Präventionskampagne für den gesunden Rücken

Quelle: Stephan Floß/DGUV / UV-Träger/Präventionskampagne Dein Rücken

Foto: Stephan Floß/DGUV / UV-Träger/Präventionskampagne Dein Rücken

“Denk an mich. Dein Rücken” – das ist das Motto aktuellen Präventionskampagne von Berufsgenossenschaften und Unfallkassen, der Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau sowie der Knappschaft. Das Ziel der Kampagne: Rückenbelastungen bei der Arbeit, in der Schule und in der Freizeit verringern.
In den kommenden drei Jahren können Betriebe und Versicherte Informationen und Beratung zum Thema abrufen.
Zum Alltag vieler Beschäftigter gehören Rückenbelastungen, etwa in der Produktion, am Bau, aber auch in Dienstleistungsberufen wie der Pflege. Das Bewegen schwerer Lasten, die Arbeit in Zwangshaltungen und ständig wiederkehrende Bewegungsabläufe belasten das Muskel-Skelett-System – im schlimmsten Fall bis hin zu spürbaren und schmerzhaften Folgen. Aber nicht nur diese Überforderung, auch die Unterforderung kann negative Folgen haben. Mangelnde Bewegung, das dauernde Sitzen im Büro, in der Schule und in der Freizeit führt dazu, dass die Rückenmuskulatur nicht mehr genug gefordert wird, so dass sie geschwächt ist.
Nach wie vor gibt es daher eine hohe Zahl der Rückenerkrankungen und die damit verbundenen Krankheitskosten und Produktionsausfälle. Vor diesem Hintergrund vermittelt die Kampagne „Denk an mich. Dein Rücken“ das nötige Wissen, um die Balance zwischen Be- und Entlastung des Rückens zu finden.

Kampagne informiert über Möglichkeiten für Arbeitgeber

Die Arbeitgeber haben eine Reihe von Möglichkeiten, die Belastung ihrer Beschäftigten zu verringern, betonen die Organisatoren der Kampagne: Sie können Arbeitsplätze ergonomisch gestalten oder eine Gefährdungsbeurteilung durchführen, die körperliche und psychische Belastungen für den Rücken berücksichtigt und anschließend die entsprechenden Maßnahmen ergreifen. Das verbessere nicht nur die Gesundheit der Beschäftigten, sondern es lohne sich auch für den Arbeitgeber: Verschiedene Studien zeigen, dass sich Investitionen in die betriebliche Prävention und Gesundheitsförderung positiv auswirken.

Tipps für den gesunden Rücken

Die Träger der Präventionskampagne “Denk an mich. Dein Rücken” haben für die Mitarbeiter konkrete Tipps, um den Rücken fit zu halten und vor Schäden zu schützen.

  • Hilfsmittel verwenden: Immer, wenn es möglich ist, Hilfsmittel wie Hebehilfen, Tragegurte, Tischwagen oder Hubkarren zum Transportieren schwerer Lasten verwenden.
  • Schwere Lasten vermeiden: Die eigene Kraft nicht überschätzen und Lasten lieber aufteilen und in mehreren Teilen transportieren. Nicht teilbare schwere Lasten zu zweit tragen.

Ergonomische Körperhaltung beachten:

  • Beim Heben von schweren Lasten: Befindet sich die Last auf dem Boden, mit geradem Rücken von vorn möglichst dicht an die Last herantreten, beim Bücken das Gesäß nach hinten schieben und die Knie nicht weiter als 90 Grad beugen. Die Last nicht ruckartig, sondern mit gleichem Tempo durch Streckung der Hüft- und Kniegelenke körpernah anheben. Beim Anheben, Umsetzen und Absetzen von Lasten die Wirbelsäule nicht verdrehen; Richtungsänderungen durch Umsetzen der Füße mit dem ganzen Körper vornehmen.
  • Beim Tragen von Lasten: Eine aufrechte Körperhaltung einnehmen und nicht ins Hohlkreuz fallen und die Last so dicht wie möglich am Körper tragen. Beide Körperseiten gleichmäßig belasten und nach Möglichkeit Hilfsmittel wie Sackkarre, Schubkarren oder Tragegurte verwenden.
  • Körperliche Fitness: Die körperliche Verfassung spielt eine große Rolle bei der Prävention von Muskel-Skelett-Erkrankungen. Regelmäßige Bewegung wie Gymnastik und Dehnübungen sowie Spaziergänge helfen, den Körper fit zu halten. Nicht zuletzt kann eine gesunde und ausgewogene Ernährung die eigene Gesundheit unterstützen.

In der Präventionskampagne “Denk an mich. Dein Rücken” arbeiten die Berufsgenossenschaften, Unfallkassen, ihr Spitzenverband Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV), die Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau und die Knappschaft zusammen.
Mehr zu den Hintergründen der Kampagne gibt es unter der Webseite www.deinruecken.de . Dort stehen unter anderem viele Hinweise für die rückengerechte Gestaltung von Arbeitsplätzen, Broschüren für verschiedene Zielgruppen, Hintergrundinformationen und Fakten zur Kampagne sowie die Plakatmotive bereit.

