Gefährliches Gerät: die Kreissäge

Quelle:15299 / pixabay.com

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Das rotierende Metallblatt einer Kreissäge birgt ein hohes Verletzungpotenzial in sich. Schreiner und andere Arbeitnehmer speziell im holzverarbeitenden Bereich müssen sich der Risiken stets bewusst sein, um schwere Verletzungen wie zum Beispiel abgetrennte Finger zu vermeiden. Sicherheitsbeauftragte müssen darauf achten, dass die Arbeitsanweisungen trotz der täglichen Routine im Betrieb stets eingehalten werden.

Unfallquelle Kreissäge

Bleiben Arbeitsabläufe Tag für Tag gleich, stumpft man ab. Das gilt für viele, viele Handgriffe – und dabei ist es doch besonders in Berufsbereichen mit potientiellen Gefahrenquellen so wichtig, nicht nachlässig zu werden. Wer eine Kreissäge bedient, darf sich weder von Langeweile noch von Stress beeinflussen lassen: Verkeilte Werkstücke, fehlende Abdeckungen oder ein Laufenlassen des Geräts trotz der Unterbrechung des Arbeitsprozesses können schwerwiegende Folgen haben. Man risikert nicht nur schlimme Schnittverletzungen oder gar Amputationen, sondern auch, dass die zu verarbeitenden Materialien herunterfallen oder gar herumgeschleudert werden. Letzteres kann dazu führen, dass Kollegen in Mitleidenschaft gezogen werden. Seien Sie auf der Hut: Als Sicherheitsbeauftragter müssen Sie dafür sorgen, dass alle Mitarbeiter des Betriebs, die die Kreissäge bedienen, über sämtliche Bedienungsschritte und Sicherheitsmaßnahmen Bescheid wissen und jederzeit auf dem neuesten Stand sind.

Was Sie beim Arbeiten an der Kreissäge beachten müssen

  • Wie ist der Arbeitsplatz eingerichtet? Stellen Sie sicher, dass die Säge stabil steht, nicht verrutschen kann und vor jedem Arbeitsgang ordnungsgemäß eingestellt wird.
  • Sind alle Mitarbeiter ausreichend geschult, ist die Bediensanleitung sowie die Betriebsanweisung schnell zur Hand?
  • Wie sieht es bei der Kleidung Ihrer Kollegen aus – werden Schutzbrillen, Ohrschützer und eng anliegende Kleidungsstücke getragen? Wer an einer Kreissäge ohne Zuführeinrichtung arbeitet, darf keine Handschuhe tragen.
  • Die Maschine darf nie unsachgemäß behandelt werden, die Einstellungen dürfen nur gemäß der Bedienungsanleitung und passend zum Arbeitsprozess verändert werden. Die zu verarbeitenden Materialien müssen für die jeweilige Kreissäge geeignet sein. Außerdem muss das Gerät regelmäßig gewartet und immer instand gehalten werden. Vorsicht: Während der Wartung oder Reinigung darf die Maschine nicht an den Strom angeschlossen sein.

Was im Notfall zu tun ist

Es ist klar: Wer an einer Kreissäge arbeitet, muss immer wachsam und entsprechend der jeweils aktuellsten Richtlinien geschult sein. Sollte es trotz aller Vorsicht dennoch einmal zu einem Arbeitsunfall kommen, muss sofort der sogenannte Durchgangsarzt aufgesucht werden. Er ist für Unfälle im Zusammenhang mit der Arbeitsstelle zuständig. Hier müssen verunfallte Mitarbeiter hin, damit im Rahmen der Versorgung auf jeden Fall die gesetzliche Unfallversicherung greift.

Aber natürlich ist es am besten, wenn es gar nicht erst zu einem derartigen Unglück kommt. Setzen Sie auf die Macht der Information, sorgen Sie als Sicherheitsbeauftragter stets dafür, dass Ihre Kollegen aufmerksam und sorgfältig mit den Kreissägen Ihres Betriebs umgehen.