Warm und sicher

Quelle: M. Großmann  / pixelio.de

Foto: M. Großmann / pixelio.de

Spätestens im Herbst kommen die meisten Straßencafés und Biergärten nicht mehr ohne Heizstrahler aus, wenn sie wollen, dass ihre Gäste die kalten Temperaturen bei Käffchen und Bierchen ertragen. Die mit Flüssiggas betriebenen Terrassenheizstrahler sind daher kaum noch aus der Außengastronomie wegzudenken.

Anders als im privaten Gebrauch der “Heizpilze” gelten für den professionellen Einsatz allerdings Sicherheitsbestimmungen und elementare Regeln für den sicheren Betrieb des Gasbrenners.

Ein gasbetriebener Heizstrahler sollte mindestens diese Sicherheitseinrichtungen haben:

  • Druckregelgerät mit integriertem Überdruckschutz
  • Schlauchbruchsicherung (wenn die Gasleitung länger als 40 Zentimter ist)
  • Anti-Tilt-System, das die Gaszufuhr bei einem umgekippten Brenner automatisch unterbricht, beispielsweise durch einen Neigungschalter mit Magnetventil oder ein Gas-Kippschutzventil

Neben diesen technischen Vorkehrungen sind auch im Umgang mit den Heizstrahlern einige wichtige Regeln zu beachten.

Der Heizstrahler muss sicher und stabil stehen, auf festem und ebenem Boden. Auch, wenn er mit zunehmender Leerung des Gasflasche immer leichter und somit instabiler wird, sollte er nicht einfach durch Windböen oder Vorbeigehende Gäste umgeworfen werden können.

Die Belüftung des Gasflaschenbehälters darf nicht eingeschränkt sein, etwa weil Decken oder Jacken der Gäste die Belüftungsöffnungen verdecken.

 

Vom Kerzenlicht zum Großbrand

Ein kurzer Moment der Unachtsamkeit und schon wird aus der kleinen Flamme ein Feuer.

Foto: Dominik Pöpping / Pixelio.de

Bald schon werden viele Büros und Sozialräume mit Lichterketten, Kerzen und Adventskränzen geschmückt. Für Sicherheitsfachkräfte und Brandschutzbeauftragte ist es daher höchste Zeit, sich darum zu kümmern, dass ein verantwortungsbewusster Umgang mit der Elektrik und offener Flamme vorherrscht.
In gewerblichen und öffentlichen Räumen sollte das Aufstellen echter Kerzen vermieden werden, allerdings lässt es sich nicht in jedem Fall generell verbieten. Zudem gibt es einige Institutionen, in denen das Entzünden eines Adventskranzes eine besonders emotionale Bedeutung hat, etwa in Alten- und Pflegeheimen oder sozialen Einrichtungen.
In der Folge sind Orte der Alten- und Krankenpflege in der Adventszeit besonders brandgefährdet. Nicht nur für ältere Menschen gehören Kerzen und Tannenzweige unverzichtbar zur Vorfreude auf Weihnachten dazu, allerdings wird die Brandgefahr oft gefährlich unterschätzt.

Achtsamkeit wecken

Wichtig ist es daher, deutlich darauf hinzuweisen, dass eine brennende Kerze, wenn sie durch einen kleinen Luftzug oder eine unbedachte Bewegung an Tannengrün oder Geschenkpapier gerät, im Nu zu einem sich rasant ausbreitenden Zimmerbrand werden kann. Wie schnell aus einer kleinen Flamme ein lichterloh brennendes Großfeuer werden kann, ist oft nicht bewusst.
In einer Unterweisung der Mitarbeiter sollte man auf jeden Fall darauf hinweisen, dass jede Kerze – egal wie groß oder klein oder wie stabil sie zu stehen scheint – eine Brandgefahr darstellt. Die Temperaturen können an der heißesten Stelle der Kerzenflamme, nämlich an ihrer Oberfläche, bis zu 1400 Grad Celsius heiß werden. Zehn Zentimeter über der Flamme sind es noch etwa 350 Grad – das genügt, um Nadeln und Äste zu entflammen.
Brennende Kerzen sollten nie auch nur ein paar Minuten unbeaufsichtigt sein. Im Fall der Fälle steht sogar der Schutz der Brandversicherung auf dem Spiel.
Auch beim Gebrauch von Schneespray gilt höchste Vorsicht. Das Treibmittel des Kunstschnees ist unter Umständen brennbar und kann die Dose in einen Feuerwerfer verwandeln, wenn in Nähe einer Flamme  gesprüht wird. Gleiches gilt für Haarspray, das gerne genutzt wird, um die Tannennadeln länger am Zweig zu halten.