Folgenschwerer Bedienfehler

Am 26. November 2012 brach in der Caritas-Werkstatt für Menschen mit Lernschwierigkeiten in Titisee-Neustadt ein Feuer aus. 14 Menschen starben, 10 wurden verletzt. Eine furchtbare Katastrophe, laut Sachverständigen-Gutachten ausgelöst durch eine Verpuffung an einem Katalytofen.

Dieser Ofen war nicht zur Beheizung für die Werkstatt vorgesehen, sondern als Wärmequelle für den bald anstehenden Weihnachtsmarkt. Für die Betreuerin, die den Ofen vermutlich bediente, kam jede Hilfe zu spät.

Nun folgen weitere Ermittlungen, um zu klären, ob sie für den Unfall verantwortlich war oder ob Versäumnisse der Werkstattleitung zu diesem furchtbaren Brand führten. Gesetzliche Vorgaben schreiben vor, dass jeder, der mit einem solchen gasbetriebenen Ofen arbeitet, über die Gefahren aufgeklärt werden muss. Zudem muss eine schriftliche Dokumentation über diese Unterweisung vorliegen.

Zweieinhalb Monate nach dem Brandunglück hat die Justiz daher die Ermittlungen gegen den Leiter der Caritas-Werkstatt aufgenommen. Auch sein Vorgänger muss sich den Fragen stellen, denn der Ofen ist seit zehn Jahren in Besitz der Caritas.

Zur Begründung heißt es in der Pressemitteilung der Polizeidirektion Freiburg vom 13. Februar 2013

Nach dem bisherigen Ermittlungsergebnis ist fraglich, ob die erforderliche Gefährdungsbeurteilung des Katalytofens im erforderlichen Umfang durchgeführt wurde. Erkenntnisse über eine mögliche Dokumentation lagen bislang nicht vor. Eine Gefährdungsanalyse und eine entsprechende Dokumentation wären jedoch bereits vor Bereitstellung und Nutzung des Katalytofens erforderlich gewesen.

Sollte der Ofen tatsächlich ohne hinreichende Gefährdungsanalyse und ohne erforderliche Dokumentation als Arbeitsmittel bereitgestellt und genutzt worden seien, sähen sich die Werkstattleiter der fahrlässigen Tötung, der fahrlässigen Körperverletzung und der fahrlässigen Brandstiftung ausgesetzt.

Einen technischen Defekt am Ofen schließt der Sachverständig laut Polizei aus. Das Linksgewinde des seitlichen Anschluss-Stutzens sei mechanisch nicht beschädigt und auch die einzelnen Gewindegänge seien intakt gewesen. Vielmehr war das Gasflaschen-Ventil zur Propangasflasche vollständig geöffnet, so der Gutachter. Allem Anschein nach durch einen Bedienfehler war der Katalytofen mit der Gasflasche nicht mehr verbunden, so dass das Propangas ungehindert ausströmen konnte.

Dieser Fall zeigt auf beklemmende Weise, wie wichtig es ist, die nötige Vorsicht walten zu lassen und Vorgaben zur Sicherheit zu beachten.

Wer hoch hinaus will …

Quelle: Petra Bork  / pixelio.de

Foto: Petra Bork / pixelio.de

Auch wenn die Stürze von der Leiter nicht mehr zu den häufigsten Arbeitsunfällen zählen, bleibt die Gefahr schwerer oder gar tödlicher Verletzungen bestehen – selbst aus geringer Höhe.

Sicherheitsfachkräfte sollten daher systematisch vorgehen, um dafür zu sorgen, dass beim Umgang mit Leitern die wichtigen Sicherheitsvorkehrungen beachtet werden.

Arbeitsmittel wählen

Zunächst gilt es, durch eine Gefährungsbeurteilung festzustellen, ob eine Leiter die richtige Wahl ist oder doch besser die sicherere Variante wie Gerüste und Podeste, Hubarbeitsbühnen oder der Arbeitskorb am Gabelstapler zu bevorzugen ist.

Fragenschema zur Wahl der Arbeitsmittels:

  • Welche Aufgabe muss erfüllt werden und welche Rahmenbedingungen sind gegeben (z. B. Höhenunterschied, Dauer, Häufigkeit, Arbeitsumgebung)
  • Welche Arbeitsmittel kommen in Betracht (Steh-, Anlege-, Podestleiter, Gerüst, Hubarbeitsbühne, Arbeitskorb, …)?
  • Welche Gefährdungen könnten bei den möglichen Arbeitsmitteln auftreten?
  • Wie sind diese Risiken zu bewerten?
  • Bei welchem Arbeitsmittel ist das Restrisiko am geringsten?

Diese Gefährdungsbeurteilung sollte gewissenhaft durchgeführt werden, denn im Falle eines Unfalls wird sich die Sicherheitsfachkraft, bzw. der Arbeitgeber rechtfertigen müssen, warum er nicht eine sicherere Methode des Aufstiegs gewählt hat.

