Messer, Schere, Gabel, Licht

Quelle: Pexels/Pixabay

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Jeder weiß, wie dieses bekannte Sprichwort weitergeht. Aber selbst Erwachsene erleben es noch häufig genug, dass sich mit dem einfachen Handmesser geschnitten wird. Vor allem in Branchen wie Gastronomie, Lagerlogistik und Einzelhandel kommen Schnitte mit Messern überdurchschnittlich häufig vor. Um selbst den kleinsten Schnitt zu verhindern, lohnt es sich, diese Maßnahmen unbedingt zu beachten.

1.    Geeignete Messer auswählen

Messer ist nicht gleich Messer. Viele Unfälle mit Messern passieren häufig aus dem einfachen Grund, dass für die geplante Schneideaufgabe ein ungeeignetes Messer benutzt wurde. Achten Sie darauf, dass Ihre Mitarbeiter die für Ihre Branche geeigneten Messer auswählen, um Unfällen und Arbeitsunfähigkeit effektiv vorzubeugen.

  • Unfälle, bei denen die Hände von Messergriff auf Schneide abrutschen, verhindern Sie damit, dass ausschließlich Messer mit abrutschsicheren Griffen verwendet werden.
  • Um z. B. Kartons und Folienverpackungen ohne Verletzungen aufzuschneiden, empfiehlt es sich, ein Sicherheitsmesser mit selbsttätiger Klingensicherung zu benutzen. Dieses lässt die Klinge automatisch zurück in die Schutzstellung springen, sobald Sie vom Karton abgelassen haben.
  • Für das Aufschneiden von Brötchen eignen sich z. B. Messer mit einer abgerundeten Spitze. So werden Schnittverletzungen einfach verhindert.

Außerdem gilt: Messer, die am Arbeitsplatz nicht gebraucht werden, gehören auch nicht an den Arbeitsplatz. Sorgen Sie für die geeigneten Werkzeuge am Arbeitsplatz und entfernen Sie Überflüssiges.

2.    Safety first

Stetige Sicherheit im Umgang mit scharfen und spitzen Gegenständen ist das A und O in jeder Branche. Was viele nicht wissen: Stumpfe Messer sind wesentlich gefährlicher als scharfe Messer. Beim Schneiden mit einem stumpfen Messer wird mehr Kraft gebraucht, wodurch die Gefahr unkontrolliert abzurutschen höher ist. Sorgen Sie dafür, dass sich Ihre Mitarbeiter um eine stetige Nachschärfung der Messer bemühen.

In Großbetrieben (z. B. Schlachthöfen) lohnt es sich auch, über zentrale Schleifstationen nachzudenken. Speziell ausgebildete Mitarbeiter geben den Messern einen optimalen, materialsparenden Schliff und tauschen verschlissene gegen neue Messer aus. Idealerweise geschieht das ohnehin regelmäßig.

  • Geeignete Ablagen für die gebrauchten Messer sorgen dafür, dass niemand aus Versehen in ein herumliegendes Messer greift. Ablagen wie Messerblöcke oder Magnetleisten sind hier wichtige Utensilien.
  • Der Umgang mit Messern erfordert ausreichend Platz und genug Beleuchtung.
  • Erleichtern Sie Ihren Mitarbeitern den Griff nach dem richtigen Messer, in dem Sie Grifffarben bestimmten Tätigkeiten zuordnen.
  • Stetige Benutzungs- und Betriebsanweisungen erhöhen die Sicherheit beim Arbeiten mit Messern.
  • Achten Sie auf ausreichende Ruhepausen im Umgang mit Messern. Ablenkung und mangelnde Konzentration sind oft Auslöser von Schnittverletzungen.

Ob nun Messer oder Maschinen gesäubert werden: Nicht selten werden dabei Putzlappen genutzt, die zuvor ein Bad voll brennbaren Flüssigkeiten genossen haben. Danach werden sie häufig in offenen Behältern aufbewahrt. Einerseits führt dies zu Lösemitteldämpfen, die für Sie und Ihre Mitarbeiter gesundheitsschädlich sind. Andererseits kann ein Gas-Luft-Gemisch entstehen, das auch zu Verpuffungen und Explosionen führen kann. Diese drei einfachen Schritte sorgen für Sicherheit am Arbeitsplatz.

  • Gebrauchte Tücher sollten schleunigst aus der Nähe des Arbeitsplatzes entfernt werden
  • Bewahren Sie die gebrauchten Lappen nur in geschlossenen, nicht brennbaren oder schwer entflammbaren Behältern auf
  • Regelmäßige Entleerung der Behälter

3.    Schutzmaßnahmen an Personen

Achten Sie darauf, dass Ihre Mitarbeiter diese Maßnahmen ernst nehmen und sich an die stetigen Instandhaltungen und Sicherheitsvorschriften halten. Unterweisungen in punkto Sicherheit tragen dazu bei, dass Ihre Mitarbeiter im Umgang mit Messern stets sicher arbeiten. Somit werden Schnittverletzungen am Arbeitsplatz entgegengewirkt. Üben Sie z. B. den speziellen Gebrauch von Messern, bspw. den „Krallengriff“, der vor allem Verletzungen der Fingerkuppen verhindert.

