Vor dem Start: Wagen checken!

Quelle: Schwoaze/Pixabay

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Berufskraftfahrern ist eine Kontrolle ihres Fahrzeugs vor der Abfahrt vorgeschrieben. Dennoch bekommt man von den Fahrern immer wieder zu hören, dass sie Ärger bekämen, wenn sie wertvolle Zeit dem Augenschein nach vergeuden, um vor dem Losfahren zweimal um den LKW zu schlendern.
Dabei gilt: Die Kontrolle auf Mängel ist Pflicht! Und wer Einsatzzeiten, Transport und Lieferung so plant, dass dem Fahrer keine 10-15 Minuten bleiben, um für Sicherheit zu sorgen, macht sich mitschuldig, wenn aus diesem Grund etwas passiert.

Fakt ist und bleibt: Die Abfahrtkontrolle ist Pflicht. Dabei ist nicht vorgeschrieben, dass ein LKW vor jeder Tour mehrere Stunden technisch geprüft werden muss. In der Regel lassen sich die wichtigsten Sicherheitsfunktionen und die Faktoren, die im Zweifel für die Betriebs- und Verkehrssicherheit entscheidend sind, mit einfacher Sichtkontrolle überprüfen.

Im Grunde sind es drei Schritte:

  1. Zündung einschalten und Fahrerkarte ins Kontrollgerät schieben, bzw. Diagrammscheibe einlegen. Ist in der Fahrerkabine alles vorbereitet (zum Beispiel die Spiegel und der Sitz richtig eingestellt) und sind die Dokumente für Fahrer, Fahrzeug und Ladung vollständig?
  2. Motor und Beleuchtung einschalten, aussteigen und um das Fahrzeug herum gehen. Gibt es sichtbare technische Mängel, ist die Beleuchtung intakt, gibt es ungewöhnliche Geräusche oder Lecks?
  3. Motor ausschalten. Zweiter Rundgang um das Fahrzeug: sind die Reifen, Fahrzeugteile, Aufbauten, Verriegelungen und Planen in Ordnung? Sind Lastverteilung und Ladungssicherung vorschriftsmäßig?

Warum ist es wichtig, erst die Arbeitszeit einzustellen und dann erst den Rundgang und die Fahrzeugkontrolle zu beginnen?

Antwort: Damit im Falle einer Kontrolle von Autobahnpolizei oder durch das Bundesamt für Güterverkehr plausibel dargelegt werden kann, dass man eben nicht ohne Abfahrtskontrolle eingestiegen und losgefahren ist. Idealerweise hat der Fahrer eine ausgefüllte Checkliste, auf der Name, Datum und Unterschrift zu finden sind, um die Abfahrtskontrolle zu dokumentieren. Das ist nicht zwingend vorgeschrieben, kann aber im Falle des Falles – zum Beispiel bei einer Kontrolle, einem Unfall oder wenn Ware beschädigt wurde – die Rechtsposition stärken.

Checkliste als Arbeitshilfe

Ein routinierter Fahrer weiß, worauf er achten muss. Dennoch ist eine Checkliste hilfreich, denn sie hilft dem Fahrer zum einen kein technisches Detail zu vergessen und zum anderen kommentiert es die Abfahrtskontrolle.
Wenn Sie als Unternehmen sicherstellen wollen, dass die wichtige Routine der Abfahrtskontrolle eingehalten wird, lassen Sie sich vom Fahrer unterschreiben, dass er die Checkliste abgearbeitet hat.
Auf eine solche Checkliste gehören diese Überschriften

  • Fahrzeug
  • Ladung
  • Dokumente
  • Ausrüstung

Die Checkliste rund um das Fahrzeug fragt beispielsweise ab, ob es Fehlermeldungen im Display beim Einschalten der Zündung gab, ob die Beleuchtung, Bremse und Signalanlagen funktionieren, die Spiegel richtig eingestellt sind und die Reifen in Ordnung. Der Fahrer muss zum Beispiel prüfen, ob Öl, Kühlflüssigkeit oder Scheibenwischwasser fehlt, Leitungen und Schläuche beschädigt sind, bewegliche Aufbauteile gesichert wurden, aber auch ob Gewicht und Achszahl für das OBU-Mautsystem richtig eingestellt wurden.

Unter der Überschrift „Ladung“ stehen Prüfpositionen wie Ladungssicherung, Gefahrgutsausrüstung und Kennzeichnung.