Leitern sind nicht immer und überall zulässig. Als Verkehrswege, um von A nach B hinauf- oder herabzusteigen, dürfen sie nur vorübergehend eingesetzt werden, beispielsweise auf Baustellen.

Beim Einsatz als Arbeitsplätze unterliegen Leitern folgenden Bedingungen, die erfüllt sein müssen:

  • der Standplatz darf nicht höher als sieben Meter sein
  • ist der Standplatz höher als zwei Meter, darf die Arbeitsdauer nicht mehr als zwei Stunden betragen
  • Werkzeug und Arbeitsmaterial auf der Leiter dürfen nicht schwerer als zehn Kilogramm sein
  • mitgeführte Gegenstände auf der Leiter dürfen nicht größer sein als ein Quadratmeter
  • zusätzliche Gefahren durch Arbeitsstoffe oder Geräte sind auf der Leiter auszuschließen
  • die Arbeiten sollten nur einen geringen Kraftaufwand erfordern

Sind die Arbeiten für den Einsatz einer Leiter geeignet, muss im nächsten Schritt entschieden werden, welche Art von Leiter (etwa eine Podestleiter, eine Steh- oder Anlegeleiter) die größtmögliche Sicherheit aufweist.

Allerdings: Jede Leiter ist nur so sicher, wie ihre Handhabung. Deswegen ist die Sicherheitsunterweisung für alle, die mit und auf Leitern arbeiten, außerordentlich wichtig.

Für fahrbare, freistehende Schiebeleitern, die handbetrieben aufgerichtet und ausgeschoben werden, gilt wie für alle mechanischen Leitern: Erstellen Sie eine Betriebanweisung als Grundlage der Sicherheitsunterweisung.

Warm und sicher

Quelle: M. Großmann  / pixelio.de

Foto: M. Großmann / pixelio.de

Spätestens im Herbst kommen die meisten Straßencafés und Biergärten nicht mehr ohne Heizstrahler aus, wenn sie wollen, dass ihre Gäste die kalten Temperaturen bei Käffchen und Bierchen ertragen. Die mit Flüssiggas betriebenen Terrassenheizstrahler sind daher kaum noch aus der Außengastronomie wegzudenken.

Anders als im privaten Gebrauch der “Heizpilze” gelten für den professionellen Einsatz allerdings Sicherheitsbestimmungen und elementare Regeln für den sicheren Betrieb des Gasbrenners.

Ein gasbetriebener Heizstrahler sollte mindestens diese Sicherheitseinrichtungen haben:

  • Druckregelgerät mit integriertem Überdruckschutz
  • Schlauchbruchsicherung (wenn die Gasleitung länger als 40 Zentimter ist)
  • Anti-Tilt-System, das die Gaszufuhr bei einem umgekippten Brenner automatisch unterbricht, beispielsweise durch einen Neigungschalter mit Magnetventil oder ein Gas-Kippschutzventil

Neben diesen technischen Vorkehrungen sind auch im Umgang mit den Heizstrahlern einige wichtige Regeln zu beachten.

Der Heizstrahler muss sicher und stabil stehen, auf festem und ebenem Boden. Auch, wenn er mit zunehmender Leerung des Gasflasche immer leichter und somit instabiler wird, sollte er nicht einfach durch Windböen oder Vorbeigehende Gäste umgeworfen werden können.

Die Belüftung des Gasflaschenbehälters darf nicht eingeschränkt sein, etwa weil Decken oder Jacken der Gäste die Belüftungsöffnungen verdecken.

 

Monotonie macht Schmerz

Etwas mehr Bewegung statt monotones Sitzen: Aufstehen beim Abheften. Quelle: Paul-Georg Meister  / pixelio.de

Etwas mehr Bewegung statt monotones Sitzen: Aufstehen beim Abheften. Foto: Paul-Georg Meister / pixelio.de

Verspannungen und Schmerzen in Rücken, Schultern und Armen resultieren oft aus zu langem Sitzen am Arbeitsplatz und monotonen Bewegungsabläufen. Durch ergonomische Einrichtung des Schreibtischplatzes und präventive Verhaltensänderungen lässt sich der Arbeitsalltag dagegen entspannt und zudem effizienter bewältigen.

Ergonomischer Arbeitsplatz

Der Arbeitsplatz sollte nach ergonomischen Maßstäben eingerichtet und auf seinen Nutzer individuell einstellbar sein. Wichtig ist beispielsweise, dass der Bürostuhl sich auf die Körpergröße einstellen lässt, damit die ideale Sitzposition möglich ist. Sie sorgt für einen geraden Rücken ohne hängende Schultern und einen guten Durchfluss für die Durchblutung von Beinen und Rücken. Empfohlen wird, dass die Unterschenkel rechtwinklig zum Oberschenkel (Knie in 90°-Winkel) gebeugt und die Füße komplett auf dem Boden abgestellt werden können. Auch die Ellenbogen sollen einen Winkel von 90° aufweisen, die Handgelenke liegen auf der Tischplatte locker auf. Eventuell ist es notwendig, den Bildschirm etwas höher zu platzieren, denn sein oberer Rand sollte etwa auf Höhe der Augen liegen. Der Monitor steht in 45 bis 70 cm Entfernung (ebenso wie die Tastatur) und ist leicht nach hinten geneigt.