Nicht unwichtig ist auch die persönliche Schutzausrüstung Ihrer Mitarbeiter. Sorgen Sie dafür, dass jeder Mitarbeiter beim Umgang mit Messern Schnittschutzhandschuhe trägt um einfachen, kleinen Schnittverletzungen vorzubeugen.

 

 

 

 

Arbeitsmittel: Qualität entscheidet!

Quelle: moleshko / pixabay.com

Quelle: moleshko / pixabay.com

Werkzeuge und Maschinenparks müssen regelmäßig kontrolliert werden und bestimmte Sicherheitsauflagen erfüllen, um im Betrieb sein zu dürfen. Tauchen Mängel und Unregelmäßigkeiten auf, muss zusätzlich gewartet oder nachgerüstet werden. Das geht zu Lasten der Produktionskosten und -zeiten – und kann außerdem zu Mängeln an der erstellten Ware führen. Um Rückrufaktionen und Fehlbetriebe zu vermeiden, sollten bereits im Einkauf verschiedene Dinge beachtet werden.

Immer im Einsatz

Stunde um Stunde stanzt die Maschine Bauteile, Tag für Tag heben die Kräne in den Produktionshallen kleine bis große Lasten, Computer, Bohrmaschinen, Kreissägen und Co. sind permanent im Einsatz. Da ist es natürlich, dass all diese Arbeitsmittel bei allen Wartungsbemühungen immer mal wieder einen Defekt aufweisen, der Zahn der Zeit und die tägliche Nutzung an ihnen nagen. Im schlimmsten Fall führt der Fehlbetrieb einer Anlage zu einem Unfall – und zu einer Verletzung der Mitarbeiter. Es ist also immens wichtig, dass ein Unternehmen auf qualitativ hochwertige Maschinen setzt.

Fokus auf Sicherheit und Qualität

Billigware kann auf verschiedenen Ebenen schwere Beeinträchtigungen verursachen. Wer auf günstige Produkte setzt, geht in vielen Fällen ein unkalkulierbares Risiko ein, das am Ende möglicherweise zu hohen Mehrkosten führt. Hochwertige, geprüfte Geräte sind somit ein Muss, um eine gewisse Qualität zu gewährleisten – auch wenn die Anschaffungskosten das Firmenbudget zunächst belasten. Viele Unternehmen orientieren sich an dem bekannten CE-Zeichen. Doch hier ist Vorsicht geboten: Dieses „Gütesiegel“ darf von vielen Herstellern eigenmächtig auf die Ware gesetzt werden, der Gesetzgeber gibt nur bestimmte Rahmenbedingungen vor. Lediglich solche Arbeitsmittel, die besondere Risikofaktoren mit sich bringen, werden von anerkannten Stellen geprüft und freigegeben. Viele Unternehmer sind sich darüber nicht im Klaren und lassen sich von entsprechenden und vermeintlich günstigen Angeboten zum Kauf verleiten.

Fazit

Die Online-Datenbank von DGUV TEST, ein Service der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung, fasst aktuell um die 17.000 Produkte zusammen. Auf der Seite zzmweb.dguv.de können interessierte Kunden genaue Wareninformationen einsehen und sich vor dem Einkauf einen guten Eindruck über die Sicherheit eines Geräts verschaffen. Im Internet gibt es darüber hinaus viele weitere Testberichte und Expertenmeinungen, an denen man sich orientieren kann. Es gilt: Ein gut überlegter und wohl recherchierter Einkauf sicherheitstechnisch unbedenklicher Arbeitsmittel spart auf lange Sicht Zeit, Geld und Mitarbeiterresourcen.

Fahrer haften für herabfallende Eisschollen

Quelle: Pixabay

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Auch wenn er lange auf sich hat warten lassen, ist der Winter auch in Deutschland angekommen. Eis und Schnee stellen für den Güterverkehr eine besondere Herausforderung dar, denn Transportunternehmen sind mit schwerem Gerät und vor allem auch viel auf den winterlichen Straßen unterwegs und somit eine besondere Gefahr für die anderen Verkehrsteilnehmer.

Es ist die Aufgabe der Sicherheitsfachkraft jetzt dafür zu sorgen, dass die Fahrer ihr Verhalten an die winterlichen Bedingungen anpassen und nicht nur die Ausrüstung der LKWs auf Winter umgestellt wird.

