Gasflaschenbehälters darf nicht eingeschränkt sein, etwa weil Decken oder Jacken der Gäste die Belüftungsöffnungen verdecken.

 

Anleitung für die Putzleute

Quelle: Voltamax/Pixabay

Quelle: Voltamax/Pixabay

Sie dürfen oft bis in die hintersten Ecken des Betriebs und sorgen als Heinzelmännchen hinter den Kulissen für Ordnung und Sauberkeit. Die Rede ist von externen Reinigungsfirmen.

So diskret und unauffällig sie sich auch im Betrieb bewegen mögen, als Sicherheitsverantwortlicher eines Unternehmen sollte man auch hier eine sorgfältige Unterweisung nicht vergessen.

Es empfiehlt sich, eine Checkliste zu erstellen, um erforderliche Themen genau abzuarbeiten. Diese Checkliste sollte mit einem Verantwortlichen der Fremdfirma abgearbeitet und auch abgezeichnet werden.

 

Themen für die Unterweisung sind beispielsweise:

  • Arbeitssicherheitsorganisation: wer ist im Notfall als Ersthelfer anzusprechen, wie ist der Ablauf bei einer Unfallmeldung, wo steht der Verbandskasten, …
  • Brandschutz: welche Rauchverbote gibt es im Betrieb, wo stehen Feuerlöscher, wo sind Löschdecken, …
  • Alarmplan und Rettungswege: verschiedene Alarmsignale, die im Betrieb genutzt werden und was im Falle eines Alarms zu tun ist, Sammelstellen, …
  • Gefahrenstoffe: welche Dämpfe, Flüssigkeiten und Gase besonderer Vorsicht bedürfen, welche Sicherheitsvorkehrungen gelten, was zu tun ist bei Kontakt mit gefährlichen Stoffen, …
  • Gefahren im Arbeitsbereich: welche Gefahren durch Fahrzeuge oder laufende Maschinen ausgehen, welche Sicherheitsvorkehrungen zu beachten sind (Spiegel in uneinsehbaren Bereichen, Vorfahrtsregelungen, …), welche Geräte besonders empfindlich sind oder gar nicht berührt werden dürfen, …
  • Reinigungsarbeiten im laufenden Betrieb: wo Verkehrswege sind, die nicht eingeengt werden dürfen, welche Bereiche besonderen Bestimmungen unterliegen, …
  • Betriebliche Sicherheitsrichtlinien: welche Bestimmungen im Außenbereich gelten (Tempobeschränkungen, Parkverbote und Parkmöglichkeiten, …), welche Zutrittsbeschränkungen es gibt, Anmeldung bei Betreten des Betriebs, …

Die einzelnen Punkte sollten Sie in der Checkliste aufführen und sich die Unterweisung als Nachweis unterzeichnen lassen.

Auf diesem Unterweisungsnachweis sollten zudem folgende Informationen eingetragen werden:

  • Name der Reinigungsfirma
  • Vollständiger Name des Unterwiesenen der Fremdfirma
  • Vollständiger Name des Unterweisenden/Sicherheitsfachkraft des Auftraggebers
  • Bezeichnung des Arbeitsbereiches
  • Übergebene Dokumente
  • Auftragsinhalt/durchzuführende Arbeiten
  • Eine Erklärung des Verantwortlichen der Reinigungsfirma, dass er in den oben genannten Themen unterwiesen wurde, die Inhalte der Unterweisung verstanden hat, oben genannte Dokumente erhalten hat und sich verpflichtet, die Informationen vor Beginn der Arbeiten an die Mitarbeiter weiterzugeben.
  • Datum und Unterschriften von Unterwiesenem und Unterweisenden

Vom Kerzenlicht zum Großbrand

Ein kurzer Moment der Unachtsamkeit und schon wird aus der kleinen Flamme ein Feuer.

Foto: Dominik Pöpping / Pixelio.de

Bald schon werden viele Büros und Sozialräume mit Lichterketten, Kerzen und Adventskränzen geschmückt. Für Sicherheitsfachkräfte und Brandschutzbeauftragte ist es daher höchste Zeit, sich darum zu kümmern, dass ein verantwortungsbewusster Umgang mit der Elektrik und offener Flamme vorherrscht.
In gewerblichen und öffentlichen Räumen sollte das Aufstellen echter Kerzen vermieden werden, allerdings lässt es sich nicht in jedem Fall generell verbieten. Zudem gibt es einige Institutionen, in denen das Entzünden eines Adventskranzes eine besonders emotionale Bedeutung hat, etwa in Alten- und Pflegeheimen oder sozialen Einrichtungen.
In der Folge sind Orte der Alten- und Krankenpflege in der Adventszeit besonders brandgefährdet. Nicht nur für ältere Menschen gehören Kerzen und Tannenzweige unverzichtbar zur Vorfreude auf Weihnachten dazu, allerdings wird die Brandgefahr oft gefährlich unterschätzt.