Rechtzeitig Hilfe holen

Grundsätzlich gilt: Lieber einmal zu viel Hilfe holen als einmal zu wenig. Machen Sie deutlich, dass niemand dafür Ärger bekommt, wenn er die Feuerwehr oder andere Rettungskräfte alarmiert, wenn er eine Gefahr sieht. Schulen Sie zudem Mitarbeiter zum Thema „Richtiges Verhalten im Brandfall“ und im Umgang mit dem Feuerlöscher.

Risiko Lichterkette

Nicht nur die Lichterkette selbst, auch trockenes Holz oder Papier kann zu einem Feuer führen, wenn es in Kontakt mit den heißen Birnchen kommt.

Nicht nur die Lichterkette selbst, auch trockenes Holz oder Papier kann zu einem Feuer führen, wenn es in Kontakt mit den heißen Birnchen kommt.

Die Adventszeit ist die Zeit des Lichterzaubers – und der Haus- und Wohnungsbrände.  Lichterketten werden in der dunklen Jahreszeit gerne genutzt, um Räume, Balkone und Vorgärten heimeliger zu gestalten. Doch das stimmungsvolle Licht hat auch Schattenseiten: So brennt es in der Adventszeit unverhältnismäßig oft, nicht selten verursacht durch Lichterketten, Kerzen und andere Weihnachtsbeleuchtung.

Rauchmelder sind Pflicht
Die Gefahr durch Brände wird generell unterschätzt, denn nur in etwa der Hälfte alle privaten Haushalte sind Rauchmelder vorhanden, Feuerlöscher sind noch seltener zu finden. Ein wichtiger Schritt hin zu mehr Sicherheit war die Verpflichtung zur Installation von Rauchmelder, wie sie beispielsweise in den Landesbauordnungen von Hessen, Rheinland-Pfalz, dem Saarland, Schleswig-Holstein, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Thüringen, Bremen und Sachsen-Anhalt vorgeschrieben ist – zum Teil auch mit der Verpflichtung, in allen Wohnungen nachzurüsten.

Für gewerbliche Räume gilt das jeweilige Brandschutzkonzept, welches entsprechend der jeweils gültigen Bauvorschrift erstellt werden muss. Eine grundsätzliche Pflicht zur Ausrüstung von Arbeitsstätten oder Privaträumen mit Rauchmeldern gibt es in Nordrhein-Westfalen auch im Jahre 2012 immer noch nicht.

Feuer und Strom

Aber: Der Schutz vor Bränden beginnt nicht beim Rauchmelder, sondern schon beim Kauf sicherer Lichterketten. Vor wenigen Jahren sorgte eine europaweite Testkaufaktion für Aufsehen, denn es zeigte sich, dass jede zweite Lichterkette in Deutschland nicht verkauft werden dürfte. Die meisten Lichterketten erwiesen sich als billig produzierte Ware aus Fernost, die nicht den deutschen Sicherheitsbestimmungen entsprach. Die Folgen sind höchstgefährlich: Mal überhitzen die Birnchen viel zu sehr, mal sitzt der Stecker am Kabel so locker, dass er abreißen kann, mal sind die Steckverbindungen locker oder die Drähte erschreckend dünn. In allen Fällen ist höchste Vorsicht geboten, denn neben der Gefahr, Feuer zu entfachen, sind auch Stromschläge nicht ausgeschlossen.
Ein Grund für die Erhitzung können defekte Birnchen sein, wenn kein Vorschaltgerät (Sicherheitstrafo mit 24 Volt) vorhanden ist. Das ist vor allem bei billigen Lichterketten der Fall. Dann führt der Ausfall einer oder mehrerer Birnen zur erhöhten Leistungsabgabe der noch verbleibenden Birnen, zu einer erhöhten Hitzeentwicklung und damit Brandgefahr.