Längst sollten die Fahrzeuge mit den entsprechenden Reifen mit ausreichender Profiltiefe ausgestattet sein. Die Kennzeichnung M+S für „Matsch und Schnee“ auf den Reifen genügt den gesetzlichen Anforderungen. Für schneereiche Gegenden oder die Fahrt im Hochgebirge reicht diese Bereifung allerdings meist nicht aus und zumindest auf den Antriebs-Achsen sollten spezielle Winterreifen aufgezogen werden, die das Wintersymbol (ein Piktogramm mit Bergprofil und Schneeflocke) aufweisen. Bei Fahrten in die alpennahen Nachbarländer sollten Transportunternehmen  sich vorher zudem informieren, ob dort eine spezielle Winterbereifung Pflicht ist. Eventuell empfiehlt es sich auch Schneeketten mitzuführen. Als Sicherheitsfachkraft sollten Sie die Fahrer darin erinnern, die Schneeketten auf der Antriebsachse so früh wie möglich aufzuziehen, bevor sie im schneereichen Gebieten, auf ungeräumten Straßen oder an einer steilen und unübersichtlichen Stelle mit dem Fahrzeug liegen bleiben. Zudem kann es nicht schaden neben Enteisungsspray, Besen und Eiskratzer auch Schaufel und Streugut im Fahrzeug zu haben.

Neben den Reifen verdienen die Scheiben besondere Aufmerksamkeit. Bevor es auf die Straße geht, sollten die Fahrer Blinker, Reflektoren und Beleuchtungen auf Verschmutzung kontrollieren und säubern. Zu prüfen ist auch, ob ausreichend Wasser und Frostschutzmittel in den Scheibenwaschanlagen vorhanden sind.

Nicht nur ein Ärgernis, sondern auch höchst gefährlich sind Eisschollen auf dem Dach eines LKWs, die sich bei voller Fahrt oder in Kurven lösen. Die Fahrer sollten es als ihre unbedingte Pflicht sehen, das Dach vor der Fahrt von diesen Eisschollen zu befreien, um andere Verkehrsteilnehmer oder auch Fußgänger nicht in Lebensgefahr zu bringen. Das gehört zur Überprüfung des ordnungsgemäßen Zustand seines Fahrzeugs gemäß § 23 StVO. Das OLG Bamberg beispielsweise entschied 2011, dass ein LKW Fahrer für Schäden durch herabfallende Eisplatten haftet (Aktenzeichen 3  Ss OWi 1696/10).

Sicherheitsfachkräfte sollten allerdings auch darauf hinweisen, dass für diesen notwendigen Check des Lkw-Daches Sicherheitsregeln gelten.

Um einen Blick auf das bis zu vier Meter hohe Dach zu werfen, sollten immer die dafür vorgesehenen Aufstiege und Haltegriffe benutzt werden. Wird eine Leiter verwendet, sollte die Leiter durch einen Haken oder Gurt gesichert werden und nicht auf glattem Untergrund aufgestellt werden. An vielen Aspekten und Tankstellen gibt es Hebebühnen und Gerüste für die Überprüfung des Fahrzeugdaches.

Hat der Lkw einen Planenaufbau ist es unter Umständen möglich, die Eisschollen von innen vom Dach zu drücken. Doch Vorsicht: Immer sollte vorher sichergestellt sein, dass niemand von den scharfkantigen und schweren Platten getroffen werden kann.

Auch technische Lösungen sind für das Eisschollenproblem bereits entwickelt worden. Zum Beispiel das so genannte Roof Safety AirBag-System (RSAB). Mit Beginn der Winterzeit wird es zwischen Plane und Spriegel als langer Luftschlauch eingezogen. Die Plan erhebt sich damit um einige Zentimeter und bildet ein Satteldach, von dem Regen und Schnee ablaufen. Befüllt wird der Luftschlauch von bordeigener Druckluft, wenn das Fahrzeug abgestellt wird.

Vor Fahrtantritt lässt der Fahrer die Luft aus dem Schlauch ab, das Dach senkt sich.

Plattmachen, was Sie platt macht

Quelle: lichtkunst.73  / pixelio.de

Quelle: lichtkunst.73 / pixelio.de

Wissen Sie, dass die häufigste Ursache für Arbeitsunfälle ist? Es sind die SRS-Unfälle. Diese kryptische Abkürzung steht für Stolper-, Rutsch- und Sturzunfälle. Rund 200.000 dieser Unfälle  und damit mehr als andere werden jedes Jahr den Trägern der gesetzlichen Unfallversicherung gemeldet- unklar ist, wie viele nicht gemeldet werden.
Aus einem kleinen Riss im Asphalt wird ein großer Riss, wird eine Unebenheiten, wird ein Schlagloch. Man gewöhnt sich dran, weicht aus und nimmt die Gefahr nicht mehr ernst. Doch eines Tages ist jemand im Gedanken oder kennt die Stolpersteine nicht und stürzt. Selbst wenn er nur zu Fuß unterwegs war und nicht etwa mit dem Fahrrad, können die Verletzungsfolgen schon sehr unangenehm bis hin zu folgenschwer sein: verstauchter Knöchel, Zerrungen, Prellungen und Schürfwunden oder sogar Bänderriss, Gehirnerschütterung oder Brüche.
Die Sommerzeit bietet eine gute Gelegenheit, bei einer Betriebsbegehung genau auf diese Risikofaktoren zu achten, um den berüchtigten SRS-Unfällen vorzubeugen.

