Schlaglöcher: Unterschätzte Unfallursache

Quelle: odejacob / pixabay.com

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Unfälle durch Ausrutschen, Stolpern, Umknicken und buchstäbliche Fehltritte sind in vielen Betrieben die häufigsten Unfallursachen. Von diesen sogenannten „SRS-Unfällen“ (abgekürzt für Stolper-, Rutsch- und Sturzunfälle) verzeichnen die gesetzlichen Unfallversicherungen in Deutschland rund 200.000 Fälle – im Jahr. Die Verletzungen können schwer ausfallen und reichen von Zerrungen über Verstauchungen und Prellungen bis hin zu Bänderrissen sowie Frakturen. Meist sind Knöchel, Füße, die Knie oder die Hüfte betroffen. Aber was sind mögliche Gründe für Stürze am Arbeitsplatz und worauf sollten Sie bevorzugt achtgeben?

Schlaglöcher und Co.: Nachlässigkeit rächt sich

Risse, Unebenheiten, Schlaglöcher – gerade der Frühling bringt ans Licht, was Herbst und Winter dem Boden angetan haben. Langsam aber stetig haben Frost und wechselnde Temperaturen dem Asphalt zugesetzt und ihn schrundig gemacht. Er platzt auf, ältere Schäden sind gravierender geworden. Oft wird genau diesen Stolperfallen nicht genug Beachtung geschenkt oder es kommt zu einer gewissen Betriebsblindheit.

Viele Menschen folgen dem gleichen Muster: Auf dem Weg zum Arbeitsplatz merkt man sich die tückischen Stellen, weicht beim nächsten Mal einfach aus und gewöhnt sich einfach irgendwann an diese kleinen Fahrmanöver. Lange Zeit geht dieses Verhalten vielleicht gut, bis es eines Tages dann doch passiert: Eine kleine Unvorsichtigkeit führt zu einem Unfall. Die Folgen sind Schmerzen, lästige Arztbesuche sowie für den Arbeitgeber und das Unternehmen Extrakosten durch mögliche Produktionsausfälle.

Die möglichen Unfallursachen im Überblick

Zu den Risikofaktoren für SRS-Unfälle zählen:

1) Schäden im Asphalt:

  •  Schlaglöcher
  • Risse oder andere Unebenheiten
  • Dehnungsfugen
  • Vertiefungen
  • Spurrillen
  • beschädigte Randbereiche

2) Weitere Risiken im Außenbereich:

  • Kanten und Erhöhungen
  • beschädigte Treppenstufen
  • lockere Bodenplatten

3) Unfallquellen im Innenbereich:

  • defekte oder verschmutzte Bodenbeläge
  • alle Arten von Unebenheiten wie Dellen, Löcher oder Risse
  • auf dem Boden liegende Gegenstände

 Nutzen Sie die warme Jahreszeit für Reparaturen!

SRS-Unfälle können nicht nur Mitarbeitern passieren, sondern natürlich auch etwaigen Besuchern des Betriebsgeländes, denen die Umgebung weniger bis gar nicht vertraut ist. Hier gilt das Augenmerk sowohl dem Außen- als auch dem Innenbereich einer Anlage. Frühling und Sommer sind perfekte Zeitpunkte, um den Fokus auf den Boden zu lenken: Beseitigen Sie mögliche Gefahrenquellen und beugen Sie so unangehmen SRS-Unfällen vor. Die möglichen Mängel sollten unverzüglich in Angriff genommen werden