Der Bürostuhl sollte Rollen haben und Stützen für den unteren Rücken sowie verstellbare Armlehnen.

Ergonomische Peripherie

Tastatur und Maus sollten im Idealfall auch ergonomisch geformt sein, um eine unnatürliche Haltung der Arme, Hände und Schultern zu vermeiden. Dafür eignen sich beispielsweise zweigeteilte Tastaturen. Bei den Mäusen gilt es auszuprobieren, ob beispielsweise ein Trackball oder eine andere Mausform am ehesten dem Nutzerverhalten und -Anspruch entspricht. Bei der Trackball-Maus etwa wird nicht mehr die Maus angehoben und geschoben, sondern mit dem Daumen oder einem anderen Finger die Kursorbewegung gesteuert. Andere Mäuse ähneln einem Joystick oder werden wie ein Stift auf einer kleinen Tafel geführt. Letztere Variante ist vor allem in den grafischen Berufen beliebt.

Wer vor allem Beschwerden im Schulterbereich hat, sollte Gelpads ausprobieren, auf denen die Handgelenke beim Schreiben und der Maussteuerung abgelegt werden können.

Dynamisches Sitzen

So wichtig die ideale Sitzposition auch ist: Wer sich zwingt, allzu lange in gleicher Position zu verharren, schadet sich. Die Durchblutung, die Muskeln und auch die Konzentration profitieren davon, wenn man seine Sitzhaltung hin und wieder ändert.

Am gesündesten gelingt dies mit einer Steh-Sitz-Kombination, die sich mit wenigen Handgriffen vom Sitzplatz zum Stehpult umfunktionieren lässt.

Zwischendurch: Bewegung

Kurze Übungen zum Lockern der Muskeln, Entsteifen der Gelenke und Förderung der Durchblutung sollten einen festen Platz im Arbeitsalltag haben. Sie helfen gegen Verspannungen und beugen Schmerzen vor. Es gibt einige Programme, die daran erinnern, wenn es Zeit für eine Übung ist und Vorschläge für etwas Bewegung machen. Dazu gehört beispielsweise Workrave (Download über die Anbieterseite), das an Klick-Pausen erinnert, um dem Mausarm vorzubeugen.

Ein anderes nützliches Programm ist WorkPace (Download über Netzwelt), dass Übungen in Animationen vorführt und als ”Belastungs-Präventions-Software” wirkt. Eine Kontrolle des Computernutzungsverhaltens und somit Vorbeugung gegen Mausarm und Verspannungen bietet auch RSI-Shield (Download über Netzwelt). RSI steht für Repetitive Strain Injury, den so genannten Mausarm.

Einige Beispiele für Übungen im Büro finden sich beispielsweise hier, aufgelistet von der Zeitschrift Fit for fun, oder auch auf zahlreichen Internetseiten der Krankenkassen.

Pausen machen

Nicht nur die Maushand braucht ab und zu eine Pause, sondern auch der Kopf. Untersuchungen zeigen: Micro- oder Minipausen erhöhen die Leistungsfähigkeit, Konzentration und Innovationskraft, sorgen für neue Kraft und weniger Stresshormone im Blut. Minipausen können beispielsweise nach 15 Minuten konzentrierter Arbeit 15 Sekunden Entspannung sein. Aufstehen, aus dem Fenster sehen, die Augen schweifen lassen, sich strecken.

Das Fokussieren der Augen abwechselnd auf die Ferne und die Nähe hilft nicht nur die Augenmuskeln zu entspannen, sondern beugt auch Kopf- und Nackenschmerzen und Augentrockenheit vor, die durch das Starren auf den Bildschirm entstehen.

Für einen kurzen Moment der Entspannung sorgt auch der Besuch auf der Internetseite donothingfor2minutes.com.

Tippen statt Kreisen

Die Schultern hochgezogen, die Hand kreist einem Adler gleich über der Tastatur, die Finger zur Kralle gekrümmt, bereit zuzuschlagen, wenn der Buchstabe gefunden. Eine einseitige Belastung des Oberkörpers und der Arme ist oft die Folge. Besser: Erlernen des 10-Finger-Systems, um entspannt, schnell und ohne hinzusehen tippen zu können.

Auch online ist das Erlernen möglich mit kostenlosen Programmen wie beispielsweise Tipp10 (Download über Anbieterseite).

Sport und Wellness

Ob Sport zum Auspowern, den Rücken stärkende Gymnastik oder ein Spaziergang an der frischen Luft – Bewegung tut gut und sorgt als Ausgleich zum monotonen Sitzen für Wohlbefinden. Wer bereits unter schmerzhaften Verspannungen leidet, sollte sich zudem in die Hände eines Fachmanns begegeben, beispielsweise beim Physiotherapeuten oder in einer zertifizierten und qualifizierten Massagepraxis.