Achten Sie auf folgende Gefahrenquellen im Innenbereich:

  • beschädigte oder verschmutzte Bodenbeläge
  • Löcher, Dellen oder andere Unebenheiten
  • fehlende oder wackelnde Handläufe
  • rutschige oder wellige Schmutzfangmatten
  • Hindernisse auf den Lauf- und Fahrwegen (z. B. Kabel, Kartons oder Leisten)

Achten Sie auf folgende Gefahrenquellen im Außenbereich:

  • Vertiefungen und Aufwerfungen
  • Risse und Dehnungsfugen
  • Spurrillen und beschädigte Randbereiche
  • gelockerte oder verschobene Bodenplatten
  • Kanten durch hervorstehende oder wackelnde Kanaldeckel, Roste und Laufgitter
  • reparaturbedürftige Treppenstufen und Podeste

Denken Sie auch daran, nicht nur die vorgegebenen Wege zu prüfen, sondern auch die Trampelpfade und Abkürzungen, die ihre Mitarbeiter als eigene Wegeführung angelegt haben. Sofern diese eigenen Wege keine Gefahrenquelle darstellen, sollten Sie auch dafür sorgen, dass sie nicht zu einer werden.
Aber nicht nur Beschädigungen, die ausgeglichen, eingeebnet oder nivelliert werden müssen können Ihre Mitarbeiter zum Stolpern, Rutschen oder Stürzen bringen.
Auch zu glatte oder schmutzige Fußböden, sei es mit Fett- oder Wasserflecken, Körnchen oder Eisglätte können auf vielfältige Art die Rutschpartie erzeugen. Selbst ein Wechsel von Bodenbelägen mit stark unterschiedlicher Rutschhemmung, etwa zwischen einer Gummimatte und blankem Marmor, kann Mitarbeiter, Kunden und Besucher ins Stolpern bringen.
Achten Sie besonders auf Höhenunterschiede, Unebenheiten, kaum wahrnehmbare Neigung und andere Stolperstellen wie Beschädigungen und Unebenheiten, Vertiefungen und Überstände, beschädigte Stufen und Abdeckungen sowie reparaturbedürftige Bodenbeläge. Behalten Sie die Bäume auf dem Gelände im Auge, wenn sie langsam wachsende Stolperstellen verursachen, indem sie mit ihren Wurzeln die Gehwegplatten heben.
Schaffen Sie Verantwortlichkeiten: Wer ist dafür zuständig, auf herumliegende Dinge zu achten wie Abfall oder Kabel, Kisten und Werkzeuge?
Ein häufiger Grund für SRS-Unfälle ist auch die ungeeignete Beleuchtung. Nicht immer ist damit zu wenig Beleuchtung gemeint. Auch diffuses Licht, das die Konturen der Treppenstufe verschwimmen lässt, oder blendende Lichtquellen, ein nicht ausgewogenes Verhältnis von Licht, Kontrast, Farbe und Reflexion können ursächlich für das Stolpern und Fallen sein. Zudem gilt: Der Arbeitgeber ist in der Pflicht, wenn es um ungünstig platzierte Lichtschalter oder schlecht gewartete Bewegungsmelder geht. Deshalb bitten Sie Ihre Mitarbeiter, Sie auf solche Mängel hinzuweisen – im eigenen Interesse.
Das Schuhwerk ist nicht selten ebenfalls ein Grund für Unfälle. Das passiert beispielsweise, wenn Schuhe mit falscher Sohle oder unbequemem Fußbett, zu hohen Absätze oder abgelaufene Profile getragen werden oder der Schuh an Fett- und Ölverschmutzungen abrutscht.
Weitere Gefahrenquellen ist die falsche Reinigung der Böden oder schlicht die Reinigungszeit während der Arbeitszeit.
Nicht zuletzt sind auch die Mitarbeiter dafür zu sensibilisieren, sich aufmerksam zu bewegen. Besonders, wenn sie beispielsweise Lasten mit beiden Händen oder Gegenstände tragen, die die Sicht behindern.

Checkliste: Was gehört in einen Erste-Hilfe-Raum?

Erste Hilfe

Foto: Wiki Commons/Rieschl

Jedes Unternehmen muss zumindest einen Verbandskasten mit Erste-Hilfe-Material bereit stellen. In größeren Betrieben sind zudem auch Erste-Hilfe-Räume erforderlich.  Unabhängig von dem Gewerbszweig, der Art der Tätigkeit und dem betrieblichen Unfallgeschehen müssen

  • Betriebe, in denen mehr als 1000 Versicherte beschäftigt sind
  • aber auch schon Betriebe mit mehr als 100 Versicherten, wenn Art, Schwere und Zahl der Unfälle es erfordern
  • sowie Baustellen mit mehr als 50 Versicherten

laut § 25 Abs. 4 BGV/GUV-V A1 einen Erste-Hilfe-Raum oder etwas vergleichbares haben.

Erste-Hilfe-Räume müssen entsprechend der Gefährdungsbeurteilung geeignet ausgestattet sein. Beispiele zur Ausstattung sind im Anhang 2 der Information “Erste Hilfe im Betrieb” (BGI/GUV-I 509) sowie in der Technischen Regel für Arbeitsstätten A 4.3 “Erste-Hilfe-Räume, Mittel und Einrichtungen zur Ersten Hilfe” enthalten.