Je nach Ladung und Auftrag gibt es eine ganze Reihe von Dokumenten, die der Fahrer mit sich führen muss. Auch hier ist es eine Erleichterung, wenn die Vollständigkeit in einer entsprechenden Checkliste abgefragt wird. Dazu gehören natürlich immer Führerschein und Ausweis des Fahrers und sein Sozialversicherungsnachweis. Zudem auch die Erlaubnis für den gewerblichen Güterkraftverkehr, Fahrerkarte und Tachoscheiben, Prüfbescheinigung des Geschwindigkeitsbegrenzers, Betriebsanleitung des Herstellers von Fahrzeug und Aufbauten, Frachtpapiere, eine Kopie der letzten Hauptuntersuchung usw. Die anderen notwendigen Dokumente richten sich natürlich danach, was und wohin gefahren wird.

Vor allem bei der Ausrüstung hilft eine Checkliste, gut vorbereitet zu sein. Der Fahrer sollte zum Beispiel prüfen, ob Warnwesten für alle Mitfahrer vorhanden sind, Warndreieck und Warnleuchte, Feuerlöscher und Verbandkasten, Taschenlampe, Wagenheber und Werkzeug, Unterlegkeile, Schaufel, Besen, Auffangbehälter und Putzlappen und ähnliche Utensilien vorhanden sind. Im Winter sollte er zudem darauf achten, dass Besen, Eiskratzer, Enteisungsspray, Schneeketten und Streugut an Bord sind.

Sie sehen also: Ohne geeignete Checkliste ist für den Fahrer kaum zu überblicken, ob sein Fahrzeug wirklich rundherum sicher, funktionstüchtig und gut ausgestattet ist.
Sie ist wichtig. Vor allem wenn verschiedene Fahrer ein Fahrzeug benutzen, der Fahrer mit einem neuen oder fremden Fahrzeug losfährt, womöglich mit einem unbekannten Auflieger, bei Gefahrgut, Sondertransporten oder Fahrten außerhalb der EU.

Machen Sie Ihrem Fahrer deutlich, dass er jeden Mangel melden muss und ein Fahrzeug, das nicht betriebsbereit oder verkehrssicher ist, nicht fahren darf.

Plattmachen, was Sie platt macht

Quelle: lichtkunst.73  / pixelio.de

Quelle: lichtkunst.73 / pixelio.de

Wissen Sie, dass die häufigste Ursache für Arbeitsunfälle ist? Es sind die SRS-Unfälle. Diese kryptische Abkürzung steht für Stolper-, Rutsch- und Sturzunfälle. Rund 200.000 dieser Unfälle  und damit mehr als andere werden jedes Jahr den Trägern der gesetzlichen Unfallversicherung gemeldet- unklar ist, wie viele nicht gemeldet werden.
Aus einem kleinen Riss im Asphalt wird ein großer Riss, wird eine Unebenheiten, wird ein Schlagloch. Man gewöhnt sich dran, weicht aus und nimmt die Gefahr nicht mehr ernst. Doch eines Tages ist jemand im Gedanken oder kennt die Stolpersteine nicht und stürzt. Selbst wenn er nur zu Fuß unterwegs war und nicht etwa mit dem Fahrrad, können die Verletzungsfolgen schon sehr unangenehm bis hin zu folgenschwer sein: verstauchter Knöchel, Zerrungen, Prellungen und Schürfwunden oder sogar Bänderriss, Gehirnerschütterung oder Brüche.
Die Sommerzeit bietet eine gute Gelegenheit, bei einer Betriebsbegehung genau auf diese Risikofaktoren zu achten, um den berüchtigten SRS-Unfällen vorzubeugen.

Achten Sie auf folgende Gefahrenquellen im Innenbereich:

  • beschädigte oder verschmutzte Bodenbeläge
  • Löcher, Dellen oder andere Unebenheiten
  • fehlende oder wackelnde Handläufe
  • rutschige oder wellige Schmutzfangmatten
  • Hindernisse auf den Lauf- und Fahrwegen (z. B. Kabel, Kartons oder Leisten)

Achten Sie auf folgende Gefahrenquellen im Außenbereich:

  • Vertiefungen und Aufwerfungen
  • Risse und Dehnungsfugen
  • Spurrillen und beschädigte Randbereiche
  • gelockerte oder verschobene Bodenplatten
  • Kanten durch hervorstehende oder wackelnde Kanaldeckel, Roste und Laufgitter
  • reparaturbedürftige Treppenstufen und Podeste