Achtsamkeit wecken

Wichtig ist es daher, deutlich darauf hinzuweisen, dass eine brennende Kerze, wenn sie durch einen kleinen Luftzug oder eine unbedachte Bewegung an Tannengrün oder Geschenkpapier gerät, im Nu zu einem sich rasant ausbreitenden Zimmerbrand werden kann. Wie schnell aus einer kleinen Flamme ein lichterloh brennendes Großfeuer werden kann, ist oft nicht bewusst.
In einer Unterweisung der Mitarbeiter sollte man auf jeden Fall darauf hinweisen, dass jede Kerze – egal wie groß oder klein oder wie stabil sie zu stehen scheint – eine Brandgefahr darstellt. Die Temperaturen können an der heißesten Stelle der Kerzenflamme, nämlich an ihrer Oberfläche, bis zu 1400 Grad Celsius heiß werden. Zehn Zentimeter über der Flamme sind es noch etwa 350 Grad – das genügt, um Nadeln und Äste zu entflammen.
Brennende Kerzen sollten nie auch nur ein paar Minuten unbeaufsichtigt sein. Im Fall der Fälle steht sogar der Schutz der Brandversicherung auf dem Spiel.
Auch beim Gebrauch von Schneespray gilt höchste Vorsicht. Das Treibmittel des Kunstschnees ist unter Umständen brennbar und kann die Dose in einen Feuerwerfer verwandeln, wenn in Nähe einer Flamme  gesprüht wird. Gleiches gilt für Haarspray, das gerne genutzt wird, um die Tannennadeln länger am Zweig zu halten.

Rechtzeitig Hilfe holen

Grundsätzlich gilt: Lieber einmal zu viel Hilfe holen als einmal zu wenig. Machen Sie deutlich, dass niemand dafür Ärger bekommt, wenn er die Feuerwehr oder andere Rettungskräfte alarmiert, wenn er eine Gefahr sieht. Schulen Sie zudem Mitarbeiter zum Thema „Richtiges Verhalten im Brandfall“ und im Umgang mit dem Feuerlöscher.

Risiko Lichterkette

Nicht nur die Lichterkette selbst, auch trockenes Holz oder Papier kann zu einem Feuer führen, wenn es in Kontakt mit den heißen Birnchen kommt.

Nicht nur die Lichterkette selbst, auch trockenes Holz oder Papier kann zu einem Feuer führen, wenn es in Kontakt mit den heißen Birnchen kommt.

Die Adventszeit ist die Zeit des Lichterzaubers – und der Haus- und Wohnungsbrände.  Lichterketten werden in der dunklen Jahreszeit gerne genutzt, um Räume, Balkone und Vorgärten heimeliger zu gestalten. Doch das stimmungsvolle Licht hat auch Schattenseiten: So brennt es in der Adventszeit unverhältnismäßig oft, nicht selten verursacht durch Lichterketten, Kerzen und andere Weihnachtsbeleuchtung.

Rauchmelder sind Pflicht
Die Gefahr durch Brände wird generell unterschätzt, denn nur in etwa der Hälfte alle privaten Haushalte sind Rauchmelder vorhanden, Feuerlöscher sind noch seltener zu finden. Ein wichtiger Schritt hin zu mehr Sicherheit war die Verpflichtung zur Installation von Rauchmelder, wie sie beispielsweise in den Landesbauordnungen von Hessen, Rheinland-Pfalz, dem Saarland, Schleswig-Holstein, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Thüringen, Bremen und Sachsen-Anhalt vorgeschrieben ist – zum Teil auch mit der Verpflichtung, in allen Wohnungen nachzurüsten.

Für gewerbliche Räume gilt das jeweilige Brandschutzkonzept, welches entsprechend der jeweils gültigen Bauvorschrift erstellt werden muss. Eine grundsätzliche Pflicht zur Ausrüstung von Arbeitsstätten oder Privaträumen mit Rauchmeldern gibt es in Nordrhein-Westfalen auch im Jahre 2012 immer noch nicht.