Für die Grundausstattung haben wir eine Checkliste zum Download als PDF für Sie bereit gestellt.

Sie sollte den spezifischen Anforderungen weiter angepasst werden. So genügend in manchen Betrieben die Medikamente, die auch in einer normalen Hausapotheke zu finden sein sollten, also Kohletabletten, Kopfschmerzmittel, Sprühpflaster, Brandsalbe, etc., während in anderen zusätzliche Mittel notwendig sind.

Mehr Maschinen, weniger Menschen

Foto: Rainer Sturm/Pixelio.de

Foto: Rainer Sturm/Pixelio.de

Wo früher ein Wuseln und Werkeln war, steht heute eine Maschine, stockwerkehoch und voll automatisiert. Statt 20 Leute ist es nun einer, der per Knopf und Regler via Kontrollbildschirm die Arbeit überwacht. In Industrie, Handwerk und Gewerbe ist das keine Seltenheit mehr. Immer öfter sind es daher Einzelarbeitsplätzen, auf denen die Mitarbeiter eingesetzt werden.

Aus Sicht des Arbeitsschutzes bergen sie eine besondere Gefahr, denn wenn hier ein Unfall passiert, wird er oft nur bemerkt, wenn der Verletzte Alarm auslösen kann. Wie dies geschehen kann und welche Möglichkeiten der Unternehmer hat, um seinen Mitarbeitern die nötige Sicherheit zu bieten, haben wir in einem weiteren Blogbeitrag ausgeführt.

Zunächst ist für das weitere Vorgehen wichtig zu wissen, was in Arbeitsschutzbestimmungen als Einzelarbeitsplatz angesehen wird.

Ganz logisch: Wer als einzelne Person allein und außer Ruf- und Sichtweite zu anderen Personen arbeitet, tut dies in so genannter Alleinarbeit, also auf einem Einzelarbeitsplatz.
Unterschieden wird hier von ortsgebundenen Arbeiten in einem räumlich eng begrenzten Bereich und in ortsungebundenen Arbeiten, wenn die Tätigkeiten mit aufeinander folgenden Ortswechseln verbunden ist, etwa bei der Überwachung eines Industriegeländes durch einen einzelnen Sicherheitsdienstler.
Die Vorschriften der Berufsgenossenschaft (BG-Vorschriften) und andere rechtliche Grundlagen bestimmen, ob bei bestimmten Arbeiten eine zweite Person anwesend sein muss. Das ist zum Beispiel der Fall, wenn in Silos und Bunkern gearbeitet wird, es sich um einen gasgefährdeten Arbeitsplatz handelt oder auch wenn funkenerzeugende Arbeiten in brand- und explosionsgefährdeten Bereichen geplant sind.

Bevor von einem Unternehmen also ein Arbeitsplatz für eine Einzelperson eingerichtet wird, aber auch wenn ein Arbeitnehmer von seinem Vorgesetzen beauftragt wird, unter Einzelarbeitsplatzbedingungen zu arbeiten, muss zunächst geprüft werden, ob die Alleinarbeit in diesem Fall erlaubt ist.

Die Arbeitsbedingungen entscheiden darüber, welche Gefährdungen möglicherweise eintreten können. Danach wird bestimmt, wer die Arbeiten erledigen soll und wie das Wohlergehen dieser Person überwacht werden kann.

Beurteilung der Arbeitsbedingungen

Welche Gefährdungen bestehen für die Person, die an diesem Arbeitsplatz tätig werden soll? Sie zu ermitteln und zu bewerten ist die Grundlage für die Beurteilung der Arbeitsbedingungen.

Arbeits- und dem Gesundheitsschutz sind hier das Maß aller Dinge, ebenso wie eine genaue Betrachtung der physischen und psychischen Anforderungen.

Mögliche Gefährdungen können sein:

  • mechanische Gefährdungen:

z. B. Absturzstellen, Einzugsstellen, Roll-, Kipp-, Gleit- oder Drehbewegungen, bewegliche Maschinenteile, Fahrzeuge, nicht trittsicherer Boden

  • elektrische Gefährdungen:

z. B. leitfähige Räume mit wenige Bewegungsfreiheit, freiligende Leitungen, Nässe

  • chemische Gefährdungen:

z.B. Stäube, Dämpfe oder Gase, die brand- oder explosionsgefährlich oder gesundheitsschädigend sind, möglicher Sauerstoffmangel

  • thermische Gefahren:

z. B. durch Hitze oder Kälte von Dämpfe oder Oberflächen

  • Strahlungsgefährdung:

z.B. elektromagnetische Strahlung, ionisierende Strahlung, UV-Strahlung, Röntgenstrahlung, Wärmestrahlung oder Laserstrahlen

  • sonstige Gefährdungen:

z.B. Ertrinkungsgefahr, Angriffe durch Tiere oder Menschen

Jede Art der Gefährdung gilt es zu bewerten, um sie einzuteilen in geringe, erhöhte oder besondere Gefährdungen.