 

 

Anleitung für die Putzleute

Sie dürfen oft bis in die hintersten Ecken des Betriebs und sorgen als Heinzelmännchen hinter den Kulissen für Ordnung und Sauberkeit. Die Rede ist von externen Reinigungsfirmen.

So diskret und unauffällig sie sich auch im Betrieb bewegen mögen, als Sicherheitsverantwortlicher eines Unternehmen sollte man auch hier eine sorgfältige Unterweisung nicht vergessen.

Es empfiehlt sich, eine Checkliste zu erstellen, um erforderliche Themen genau abzuarbeiten. Diese Checkliste sollte mit einem Verantwortlichen der Fremdfirma abgearbeitet und auch abgezeichnet werden.

Themen für die Unterweisung sind beispielsweise:

  • Arbeitssicherheitsorganisation: wer ist im Notfall als Ersthelfer anzusprechen, wie ist der Ablauf bei einer Unfallmeldung, wo steht der Verbandskasten, …
  • Brandschutz: welche Rauchverbote gibt es im Betrieb, wo stehen Feuerlöscher, wo sind Löschdecken, …
  • Alarmplan und Rettungswege: verschiedene Alarmsignale, die im Betrieb genutzt werden und was im Falle eines Alarms zu tun ist, Sammelstellen, …
  • Gefahrenstoffe: welche Dämpfe, Flüssigkeiten und Gase besonderer Vorsicht bedürfen, welche Sicherheitsvorkehrungen gelten, was zu tun ist bei Kontakt mit gefährlichen Stoffen, …
  • Gefahren im Arbeitsbereich: welche Gefahren durch Fahrzeuge oder laufende Maschinen ausgehen, welche Sicherheitsvorkehrungen zu beachten sind (Spiegel in uneinsehbaren Bereichen, Vorfahrtsregelungen, …), welche Geräte besonders empfindlich sind oder gar nicht berührt werden dürfen, …
  • Reinigungsarbeiten im laufenden Betrieb: wo Verkehrswege sind, die nicht eingeengt werden dürfen, welche Bereiche besonderen Bestimmungen unterliegen, …
  • Betriebliche Sicherheitsrichtlinien: welche Bestimmungen im Außenbereich gelten (Tempobeschränkungen, Parkverbote und Parkmöglichkeiten, …), welche Zutrittsbeschränkungen es gibt, Anmeldung bei Betreten des Betriebs, …

Die einzelnen Punkte sollten Sie in der Checkliste aufführen und sich die Unterweisung als Nachweis unterzeichnen lassen.

Auf diesem Unterweisungsnachweis sollten zudem folgende Informationen eingetragen werden:

  • Name der Reinigungsfirma
  • Vollständiger Name des Unterwiesenen der Fremdfirma
  • Vollständiger Name des Unterweisenden/Sicherheitsfachkraft des Auftraggebers
  • Bezeichnung des Arbeitsbereiches
  • Übergebene Dokumente
  • Auftragsinhalt/durchzuführende Arbeiten
  • Eine Erklärung des Verantwortlichen der Reinigungsfirma, dass er in den oben genannten Themen unterwiesen wurde, die Inhalte der Unterweisung verstanden hat, oben genannte Dokumente erhalten hat und sich verpflichtet, die Informationen vor Beginn der Arbeiten an die Mitarbeiter weiterzugeben.
  • Datum und Unterschriften von Unterwiesenem und Unterweisenden

In der Enge steckt die Tücke

Das Gefahrenpotenzial in engen Räumen ist besonders hoch.

Foto: Bernd Kasper/pixelio.de

Das Arbeiten in engen Räumen birgt ein vergleichsweise hohes Unfallrisiko. Erstickungen, elektrische Unfälle und Explosionen sind nur einige der Vorkommnisse, die in engen Räumen vermehrt auftreten.
Zu den engen Räumen gehören unter anderem Behälter, Silos, Kessel, Tanks, Kastenträger von Brücken oder Kranen, Hohlräume, fensterlose Räume wie Keller oder Stollen oder Rohrleitungen. Auch Gruben, Schächte, Gräben und Kanäle zählen zu den engen Räumen.
Arbeiten in engen Räumen werden oft an Subunternehmer vergeben. Bei Reinigungsarbeiten oder Konservierungsarbeiten ist das eine gängige Praxis.