Feuer und Strom

Aber: Der Schutz vor Bränden beginnt nicht beim Rauchmelder, sondern schon beim Kauf sicherer Lichterketten. Vor wenigen Jahren sorgte eine europaweite Testkaufaktion für Aufsehen, denn es zeigte sich, dass jede zweite Lichterkette in Deutschland nicht verkauft werden dürfte. Die meisten Lichterketten erwiesen sich als billig produzierte Ware aus Fernost, die nicht den deutschen Sicherheitsbestimmungen entsprach. Die Folgen sind höchstgefährlich: Mal überhitzen die Birnchen viel zu sehr, mal sitzt der Stecker am Kabel so locker, dass er abreißen kann, mal sind die Steckverbindungen locker oder die Drähte erschreckend dünn. In allen Fällen ist höchste Vorsicht geboten, denn neben der Gefahr, Feuer zu entfachen, sind auch Stromschläge nicht ausgeschlossen.
Ein Grund für die Erhitzung können defekte Birnchen sein, wenn kein Vorschaltgerät (Sicherheitstrafo mit 24 Volt) vorhanden ist. Das ist vor allem bei billigen Lichterketten der Fall. Dann führt der Ausfall einer oder mehrerer Birnen zur erhöhten Leistungsabgabe der noch verbleibenden Birnen, zu einer erhöhten Hitzeentwicklung und damit Brandgefahr.

Zeichen für mehr Sicherheit
Qualität und Sicherheit eines Produktes folgen oft höheren Standards, wenn der Preis höher ist. Hilfreich sind dabei auch die Hinweise auf dem Karton.
Geprüfte SicherheitDas GS-Zeichen etwa steht für unabhängig geprüfte Sicherheit. CE-ZeichenDie CE-Kennzeichnung dagegen vergibt der Hersteller selbst. Er zeigt damit an, dass er sich an die Vorgaben der EU für dieses Produkt gehalten hat.
IP44Sollen Lichterketten im Außenbereich genutzt werden, müssen sie wetterbeständig sein. Auch wenn sie nicht direkten Witterungseinflüssen ausgesetzt sind, können Feuchtigkeit, Tauwasser und Frost sonst großen Schaden anrichten. Wetterbeständige Lichterdekoration, die für den Außenbereich geeignet ist, trägt das Kürzel IP44 auf der Verpackung, symbolisiert durch einen Wassertropfen im Dreieck.
Wichtig ist es auch, darauf zu achten, dass auf der Verpackung Name und Adresse des Herstellers sowie Sicherheitshinweise in deutscher Sprache aufgedruckt sind, will man auf Nummer Sicher gehen. Produkte zweifelhafter Herkunft und unklarer Sicherheitsstandards sollte man besser nicht kaufen.

LED ist sicherer

Nicht nur energiesparender, sondern auch weniger gefährlich ist Weihnachtsdekoration mit Leuchtdioden. Die LED-Lichter verlieren nicht so viel Energie durch Wärme, haben  eine längere Lebensdauer und verbrauchen bis zu 80 Prozent weniger Energie als herkömmliche Glühbirnchen.
Weiterer Vorteil: Fällt doch einmal eine Leuchtdiode in der Lichterkette aus, muss sie nicht sofort ersetzt werden, wie dies bei herkömmlichen Glühbirnen der Fall ist, da keine Gefahr der Überlastung besteht. Am sichersten ist LED-Lichterschmuck mit Transformator, der die Steckdosenspannung um ein Vielfaches reduziert.

Gefährliche Konstruktionen

Kabel sollten prinzipiell nicht unter Zugspannung stehen, da so Kabelbrüche entstehen können.

Kabel sollten prinzipiell nicht unter Zugspannung stehen, da so Kabelbrüche entstehen können.

Eine weitere Gefahrenquelle bleibt allerdings auch bei LED-Lichterketten: Der Kabelbruch. Mitunter werden die abenteuerlichsten Konstruktionen erschaffen, die Dekoration, Licht und Strom in eine gefährlich instabile Verbindung bringen.

Kabel sind grundsätzlich nicht dazu geeignet, Gewichte zu tragen oder Zugbelastungen aufzunehmen. Insbesondere die Kabel der Lichterketten sind aufgrund des geringen Querschnittes besonders anfällig für Kabelbrüche. Werden die empfindlichen Drähte im Kabelinnern zerstört, etwa durch Abknicken, Abklemmen oder Zugspannung, führt das zu einer Erhitzung des Kabels und damit ebenfalls zu einer erhöhten Brandgefahr. Schäden an der Isolierung können Stromschläge und Kurzschlüsse verursachen.
Auch billige Lichterketten ohne Sicherheitstrafo in Verbindung mit trockenem Dekorationsgehölz führen alljährlich zu einer erhöhten Anzahl von Brandunfällen.

Tipps für den Kauf und Gebrauch von Lichterketten

  • Achten Sie auf Qualität und Sicherheit.
  • Wenn möglich nur Lichterketten mit einem Sicherheitstrafo verwenden.
  • LED-Lichter bevorzugen.
  • Das Produkt muss mit einem CE gekennzeichnet und es muss eine  Gebrauchsanweisung in deutscher Sprache beigefügt sein.
  • Darüber hinaus sollte ein GS-Zeichen angebracht sein.
  • Für den Außenbereich spezielle Produkte (Kennzeichnung IP 44 oder Wassertropfen im Dreieck beachten) einsetzen.
  • Auf erhöhte Hitzeentwicklung achten.
  • Halten Sie entzündliche Materialien von der Lichterkette fern.