Ein geringe Gefährdung ist eine alltägliche Gefahr durch das allgemeine Lebensrisiko. Tritt sie ein, ist zu erwarten, dass der Betroffene selbst handlungsfähig bleibt.

Eine erhöhte Gefährdung meint, dass der Betroffene im Notfall nur noch eingeschränkt handlungsfähig ist.

Die höchste Stufe ist die besondere Gefährdung, bei der neben den genannten Gefährdungen weitere Beeinträchtigungen eintreten können und der Betroffene im Notfall nicht mehr handlungsfähig ist.

Erhöhten oder besonderen Gefährdungen dürfen daher bestimmte Personen nicht ausgesetzt werden.

Ebenso gibt es generell Personengruppen, die nicht oder nur eingeschränkt auf Einzelarbeitsplätzen eingesetzt werden können. Dazu gehören Personen, die Anfallsleiden, Kreislauf- und Stoffwechselkrankheiten haben, Personen, die zeitweise oder dauernd unter psychischen Störungen oder psychischen Krankheiten leiden sowie auch Mitarbeiter, die abhängig sind von Alkohol, Medikamenten oder Drogen.

Je nach Art der Gefährdung und den daraus möglicherweise resultierenden Verletzungen im Falle eines Unfalls muss der Arbeitgeber für eine entsprechende Überwachung sorgen. Dies können regelmäßige Kontrollgänge durch andere Personen sein oder auch – wie in den häufigsten Fällen notwendig – eine technische Überwachung. In vielen Fällen findet sich als Lösung ein System, das die einfache Kommunikation mit einer Person ermöglicht, die durch ihre Orts- und Fachkenntnis schnell in der Lage ist, für Erste Hilfe zu sorgen.

Was gehört in eine Betriebsvereinbarung zum Thema Alkohol

Quelle: Wolfgang Colditz  / pixelio.de

Foto: Wolfgang Colditz / pixelio.de

Mit einer Betriebsvereinbarung zum Thema „Alkohol am Arbeitsplatz“ geben Sie als Unternehmer nicht nur sich mehr Rechtssicherheit, sondern zeigen auch Ihren Mitarbeitern gegenüber Transparenz und eine klare Linie.
Sie legen darin fest, wie mit Alkohol in Ihrem Unternehmen umgegangen wird, welche Konsequenzen unerlaubtes Trinken von Alkohol für den Mitarbeiter und seine Arbeit hat und vor allem welche Sanktionen folgen. Die Vereinbarung sollte den Mitarbeitern aber auch zeigen, dass sie Hilfe in Anspruch nehmen können, wenn sie bei Kollegen ein Alkoholproblem vermuten oder selbst darunter leiden. Jeder zehnte Arbeitnehmer ist stark gefährdet – deshalb ist es wichtig, das Thema anzusprechen und nicht totzuschweigen.
Beteiligt werden an der Formulierung der Betriebsvereinbarung sollte die Unternehmensführung, Vorarbeiter und der Betriebsrat sowie als fachlich-medizinische Unterstützung der Betriebsarzt und bestenfalls auch ein Suchtberater.

Folgende Punkte können Inhalt der Betriebsvereinbarung sein:

Regeln
Ist der Konsum von Alkohol generell auf dem gesamten Betriebsgelände verboten oder gibt es Ausnahmen? Ist beispielsweise ein Glas Sekt als Umtrunk bei Geburtstagen erlaubt?

Maßnahmen
Was ist zu tun, wenn es den Verdacht gibt, dass ein Mitarbeiter gegen die Regeln verstößt? An wen können sich Kollegen oder selbst Betroffene wenden? Wer führt beim ersten Verdacht das erste klärende Fürsorgegespräch und mit welchem Ziel? Wer bei Wiederholungstätern? Wie können Datenschutz und Vertraulichkeit im Umgang mit Informationen zum Alkoholkonsum eines Mitarbeiters gewahrt bleiben?
Zu welchem Zeitpunkt werden der Betriebs- oder Personalrat eingeschaltet?
Sollen den Mitarbeitern bei Verdacht auf Alkoholismus oder Alkoholkonsum freiwillige Alkoholtests angeboten werden und wie wirken sie sich auf die Sanktionen aus?
Soll ein Interventionsteam zum Thema „Alkohol“ zusammengestellt werden und was beinhalten die Handlungsleitfäden? Wer stellt einen Interventionsleitfaden auf oder initiiert eine Interventionskette? Ist es möglich, freiwillige betrieblichen Suchtkrankenhelfern auszubilden? Sollen Vorgesetzte zum Thema Alkohol geschult und weitergebildet werden und wann ja, wie?

Konsequenzen
Welche Sanktionen folgen je nach Schwere des Regelverstoßes? Wann wird abgemahnt, wann gekündigt? Nach welchen Kriterien wird ein Beschäftigter des Arbeitsplatzes verwiesen? Wie wird auf Wiederholungstätern und mögliche Rückfälle reagiert und welche Sanktionen folgen darauf?