Koordinator behält den Überblick

Aus Sicht des Arbeitsschutzes ist deswegen ein besonderes Augenmerk darauf zu legen, welche Gefährdungen entstehen können, wenn mehrere Arbeiter unterschiedlicher Firmen in engen Räumen arbeiten. Auch von Arbeiten in benachbarten Räumen oder an den begrenzenden Bauteilen können Gefährdungen für die Arbeiter in engen Räumen ausgehen.
Zur Absicherung ist es daher immens wichtig, rechtzeitig die Abstimmung aller Beteiligten zu koordinieren. In den Bestimmungen von § 6 Unfallverhütungsvorschrift „Grundsätze der Prävention” (BGV A1) ist daher ausdrücklich festgelegt, dass gleichzeitig mit der Vergabe der Arbeiten eine Person als Koordinator zu bestimmen ist. Diesem Koordinator wird die Aufgabe zuteil, die Arbeitsabläufe der beteiligten Unternehmen so aufeinander abzustimmen, dass eine gegenseitige Gefährdung jederzeit ausgeschlossen ist.
Zusätzlich zu den ohnehin bestehenden Verpflichtungen, die beispielsweise die Unterweisung betreffen, ist es für alle Beteiligten wichtig, den Kontakt zueinander suchen, Absprachen zu treffen, Rücksicht auf die Abläufe und Bedürfnisse der anderen nehmen und sich an Vereinbarungen zu halten.
Damit dies gelingt, sollte dem Koordinator auch die Weisungsbefugnis gegenüber betriebsfremden Personen eingeräumt werden.

Rechtzeitig an die Sicherheit denken

Nicht nur der Auftraggeber, in dessen Unternehmen andere Firmen tätig werden, ist zur Abstimmung verpflichtet. Auch, wer als Auftragnehmer oder als Subunternehmer tätig wird, muss das Gespräch und die Abstimmung suchen.
Für Subunternehmer empfiehlt es sich, Art und Umfang der Arbeiten rechtzeitig vor Beginn dem Hauptunternehmer anzuzeigen. Wichtig ist, alles für die für die Einschätzung der Gefährdung notwendigen Angaben mitzuteilen. Wenn nicht schon geschehen, sollte der Subunternehmer vorschlagen, dass ein Koordinator bestimmt wird.
Die Maßnahmen des Arbeitsschutzes, die beim Arbeiten in engen Räumen zu erfüllen sind, sind in verschiedenen Unfallverhütungsvorschriften und Arbeitsschutzbestimmungen sowie in BG-Regeln, BG-Informationen, Merkblättern und anderen Regeln der Technik, insbesondere DIN-Normen und VDE-Bestimmungen, enthalten.

Besonderer Schutz für das ungeborene Leben

Wer Mutter wird, trägt im wahrsten Sinne des Wortes eine besondere Verantwortung. Das ungeborene Leben kann durch Einflüsse von außen schwer beeinträchtigt werden, die für erwachsene Menschen nicht oder kaum gefährlich sind.
Das fängt beim Genuss von rohem Fleisch wie etwa Mett an und hört bei Alkohol und Zigaretten noch lange nicht auf.

Wenn sich Nachwuchs ankündigt, hat die Gesundheit des Kindes und der Mutter oberste Priorität.  Quelle: Silke Kaiser  / pixelio.de

Foto: Silke Kaiser / pixelio.de

Während die Schwangere für ihre private Lebensweise selbst für sich und das Ungeborene verantwortlich ist, trägt im Berufsalltag auch der Arbeitgeber eine besondere Sorgfaltspflicht. Die größte Gefahr der Schädigung des Embryos besteht zwischen der 5. und 10. Woche nach der Empfängnis. Deswegen ist es wichtig, dem Arbeitgeber die Schwangerschaft so früh wie möglich mitzuteilen.

Für den Arbeitgeber gilt dann: sofort eine sorgfältige Beurteilung der Arbeitsplatzbedingungen vornehmen. Diese Gefährdungsbeurteilung umfasst jede Tätigkeit der schwangeren und später auch stillenden Mutter. Eine Sicherheitsfachkraft und der Betriebsarzt können den Arbeitgeber dabei unterstützen.

Die Gefährdungsbeurteilung zum Mutterschutz umfasst diese Gefahrenquellen (je nach Art des Betriebs und Tätigkeit können auch noch weitere Punkte hinzukommen):

  • Gefahrstoffe
  • Heben und Tragen von Lasten
  • Schwere körperliche Arbeiten
  • Ständiges Stehen
  • Häufiges Strecken und Beugen
  • Lärm
  • Unfallgefahren
  • Arbeiten im Freien

Gefahrstoffe

Hierzu gehören beispielsweise chemische Stoffe wie Pflanzenschutzmittel. Sie sind mit Warnhinweisen gekennzeichnet, den sogenannte R- und S-Sätzen (Link: http://de.wikipedia.org/wiki/R-_und_S-Sätze) . Mit „R 61“ gekennzeichnete Stoffe beispielsweise können das Kind im Mutterleib schädigen, „R 46“ tragen Stoffe, die vererbbare Schäden verursachen können. Mit solchen Gefahrenstoffen dürfen sowohl schwangere als auch stillende Frauen nur arbeiten, wenn der Grenzwert nicht überschritten und Hautkontakt ausgeschlossen ist. Das muss durch Messungen nachgewiesen werden. Aber auch andere Stoffe wie etwa Gartenerde können für das Ungeborene zu einer Gefahr werden: In Gartenerde wie auch in Tierkot können sich Erreger der Toxoplasmose befinden.