Zeichen für mehr Sicherheit
Qualität und Sicherheit eines Produktes folgen oft höheren Standards, wenn der Preis höher ist. Hilfreich sind dabei auch die Hinweise auf dem Karton.
Geprüfte SicherheitDas GS-Zeichen etwa steht für unabhängig geprüfte Sicherheit. CE-ZeichenDie CE-Kennzeichnung dagegen vergibt der Hersteller selbst. Er zeigt damit an, dass er sich an die Vorgaben der EU für dieses Produkt gehalten hat.
IP44Sollen Lichterketten im Außenbereich genutzt werden, müssen sie wetterbeständig sein. Auch wenn sie nicht direkten Witterungseinflüssen ausgesetzt sind, können Feuchtigkeit, Tauwasser und Frost sonst großen Schaden anrichten. Wetterbeständige Lichterdekoration, die für den Außenbereich geeignet ist, trägt das Kürzel IP44 auf der Verpackung, symbolisiert durch einen Wassertropfen im Dreieck.
Wichtig ist es auch, darauf zu achten, dass auf der Verpackung Name und Adresse des Herstellers sowie Sicherheitshinweise in deutscher Sprache aufgedruckt sind, will man auf Nummer Sicher gehen. Produkte zweifelhafter Herkunft und unklarer Sicherheitsstandards sollte man besser nicht kaufen.

LED ist sicherer

Nicht nur energiesparender, sondern auch weniger gefährlich ist Weihnachtsdekoration mit Leuchtdioden. Die LED-Lichter verlieren nicht so viel Energie durch Wärme, haben  eine längere Lebensdauer und verbrauchen bis zu 80 Prozent weniger Energie als herkömmliche Glühbirnchen.
Weiterer Vorteil: Fällt doch einmal eine Leuchtdiode in der Lichterkette aus, muss sie nicht sofort ersetzt werden, wie dies bei herkömmlichen Glühbirnen der Fall ist, da keine Gefahr der Überlastung besteht. Am sichersten ist LED-Lichterschmuck mit Transformator, der die Steckdosenspannung um ein Vielfaches reduziert.

Gefährliche Konstruktionen

Kabel sollten prinzipiell nicht unter Zugspannung stehen, da so Kabelbrüche entstehen können.

Kabel sollten prinzipiell nicht unter Zugspannung stehen, da so Kabelbrüche entstehen können.

Eine weitere Gefahrenquelle bleibt allerdings auch bei LED-Lichterketten: Der Kabelbruch. Mitunter werden die abenteuerlichsten Konstruktionen erschaffen, die Dekoration, Licht und Strom in eine gefährlich instabile Verbindung bringen.

Kabel sind grundsätzlich nicht dazu geeignet, Gewichte zu tragen oder Zugbelastungen aufzunehmen. Insbesondere die Kabel der Lichterketten sind aufgrund des geringen Querschnittes besonders anfällig für Kabelbrüche. Werden die empfindlichen Drähte im Kabelinnern zerstört, etwa durch Abknicken, Abklemmen oder Zugspannung, führt das zu einer Erhitzung des Kabels und damit ebenfalls zu einer erhöhten Brandgefahr. Schäden an der Isolierung können Stromschläge und Kurzschlüsse verursachen.
Auch billige Lichterketten ohne Sicherheitstrafo in Verbindung mit trockenem Dekorationsgehölz führen alljährlich zu einer erhöhten Anzahl von Brandunfällen.

Tipps für den Kauf und Gebrauch von Lichterketten

  • Achten Sie auf Qualität und Sicherheit.
  • Wenn möglich nur Lichterketten mit einem Sicherheitstrafo verwenden.
  • LED-Lichter bevorzugen.
  • Das Produkt muss mit einem CE gekennzeichnet und es muss eine  Gebrauchsanweisung in deutscher Sprache beigefügt sein.
  • Darüber hinaus sollte ein GS-Zeichen angebracht sein.
  • Für den Außenbereich spezielle Produkte (Kennzeichnung IP 44 oder Wassertropfen im Dreieck beachten) einsetzen.
  • Auf erhöhte Hitzeentwicklung achten.
  • Halten Sie entzündliche Materialien von der Lichterkette fern.