Folgen
Wer trägt beispielsweise die Kosten für den Heimweg, wenn ein Mitarbeiter suspendiert wird?
Bekommt der Mitarbeiter weiterhin seinen Lohn, wenn er alkoholbedingt als Arbeitskraft ausfällt?
Wie werden Mitarbeiter nach erfolgtem Entzug wieder in den Betrieb eingegliedert?

Gefahrstoffschutzpreis ausgeschrieben

Quelle: Dieter Schütz  / pixelio.de

Foto: Dieter Schütz / pixelio.de

Die Arbeit mit Gefahrstoffen gehört für viele Beschäftigte in Industrie-, Handwerk- und Dienstleistungsberufen zum Alltag. Dennoch fehlt es oft an praktischen Lösungsmöglichkeiten im Umgang mit den oft “unsichtbaren Gefahren” – trotz der Gefahrstoffverordnung und des Regelwerkes. Mit dem Wettbewerb des Deutschen Gefahrstoffschutzpreises möchte das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) daher bereits zum zehnten Mal Ideen und Lösungen belohnen. Der Preis ist mit 5.000 Euro dotiert.

In der Pressemitteilung der BAuA heißt es:

Mit dem Preis möchte das Ministerium neue Ideen und Anregungen zum besseren Erkennen der Gefährdungen einer breiten Öffentlichkeit bekannt machen. Ebenso werden der Ersatz von Gefahrstoffen und der sichere Umgang mit ihnen sowie beispielhafte Umsetzungen der Gefahrstoffverordnung gewürdigt. Dazu gehören die Entwicklung und Einführung weniger gefährlicher Stoffe, Produkte und Verfahren genauso wie modellhafte Lösungen für sicherheitstechnische, organisatorische und hygienische Anforderungen beim Umgang mit Gefahrstoffen. Als preiswürdig gelten auch Initiativen im Bereich der Schulung, Motivation oder Beteiligung von Beschäftigten sowie besondere Verdienste um das Erkennen stoffbedingter Gefahren am Arbeitsplatz und der öffentliche Einsatz für den Gefahrstoffschutz.

Am Deutschen Gefahrstoffschutzpreis können Einzelpersonen, Personengruppen, Unternehmen und Organisationen teilnehmenDie Unterlagen sollten eine Charakterisierung des Teilnehmers, der Art der durchgeführten Maßnahmen und der erreichten beziehungsweise erwarteten Verbesserung enthalten – auch eine Kurzfassung dieser Angaben, die einen Umfang von etwas einer Seite hat. Über die Vergabe des Preises entscheidet eine unabhängige Jury.

Die Preisverleihung erfolgt im November 2014. Weitere Informationen zur Ausschreibung und gute Beispiele aus den vergangenen Wettbewerben finden sich hier www.baua.de/gefahrstoffschutzpreis.

Schutz für Hände und Lebensmittel

Quelle: Rainer Sturm  / pixelio.de

Foto: Rainer Sturm / pixelio.de

Zum Schutz der Hände von Küchenpersonal sind vor allem flüssigkeitsdichte Handschuhe wichtig. Sie kommen immer da zum Einsatz, wenn hautschädigende Substanzen benutzt werden, etwa bei Reinigungs- oder Desinfektionsarbeiten, aber auch als Hygienehandschuhe im Umgang mit Lebensmitteln.

Doch der Preis für das längere Tragen dieser Handschuhe ist hoch, denn sie können Erkrankungen der Haut auslösen oder verstärken, etwa Pilzerkrankungen, Ekzeme, Schrunden, Juckreiz und trockene Stellen.

Deswegen wird in einigen Betrieben bereits auf Hygienehandschuhe im Servicebereich verzichtet, um Hautkrankheiten nicht zu fördern. Oftmals werden sie nur noch eingesetzt, wenn auf andere Art kein ausreichender Schutz aufgebaut werden kann oder wenn aus Gründen der Lebensmittelhygiene keine Alternativen erlaubt sind.

Wann welche Schutzhandschuhe – flüssigkeitsdichte, Hygienehandschuhe oder Handschuhe als Schutz gegen mechanische, bzw. thermische Gefahren – zu tragen sind und wann andere Maßnahmen ausreichen, sollte in einem Handschuhplan in der Küche für alle ersichtlich sein – das hilft, die Regelungen, die zusätzlich regelmäßig in der Mitarbeiterunterweisung zur Sprache kommen sollten, sichtbar zu machen.

Geeignete Schutzhandschuhe

Welche flüssigkeitsdichten Schutzhandschuhe geeignet sind, richtet sich nach den hautschädigenden Arbeitsstoffe wie beispielsweise den Reinigungs- und Desinfektionsmitteln. Die Fachkräfte für Arbeitssicherheit und die Betriebsärzte sind wichtige Ansprechpartner bei der Wahl der Schutzhandschuhe.