Heben und Tragen von Lasten

Regelmäßig tragen und heben dürfen Schwangere Lasten nur, wenn diese unter fünf Kilogramm schwer sind. Lasten, die zwischen fünf und zehn Kilogramm wiegen, dürfen nur noch gelegentlich gehoben, bewegt oder getragen werden. Werden Häufigkeit oder Kilozahl überschritten, sind mechanische Hilfsmittel unbedingt erforderlich, beispielsweise Rollwagen.

Schwere körperliche Arbeiten

Hier dürfen Schwangere überhaupt nicht eingesetzt werden. Es besteht unter anderem die Gefahr, dass sich durch die Belastung die Plazenta ablöst. Ebenso sind stark belastende Bewegungen, Stöße und Erschütterungen zu vermeiden.

Ständiges Stehen

Arbeiten im Stehen, beispielsweise im Verkauf, sind nach Ablauf des 5. Monats der Schwangerschaft auf höchstens vier Stunden täglich zu beschränken.

Häufiges Strecken und Beugen

Dauerndes Hocken oder Bücken ist ebenso wie häufiges, erhebliches Strecken oder Beugen in der Schwangerschaft problematisch. Unter anderem kann sich somit eine Einschränkungen für bewegungsstarke Berufe wie Sportlehrerinnen oder auch Putz- und Reinigungskräfte ergeben. In anderen Berufsgruppen, etwa am Band, können sich gesundheitliche Gefahren durch anhaltende, einseitige Körperhaltung ergeben.

Lärm

Tätigkeiten in Arbeitsbereichen, in denen Lärm mit einem Schalldruck von über 80 dB(A) auftritt oder impulsartiger Lärm vorkommt, dürfen nur eingeschränkt ausgeübt werden. Eine zeitliche Beschränkung ist hier wichtig, da das Kind im Mutterleib dem Lärm ungeschützt ausgesetzt ist.

Unfallgefahren

Das Tätigkeitsfeld der Schwangeren muss genau auf mögliche Unfallgefahren untersucht werden. So gibt es beim Stehen auf Leitern oder Gerüsten die Gefahr, auszurutschen oder abzustürzen. Auch Schläge oder Stöße, die von Maschinen und Werkzeugen ausgehen können, sind zu erkennen.

Arbeiten im Freien

Extremer Hitze, Kälte oder Nässe dürfen werdende ebenso wie stillende Mütter nicht ausgesetzt sein. Deswegen ist es mitunter erforderlich, sie bei bestimmten Wetterverhältnissen für das Arbeiten im Freien nicht oder nur zeitlich begrenzt einzusetzen.

Welche Vorteile hat die Gefährdungsbeurteilung?

Rund 1000 Handlungshilfen für Gefährdungsbeurteilungen gibt es in Deutschland. Sie sollen helfen, die Schutzziele zu erreichen, die gesetzlich formuliert wurden. Da jeder Betrieb anders ist und mitunter Anforderungen an Arbeits- und Gesundheitsschutz stellt, die nicht in Checklisten, Katalogen oder Normen formuliert werden, ist für den Unternehmer oftmals nicht klar, ob er seiner gesetzlichen Pflicht nachkommt.

Verbotsschild

Foto: Moni Sertel / pixelio.de

Die Erfüllung dieser Schutzziele liegen allein in seiner Verantwortung. Das ist die Kehrseite der neuen Rechtsvorschriften, die auf weniger Bürokratie und Deregulierung setzen und bisherige Detailforderungen wie etwa Grenzwerte und Prüffristen durch Zielvorgaben ersetzt haben. Statt konkrete Vorschriften zu geben, fordert der Gesetzgeber Eigenverantwortung.

Das Recht auf Ihrer Seite

In erster Linie bieten eine Gefährdungsbeurteilung und daraus folgende Maßnahmen natürlich mehr Sicherheit für Mensch und Umwelt. Für den Unternehmer bietet sie aber auch Rechtssicherheit. Er kommt seiner gesetzlichen Pflicht nach, indem er die Betriebsorganisation, Sicherheitsorganisation, Gefährdungen und Belastungen dokumentiert. Diese Dokumentation gibt ihm zudem die Möglichkeit, jederzeit die Ergebnisse der Beurteilung den Behörden vorzulegen, falls eine Überprüfung ansteht.

Spätestens wenn trotz aller Vorsicht ein Arbeitsunfall geschieht oder der Verdacht aufkommt, ein Mitarbeiter leide unter einer berufsbedingten Erkrankung, kann der Unternehmer durch die Gefährdungsbeurteilung belegen, welche Arbeits- und Gesundheitsschutzmaßnahmen für die Mitarbeiter und verschiedene Tätigkeit festgelegt wurden. Eventuell gestellten Regressansprüche kann so unter Umständen der Boden entzogen werden.