Wenn es brennt:

  • Rufen Sie die Feuerwehr unter 112.
  • Löschen Sie wenn möglich kleine Brände mit einem Feuerlöscher, aber riskieren Sie dafür nicht Ihr Leben.
  • Unterschätzen Sie nicht die Schnelligkeit, mit der sich ein Brand ausbreitet und evakuieren Sie rechtzeitig.
  • Warnen Sie gefährdete Personen.
  • Bringen Sie sich und andere in Sicherheit.
  • Suchen Sie bei der Flucht Bodennähe, denn der giftige Rauch steigt erstmal nach oben.
  • Schließen Sie  Türen und Fenster.
  • Wenn Sie wegen Feuer und Rauch nicht durch den Flur oder zu den Rettungswegen flüchten können, dichten Sie die Tür mit feuchten Tüchern ab.
  • Machen Sie sich am Fenster oder auf dem Balkon bemerkbar.

 

Der sichere Schreibtisch

Natürlich: Ein Arbeitsplatz am Schreibtisch in einem durchschnittlichen Büro ist mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit ein sichererer Arbeitsplatz als beispielsweise die Arbeit am Hochofen oder auf einer Bohrinsel.

Foto: Cornelia Menichelli / pixelio.de

Oftmals denkt man in erster Linie an Ergonomie, wenn es um die Gesundheit im Büro geht. Schließlich gehören Rückenprobleme, Verspannungen im Nacken und Überlastungen der Handgelenke zu den häufigsten Beschwerden.

Wenn es allerdings um die Sicherheit geht, ist der Arbeitgeber ebenso gefragt. Er muss beispielsweise sicherstellen oder durch geschulte Mitarbeiter, bzw. externe Fachleute sicherstellen lassen, dass Verkehrs- und Rettungswege freigehalten werden.

  • Schubladen und Türen von Schreibtischen und Schränken sollten nicht unnötig offen stehen.
  • Die Mitarbeiter dürfen keinesfalls Stühle oder Tische als Leiter-Ersatz benutzen. Stattdessen sollten genügend Leitern oder kleinere Aufstiegshilfen vorhanden sein, auf die sie bei Bedarf zurückgreifen können.
  • Auf Büroschränken dürfen keine schweren Gegenstände abgelegt werden, da sie beim Herunterheben zu Stürzen oder Verletzungen führen können. Zudem gefährden sie unter Umständen die Statik der Schränke.
  • Verkehrswege dürfen ebenso wie Fluchtwege niemals als Abstell- oder Lagerflächen genutzt werden. Auch nicht für kurze Zeit.
  • Fluchttüren müssen frei gehalten werden und dürfen nicht abgeschlossen werden.
  • Die Mitarbeiter müssen darauf hingewiesen werden, dass sie im Notfall die Treppenhäuser benutzen müssen und keinesfalls den Fahrstuhl.
  • Computer-, Telefon- oder andere Kabel sollten möglichst gar keine Verkehrswege kreuzen. Falls doch, müssen sie so abgedeckt werden, dass sie nicht zur Stolperfalle werden können.
  • Auch Fußmatten und Bodenbeläge müssen regelmäßig kontrolliert werden, damit hoch stehende Ecken und Unebenheiten schnell entdeckt und in Ordnung gebracht werden können.

In jedem Büro gibt es eine Vielzahl elektrischer Geräte. Einige sind für die Schreibtischarbeit direkt nötig, andere dienen der Produktion oder werden in den Pausen eingesetzt. Wer für die Sicherheit im Betrieb verantwortlich ist, sollte sicherstellen, dass die Beschäftigten sich an bestimmte Verhaltensregeln halten.

