Wert legen auf Produktsicherheit

 

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Das Produktsicherheitsgesetz, kurz ProdSG, bietet die Rechtsvorschrift für die Sicherheit von Geräten, Produkten und Anlagen. Dadurch bestimmt es in Deutschland die Regelungen zu den Sicherheitsanforderungen von technischen Arbeitsmitteln. In Kraft getreten ist das Gesetz am 1. Dezember 2011. Zuvor galt das Geräte- und Produktsicherheitsgesetz. Damit möglichst viele Geräte in den Anwendungsbereich fallen, gehören Wasserkocher und Haarfön genau so dazu wie ein Atemschutzgerät.

Wichtig für Sie als Arbeitgeber sind vor allem die Marktüberwachung und die Informations- und Meldepflichten. Diese Regelungen sind von den europäischen Binnenmarktrichtlinien in deutsches Recht umgesetzt. Außerdem erklären wir, was es mit dem GS-Zeichen auf sich hat und wofür der Ausschuss für Produktsicherheit zuständig ist. Dieser Beitrag wird Sie Schritt für Schritt über alles informieren, was Sie zum Thema Produktsicherheit wissen sollten.

Das GS-Zeichen

Als einzige rein-deutsche Regelung existiert das GS-Zeichen. GS steht für Geprüfte Sicherheit und stellte sich schon in der Vergangenheit als wirkungsvolles Instrument der Produktsicherheit heraus. Achten Sie beim Kauf von Produkten immer auf das GS-Zeichen. Damit tragen Sie maßgeblich zum Verbraucher- aber auch zum Arbeitsschutz bei. Lassen Sie Ihre Mitarbeiter nur mit geprüften Produkten arbeiten, um etwaigen Unfällen vorzubeugen.

Ausschuss für Produktsicherheit

Dem Ausschuss für Produktsicherheit, kurz AfPS, kommt eine zentrale Rolle in der Produktsicherheit zu. Aufgaben des Ausschusses sind einerseits die Beratung der Bundesregierung aber auch Ermittlung von Normen und technischen Spezifikationen.

Marktüberwachung

Die Marktüberwachung unterliegt den nach Landesrecht zuständigen Behörden. Als Marktüberwachungsbehörde kommen ihr wesentliche Aufgaben zu. Vor allem aber das Gewährleisten und Sicherstellen von Überwachungskonzepten. Diese umfasst

  • Erhebung und Auswertung von Informationen zur Ermittlung von Mängeln und Warenströmen.
  • Regelmäßige Aktualisierung von Aufstellung und Durchführung der marktüberwachenden Programme.

Produkte und die Konzepte werden somit spätestens alle vier Jahre überprüft und aktualisiert. Fallen manche Produkte aus den Konzepten und Programmen heraus, stehen der Marktüberwachungsbehörde diese Maßnahmen zu

  • Ausstellen eines Produktes untersagen.
  • Maßnahmen anordnen, damit Produkt den Bestimmungen entspricht.
  • Überprüfung eines Produktes durch eine notifizierte Stelle/Behörde.
  • Bereitstellung und Verbietung von Produkten auf dem Markt.
  • Hinweise zu Risiken auf den Produkten in deutscher Sprache verständlich machen.
  • Rücknahme und Rückruf von Produkten.
  • Unbrauchbare Produkte sicherzustellen und ggf. zu entsorgen.
  • Öffentlichkeit auf Risiken hinweisen.

Informations- und Meldepflicht

Marktüberwachungsbehörde und Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin, kurz BAuA, informieren sich gegenseitig über Erneuerungen der Maßnahmen. Geht eine Information der Marktüberwachungsbehörde an die BAuA startet der Prozess in Form eines Kreislaufes. Dieser sieht wie folgt aus

Marktüberwachungsbehörde informiert BAuA -> BAuA überprüft eingegangene Meldung -> BAuA leitet Meldung an Europäische Kommission und übrige Mitgliedsstaaten weiter ->  BAuA unterrichtet  die Marktüberwachungsbehörden sowie Bundesressorts über Meldung der Europäischen Kommission oder eines anderen Mitgliedsstaates.

Hinweise für Arbeitgeber

Als Arbeitsgeber sorgen Sie stets dafür, dass Ihre Mitarbeiter keinen Gefahren ausgesetzt sind. Gefahren bedeuten in den meisten Fällen auch Unfälle, die Ihre Mitarbeiter gefährden.

Mit den Marktüberwachungsbehörden und den weiteren zuständigen Behörden befinden Sie sich immer auf dem neusten Stand. Jegliche Produkte werden auf Staatenebene untersucht, überprüft und auf Sicherheitslücken getestet.

Ein guter Arbeitgeber sorgt dafür, dass die Umgebung, in der Mitarbeiter arbeiten, genauso sicher ist, wie die Geräte mit denen gearbeitet werden. Achten Sie daher auf die folgenden Hinweise, um Ihre Mitarbeiter unfallfrei durch den Alltag zu befördern.

  • Achten Sie unbedingt auf das GS-Siegel, wenn sie neue Produkte kaufen. Dabei ist es egal, ob es sich bei dem Gerät um einen Wasserkocher oder um eine wichtige Anlage handelt.
  • Infomieren Sie sich über Erneuerungen und Aktualisierungen von Produkten, die Sie in Ihrem Unternehmen nutzen.
  • Achten Sie auf öffentliche Mitteilungen über Produkte, die nicht den Bestimmungen entsprechen.
  • Entsorgen Sie Produkte, die nicht den Bestimmungen entsprechen.