Die Rechnung geht auf

Gezielte, präventive Vorkehrungen in Sachen Arbeitsschutz lassen den Krankenstand zurückgehen und verringern die Zahl der Unfälle. Das zeigt sich vor allem durch Untersuchungen in großen Unternehmen. Längst ist erkannt, wie viel Arbeitsleistung und somit bares Geld durch Absentismus, das Fernbleiben vom Arbeitsplatz, verloren geht – noch mehr übrigens durch Präsentismus. Präsentismus meint das Erscheinen an der Arbeit trotz Krankheit, etwa aus Angst, die Stelle zu verlieren, aus Pflichtgefühl oder aus Rücksicht auf die Kollegen. Kranke oder fehlende Mitarbeiter sind nicht nur eine Belastung für den Arbeitgeber, sondern auch für die anderen Mitarbeiter, die oft seine Aufgaben mit übernehmen und Leistungsschwächen abfedern müssen.

Auch psychische Belastungen können daher ein Thema im Gesundheitsschutz für die Mitarbeiter sein.

Allerdings entwickeln Arbeitnehmer häufig eine viel höhere Motivation und größere Zufriedenheit, wenn sie feststellen, dass der Arbeitgeber sich um ihre Gesundheit kümmert und sie ihm wichtig ist. Diese Art der Wertschätzung zahlt sich aus.

Die Gefährdungsbeurteilung – wozu das alles?

Das Ziel einer Gefährdungsbeurteilung ist, sich der Gefahren am Arbeitsplatz bewusst zu werden. Alle Tätigkeiten werden genau unter die Lupe genommen, um mögliche Risiken zu erkennen und sicher mit ihnen umzugehen.

Trockenen Fußes

Foto: Zaubervogel / Pixelio.de

Jeder Mensch macht dies jeden Tag – mehr oder weniger unbewusst. Jedes Mal, bevor wir eine Straße überqueren, schauen wir nach links und rechts und setzen erst einen Fuß auf die Fahrbahn, wenn wir sicher sein können, nicht überfahren zu werden. Dabei schätzen wir die Geschwindigkeit herannahender Fahrzeuge ein, die Breite und Beschaffenheit der Straße, mögliche zusätzliche Gefahrenquellen wie Glätte, Nässe oder schlechte Sicht und natürlich unsere Geschwindigkeit (eventuell beeinträchtigt durch Kinderwagen, Getränkekästen oder hohe Schuhe).

Je nachdem, welche Voraussetzungen die Straßenüberquerung hat, werden Sie den Zeitpunkt anders wählen. Bei einer unbekannten Holzbrücke über Schluchten oder Flüsse kommen Sie vielleicht zu dem Schluss, sie gar nicht zu betreten, weil sie zu unsicher erscheint. Aber können Sie das wirklich sicher beurteilen, wenn Sie nicht wissen, worauf Sie hier achten müssen?

Eine professionelle Gefährdungsbeurteilung beurteilt alle Randbedingungen und Kriterien, die zur Bewertung und Handlungsentscheidung notwendig sind. Sie stellt sicher, dass Sie wissen, worauf zu achten ist, damit aus Unsicherheit Sicherheit wird.

Rechtlicher Hintergrund

Ob und wie eine Gefährdungsbeurteilung gefordert ist, wird unter anderem in diesen Verordnungen und Gesetzen thematisiert

  • Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG) §§ 4 – 5
  • Arbeitsstättenverordnung (ArbStättV) §§ 3, 9
  • Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV) § 3
  • Gefahrstoffverordnung (GefStoffV) §7, §16, Anh 1 – 5
  • berufsgenossenschaftliche Vorschriften- und Regelwerken wie BGV, BGR, BGI und BGG

Darin wird klar festgehalten, dass der Arbeitgeber verpflichtet ist, die Gefährdungen, die auf die Mitarbeiter wirken, einzuschätzen und entsprechende Sicherheitsvorkehrungen zum Gesundheits- und Umweltschutz zu treffen.

Das gilt nicht für für große Firmen oder Betriebe, in denen mit offensichtlich gefährlichen Gütern, Werkzeugen und Maschinen gearbeitet wird.

Im Nachbarland Dänemark verfügen im Durchschnitt 77 % der Betriebe über eine Gefährdungsbeurteilung, unter den Betrieben ab 50 Mitarbeitern sind es sogar 98 %. Selbst 71 % der Betriebe mit einem bis neun Angestellten haben Arbeits- und Gesundheitsschutz auf diese Weise begutachten lassen (Quelle: Befragung des Gewerkschaftsbunds Dänemark LO, 2004).

In Deutschland herrscht dagegen Nachholbedarf. Vielen Betrieben erscheinen die gesetzlichen Forderungen zu abstrakt, zu theoretisch, zu bürokratisch – oder sie lassen es einfach darauf ankommen. Ein gefährlicher Tanz auf dem Eis, denn ein Unfall ist schnell passiert und umso tragischer, wenn er hätte verhindert werden können.

Lesen Sie hier, welche Vorteile eine Gefährdungssbeurteilung für Unternehmen hat.