  • Elektrische Betriebsmittel und Anlagen jeglicher Art dürfen nicht mehr benutzt werden, wenn sie Mängel aufweisen.
  • Elektrische Geräte dürfen nicht selbst repariert werden.
  • Werden Schäden und Mängel entdeckt, müssen sie gemeldet werden, beispielsweise an eine Sicherheitsfachkraft, an eine Elektrofachkraft oder zumindest dem Vorgesetzten.
  • Die Mitarbeiter müssen sich beim Nutzen der Geräte an deren Betriebsanleitung halten. Es ist daher darauf zu achten, dass alle Gebrauchsanweisungen vorhanden sind. Es empfiehlt sich, die Originale zentral zu sammeln und Kopien für die Mitarbeiter greifbar auszulegen.
  • Private Elektrogeräte wie beispielsweise Kaffeemaschinen, Wasserkocher oder auch Radios müssen beim Vorgesetzten angemeldet werden, bevor sie erstmals am Arbeitsplatz eingeschaltet werden.
  • Mehrfachsteckdosen und Verlängerungskabel dürfen nicht über ihre zulässige Nennbelastung genutzt werden (Kennzeichnung beachten).
  • Alle elektrischen Geräte, die nach Feierabend nicht mehr gebraucht werden, müssen abgeschaltet werden. Das dient zum einen dem Stromsparen, ist aber wegen der möglichen Überhitzung und somit Brandgefahr notwendig.
  • Stellt ein Mitarbeiter eine Störung an einem Gerät fest, muss er es sofort abschalten und den Stecker ziehen.
  • Es ist wichtig, nur Geräte einzusetzen, die durch eine unabhängige Prüfstelle getestet wurden und ein GS-, VDE- oder gleichwertiges Prüfsiegel tragen.
  • Ortsfeste elektrische Anlagen und Betriebsmittel müssen alle vier Jahre durch eine Elektrofachkraft geprüft werden. Ortsveränderliche, wie beispielsweise Stecker oder Steckdosen, müssen alle zwei Jahre durch die Elektrofachkraft oder eine elektrotechnisch unterwiesene Person überprüft werden.

Unachtsamkeit kann schwere Folgen haben. Deswegen sollten die Mitarbeiter auch die Vorgaben zum Thema “Gefährliche Abfälle” beachten. Darüber hinaus können natürlich für Chemikalien, Putzmittel oder andere Stoffe weiterführende Bestimmungen gelten. Immer und in jedem Büro gilt aber:

  • Scharfkantige und spitze Gegenstände wie Steck- oder Sicherheitsnadeln, Klingen oder Scherben dürfen nicht im Mülleimer entsorgt werden. Kleine Gegenstände sollte man besser mit einem Hinweis versehen für das Reinigungspersonal an einer gut sichtbaren Stelle ablegen. Größere Gegenstände wie etwa die Scherben einer Wasserflasche sind in einem Eimer besser aufgehoben.
  • Raucher dürfen ihre Aschenbecher nicht direkt in den Mülleimer werfen. Noch zwei Stunden nach Ausdrücken der Kippe besteht die Gefahr eines Schwelbrands. Besser: In eine luftdichte Dose umfüllen und entsorgen, wenn keine Gefahr mehr besteht (das mindert auch den Geruch).

Die Teeküche gehört zu den meist besuchtesten Räumen eines Büros. Wo Lebensmittel ins Spiel kommen, gelten für alle Mitarbeiter besondere Vorgaben, die über die regulären Anforderungen an Hygiene und Rücksichtsnahme hinausgehen:

  • Reinigungsmittel und andere Produkte, die Gefahrenstoffe enthalten können, müssen getrennt von Lebensmitteln aufbewahrt werden. Bei starken Mitteln empfiehlt es sich, sie in einem separaten, gut durchlüfteten Raum zu lagern.
  • Egal, wo sie gelagert werden: Gefahrstoffhaltige Produkte dürfen nie in Behälter abgefüllt werden, die für Lebensmittel gedacht sind oder waren, etwa in Wasserflaschen oder Keksdosen.

Falls gegen alle Vorsicht doch etwas passiert, zeigt sich, ob der Arbeitgeber gute Vorarbeit geleistet hat und seinen Pflichten nachgekommen ist:

  • Stehen Verbandskästen und Feuerlöscher in ausreichender Zahl bereit? Sind ihre Standorte deutlich gekennzeichnet?
  • Wird der Inhalt der Erst-Hilfe-Verbandkästen monatlich überprüft auf Haltbarkeit der einzelnen Komponenten und Vollständigkeit? Werden abgelaufene Teile durch neue ersetzt?
  • Werden Feuerlöscher mindestens alle zwei Jahre durch eine befähigte Person eines Brandschutzfachbetriebs geprüft?
  • Werden mindestens einmal im Jahr Erste-Hilfe- und Brandschutzübungen mit den Mitarbeiter durchgeführt?

Werden alle diese Punkte beachtet, ist der Arbeitsplatz am Schreibtisch noch ein Stück weit sicherer als die Bohrinsel.