Denken Sie auch daran, nicht nur die vorgegebenen Wege zu prüfen, sondern auch die Trampelpfade und Abkürzungen, die ihre Mitarbeiter als eigene Wegeführung angelegt haben. Sofern diese eigenen Wege keine Gefahrenquelle darstellen, sollten Sie auch dafür sorgen, dass sie nicht zu einer werden.
Aber nicht nur Beschädigungen, die ausgeglichen, eingeebnet oder nivelliert werden müssen können Ihre Mitarbeiter zum Stolpern, Rutschen oder Stürzen bringen.
Auch zu glatte oder schmutzige Fußböden, sei es mit Fett- oder Wasserflecken, Körnchen oder Eisglätte können auf vielfältige Art die Rutschpartie erzeugen. Selbst ein Wechsel von Bodenbelägen mit stark unterschiedlicher Rutschhemmung, etwa zwischen einer Gummimatte und blankem Marmor, kann Mitarbeiter, Kunden und Besucher ins Stolpern bringen.
Achten Sie besonders auf Höhenunterschiede, Unebenheiten, kaum wahrnehmbare Neigung und andere Stolperstellen wie Beschädigungen und Unebenheiten, Vertiefungen und Überstände, beschädigte Stufen und Abdeckungen sowie reparaturbedürftige Bodenbeläge. Behalten Sie die Bäume auf dem Gelände im Auge, wenn sie langsam wachsende Stolperstellen verursachen, indem sie mit ihren Wurzeln die Gehwegplatten heben.
Schaffen Sie Verantwortlichkeiten: Wer ist dafür zuständig, auf herumliegende Dinge zu achten wie Abfall oder Kabel, Kisten und Werkzeuge?
Ein häufiger Grund für SRS-Unfälle ist auch die ungeeignete Beleuchtung. Nicht immer ist damit zu wenig Beleuchtung gemeint. Auch diffuses Licht, das die Konturen der Treppenstufe verschwimmen lässt, oder blendende Lichtquellen, ein nicht ausgewogenes Verhältnis von Licht, Kontrast, Farbe und Reflexion können ursächlich für das Stolpern und Fallen sein. Zudem gilt: Der Arbeitgeber ist in der Pflicht, wenn es um ungünstig platzierte Lichtschalter oder schlecht gewartete Bewegungsmelder geht. Deshalb bitten Sie Ihre Mitarbeiter, Sie auf solche Mängel hinzuweisen – im eigenen Interesse.
Das Schuhwerk ist nicht selten ebenfalls ein Grund für Unfälle. Das passiert beispielsweise, wenn Schuhe mit falscher Sohle oder unbequemem Fußbett, zu hohen Absätze oder abgelaufene Profile getragen werden oder der Schuh an Fett- und Ölverschmutzungen abrutscht.
Weitere Gefahrenquellen ist die falsche Reinigung der Böden oder schlicht die Reinigungszeit während der Arbeitszeit.
Nicht zuletzt sind auch die Mitarbeiter dafür zu sensibilisieren, sich aufmerksam zu bewegen. Besonders, wenn sie beispielsweise Lasten mit beiden Händen oder Gegenstände tragen, die die Sicht behindern.

Die Persönliche Schutzausrüstung allein reicht nicht

Quelle: Petra Bork  / pixelio.de

Quelle: Petra Bork / pixelio.de

Auf den meisten Baustellen und in einem Großteil der deutschen Betriebe ist es mittlerweile selbstverständlich, dass die Mitarbeiter persönliche Schutzausrüstungen (PSA) nutzen. Das allein sorgt auf jedem Fall für Pluspunkte bei den überraschenden Besuch der Kontrolleure der Berufsgenossenschaft oder Arbeitsschutzbehörde. Noch besser sind Sie vorbereitet, wenn Sie dokumentiert haben, wie umfangreich Sie Ihre Mitarbeiter in Sachen PSA unterweisen.

Dokumentieren Sie, auf welche Art Sie die Notwendigkeit des Tragens von PSA festlegen, etwa im Rahmen der Gefährdungsbeurteilung. Ermitteln Sie mit ihrer Hilfe, bei welchen Tätigkeiten Ihre Mitarbeiter welche PSA-Komponenten tragen müssen und kennzeichnen Sie alle Arbeitsbereiche, in denen PSA-Tragegebote herrschen, durch entsprechende Gebotszeichen. Dokumentieren Sie die Schulungen und Unterweisung ihrer Mitarbeiter bezüglich des Tragens und Benutzen der PSA-Komponenten, die vorgeschrieben sind. Das Anlegen und Verwenden von PSA zum Schutz gegen tödliche Gefahren, wie beispielsweise Atemschutz oder Absturzsicherung, sollten Sie regelmäßig bzw. bei Bedarf einüben lassen.