Wenn es brennt:

  • Rufen Sie die Feuerwehr unter 112.
  • Löschen Sie wenn möglich kleine Brände mit einem Feuerlöscher, aber riskieren Sie dafür nicht Ihr Leben.
  • Unterschätzen Sie nicht die Schnelligkeit, mit der sich ein Brand ausbreitet und evakuieren Sie rechtzeitig.
  • Warnen Sie gefährdete Personen.
  • Bringen Sie sich und andere in Sicherheit.
  • Suchen Sie bei der Flucht Bodennähe, denn der giftige Rauch steigt erstmal nach oben.
  • Schließen Sie  Türen und Fenster.
  • Wenn Sie wegen Feuer und Rauch nicht durch den Flur oder zu den Rettungswegen flüchten können, dichten Sie die Tür mit feuchten Tüchern ab.
  • Machen Sie sich am Fenster oder auf dem Balkon bemerkbar.

 

In der Enge steckt die Tücke

Das Gefahrenpotenzial in engen Räumen ist besonders hoch.

Foto: Bernd Kasper/pixelio.de

Das Arbeiten in engen Räumen birgt ein vergleichsweise hohes Unfallrisiko. Erstickungen, elektrische Unfälle und Explosionen sind nur einige der Vorkommnisse, die in engen Räumen vermehrt auftreten.
Zu den engen Räumen gehören unter anderem Behälter, Silos, Kessel, Tanks, Kastenträger von Brücken oder Kranen, Hohlräume, fensterlose Räume wie Keller oder Stollen oder Rohrleitungen. Auch Gruben, Schächte, Gräben und Kanäle zählen zu den engen Räumen.
Arbeiten in engen Räumen werden oft an Subunternehmer vergeben. Bei Reinigungsarbeiten oder Konservierungsarbeiten ist das eine gängige Praxis.

Koordinator behält den Überblick

Aus Sicht des Arbeitsschutzes ist deswegen ein besonderes Augenmerk darauf zu legen, welche Gefährdungen entstehen können, wenn mehrere Arbeiter unterschiedlicher Firmen in engen Räumen arbeiten. Auch von Arbeiten in benachbarten Räumen oder an den begrenzenden Bauteilen können Gefährdungen für die Arbeiter in engen Räumen ausgehen.
Zur Absicherung ist es daher immens wichtig, rechtzeitig die Abstimmung aller Beteiligten zu koordinieren. In den Bestimmungen von § 6 Unfallverhütungsvorschrift „Grundsätze der Prävention” (BGV A1) ist daher ausdrücklich festgelegt, dass gleichzeitig mit der Vergabe der Arbeiten eine Person als Koordinator zu bestimmen ist. Diesem Koordinator wird die Aufgabe zuteil, die Arbeitsabläufe der beteiligten Unternehmen so aufeinander abzustimmen, dass eine gegenseitige Gefährdung jederzeit ausgeschlossen ist.
Zusätzlich zu den ohnehin bestehenden Verpflichtungen, die beispielsweise die Unterweisung betreffen, ist es für alle Beteiligten wichtig, den Kontakt zueinander suchen, Absprachen zu treffen, Rücksicht auf die Abläufe und Bedürfnisse der anderen nehmen und sich an Vereinbarungen zu halten.
Damit dies gelingt, sollte dem Koordinator auch die Weisungsbefugnis gegenüber betriebsfremden Personen eingeräumt werden.

Rechtzeitig an die Sicherheit denken

Nicht nur der Auftraggeber, in dessen Unternehmen andere Firmen tätig werden, ist zur Abstimmung verpflichtet. Auch, wer als Auftragnehmer oder als Subunternehmer tätig wird, muss das Gespräch und die Abstimmung suchen.
Für Subunternehmer empfiehlt es sich, Art und Umfang der Arbeiten rechtzeitig vor Beginn dem Hauptunternehmer anzuzeigen. Wichtig ist, alles für die für die Einschätzung der Gefährdung notwendigen Angaben mitzuteilen. Wenn nicht schon geschehen, sollte der Subunternehmer vorschlagen, dass ein Koordinator bestimmt wird.
Die Maßnahmen des Arbeitsschutzes, die beim Arbeiten in engen Räumen zu erfüllen sind, sind in verschiedenen Unfallverhütungsvorschriften und Arbeitsschutzbestimmungen sowie in BG-Regeln, BG-Informationen, Merkblättern und anderen Regeln der Technik, insbesondere DIN-Normen und VDE-Bestimmungen, enthalten.