Folgende Eigenschaften sollten die Handschuhe aufweisen:

  • Beständigkeit gegen die verwendeten hautschädigenden Arbeitsstoffe
  • ausreichende Reißfestigkeit
  • ausreichend lange Stulpen (entsprechend der zu verrichtenden Tätigkeit)
  • baumwollbeschichtete Innenfläche
  • guter Tragekomfort

Nicht geeignet bei der Arbeit mit Reinigungs- und Desinfektionsmitteln sind Einmalhandschuhe aus dünnwandigem Material. Handschuhe, die mit Lebensmitteln in Kontakt kommen, müssen die Herstellerangabe „für den Lebensmittelbereich geeignet“ oder das Piktogramm „Weinglas und Gabel“  aufweisen.

Mitarbeiter nicht übergehen

Der Tragekomfort ist außerordentlich wichtig. Passen die Schutzhandschuhe nicht richtig oder treten Probleme beim Handling auf, sinkt die Bereitschaft der Mitarbeiter, sie zu tragen und sie empfinden die Vorschrift als Quälerei.

Deswegen sollten die Mitarbeiter schon bei der Auswahl der Schutzhandschuhe eingebunden werden und einige Modelle zur Probe ausprobieren und bewerten dürfen.

Dies ist auch wichtig, da Schutzhandschuhe aus dehnbarem Kunststoff (Elastomere) allergieauslösende Substanden enthalten können. Bestehen bei Mitarbeitern Allergien und Überempfindlichkeiten gegen diese Stoffe, gilt es alternative Schutzhandschuhe zu finden.

Tipp:

In der Handschuhliste, erstellt von der Baugenossenschaft der Bauwirtschaft, werden sortiert nach dem Handschuhfabrikat die Handschuhmaterialien und die enthaltenen Allergene angegeben.

Wichtig für das Küchenpersonal:

  • Handschuhe nur laut Handschuhplan für die konkret hautgefährdende Tätigkeit verwenden
  • Handschuhe nur so lange tragen wie notwendig
  • nicht die Handschuhe mit anderen Mitarbeitern abwechselnd tragen
  • vor dem Anziehen der Handschuhe die Hände gründlich trocknen
  • möglichst dünne, waschbare Baumwollhandschuhe unterziehen, die regelmäßig gewechselt werden
  • bei Arbeiten über Schulterhöhe Stulpen umklappen
  • bei Beschädigung oder Undichtigkeit: sofort Handschuhe austauschen
  • wiederverwendbarer Schutzhandschuhe nach der Benutzung innen (!) abtrocknen
  • wiederverwendbarer Handschuhe entsprechend den Herstellerangaben reinigen und pflegen

Wichtig für das Unternehmen

  • regelmäßige das Küchenpersonals über die Schutzwirkung geeigneter Handschuhe sowie die Hautschädigung durch lange Tragezeiten oder ungeeignete Handschuhe informieren
  • geeignete Schutzhandschuhe und waschbare dünne Baumwollhandschuhe an allen Arbeitsplätzen in verschiedenen Größen und ausreichender Anzahl bereitstellen
  • das Austauschen erleichtern
  • Vorgesetzte sollten vorbildliches Verhalten zeigen
  • Beschäftigten loben, wenn Schutzhandschuhe richtig verwendet werden
  • Fehlverhalten bei der Verwendung von Handschuhen konsequente Unterbinden

Hier finden Sie ein Beispiel für einen Hautschutzplan für die Küche als kostenlosen Download (PDF, 50 KB):

Hautschutzplan für die Küche

Handschuhplan schafft Durchblick

Ein Beispiel für einen einfachen Handschuhplan. Je nach Unternehmen sind ausführlichere Angaben notwendig.

Ein Beispiel für einen einfachen Handschuhplan. Je nach Unternehmen sind ausführlichere Angaben notwendig.

Ein Handschuhplan macht es für die Mitarbeiter leichter, sich für die richtige Handschuhart zu entscheiden, die ihrer Tätigkeit entspricht.

Für den Unternehmer bietet er zudem den Vorteil, dass er seiner Dokumentationspflicht nach dem Arbeitsschutzgesetz nachkommt und einen wichtigen Schritt zu mehr  Sicherheit am Arbeitsplatz getan hat. Zudem ermöglicht eine Analyse der benötigten Handschuharten, die Auswahl geeigneter Modelle und die Bereitstellung von Handschuhen, die Sicherheit und Tragekomfort bieten, wirtschaftliche Vorteil.  Sie liegen unter anderem darin, dass weniger Handschuhe vorzeitig in den Abfall wandern, wenn sie geeignet für die Tätigkeit sind und nicht vorzeitig verschleißen, zum anderen verringern geeignete Handschuhe die Unfall- und Krankenzahlen. Denn: neben Kontaktallergien nehmen Hand- und Handgelenksverletzungen den Spitzenplatz bei den meldepflichtigen Unfällen mit einer Ausfallzeit von mindestens drei Tagen ein.

Vor Aufstellen eines Handschuhplans ist eine Risiko-Gefahren-Analyse in den betroffenen Arbeitsbereichen notwendig. Bei der Gefährdungsbeurteilung geht es darum, eventuelle gesundheitliche Gefahren zu finden, zu bewerten und ihnen durch entsprechende Handschuhmodelle entgegen zu wirken.