Stellen Sie sicher, dass durch die Verwendung einer PSA-Komponente keine neue Gefährdung entsteht. So können beispielsweise beim Tragen von Gehörschutz akustische Warnsignale überhört werden oder optische Signale werden beim Tragen einer Schutzbrille übersehen. In solchen Fällen ist das Unternehmen gefordert, Abhilfe für mehr Sicherheit zu schaffen, indem alternative Warnsignale eingerichtet werden.

Unternehmen sollten beim Einkauf von PSA-Produkten nicht allein auf den Preis achten. Wichtiger ist die Anschaffung von hochwertigen Produkten mit langer Haltbarkeit und hohen Tragekomfort. Lange Haltbarkeit ist nicht selten auch ein Pluspunkt, der sich wirtschaftlich rechnet, wie auch bequeme und funktionelle PSA die Produktivität fördert. Zu jedem PSA-Element gehört eine schriftliche Benutzerinformation des Herstellers, die den Mitarbeitern zur Verfügung gestellt werden muss. Die Produkte sollten die CE-Kennzeichnung aufweisen. Bei PSA der Kategorie III ist zusätzlich die Kennnummer der mit der Qualitätssicherung beauftragten, zugelassenen Stelle notwendig.

Je nach PSA ist es erforderlich, entsprechende Betriebsanweisungen zu erstellen. In diesen wird beispielsweise darüber informiert, welche Verfallsdauer und Tragezeitbegrenzung die PSA-Elemente haben, wo und wie die Mitarbeiter ihre PSA aufbewahren müssen, und welche Pflegemaßnahmen unter Umständen erforderlich sind.

Dokumentieren Sie für die Kontrollbehörden wie die regelmäßige Instandsetzung und Wartung der PSA organisiert ist. Stellen Sie sicher, dass Ihre Mitarbeiter wissen, dass sie die PSA vor der Nutzung auf äußerlich sichtbare Mängel zu prüfen haben und defekte oder beschädigte PSA nicht weiter benutzen dürfen. Regeln Sie das Aussortieren und die Entsorgung oder Reparatur verschlissener oder beschädigte PSA-Teile und klären Sie Ihre Mitarbeiter darüber auf, wo und auf welche Weise sie Ersatz erhalten können. Denken Sie daran, dass auch Praktikanten, Aushilfen, Ferienjobber und Zeitarbeiter eine persönliche Schutzausrüstungen benötigen. Vergessen Sie bitte auch nicht, für Besucher Schutzkleidung bereitzuhalten, sofern damit zu rechnen ist, dass sie entsprechende Betriebsbereiche mit PSA-Tragpflichten betreten.

Gegenüber den Kontrollbehörden können Sie zudem darlegen, auf welche Art Sie Ihre Beschäftigten beim Auswählen von PSA-Komponenten mit einbeziehen. Das erhöht die Trageakzeptanz bei den Mitarbeitern, ebenso wie es das konsequente Anmahnen tut, wenn Tragegebote nicht befolgt wurden. Stellen Sie klar, welche Konsequenzen das strikte Verweigern der vorgeschriebenen PSA hat, die von disziplinarischen Konsequenzen und Entzug von Vergünstigungen über Verwarnung und Verweis bis hin zur Kündigung reichen können.

Legen Sie vor den Kontrolleuren auch dar, welche Regelung Sie mit dem Sicherheitsverantwortlichen und dem Betriebsrat bezüglich dieser Konsequenzen getroffen haben.

Gehen Sie mit gutem Beispiel voran und tragen Sie auch als Führungskraft eine PSA, wenn das Betriebsbereiche betreten, in denen sie erforderlich ist – und das nicht nur beim Kontrollgang mit den Behörden.

Checkliste: Was gehört in einen Erste-Hilfe-Raum?

Erste Hilfe

Foto: Wiki Commons/Rieschl

Jedes Unternehmen muss zumindest einen Verbandskasten mit Erste-Hilfe-Material bereit stellen. In größeren Betrieben sind zudem auch Erste-Hilfe-Räume erforderlich.  Unabhängig von dem Gewerbszweig, der Art der Tätigkeit und dem betrieblichen Unfallgeschehen müssen

  • Betriebe, in denen mehr als 1000 Versicherte beschäftigt sind
  • aber auch schon Betriebe mit mehr als 100 Versicherten, wenn Art, Schwere und Zahl der Unfälle es erfordern
  • sowie Baustellen mit mehr als 50 Versicherten

laut § 25 Abs. 4 BGV/GUV-V A1 einen Erste-Hilfe-Raum oder etwas vergleichbares haben.

Erste-Hilfe-Räume müssen entsprechend der Gefährdungsbeurteilung geeignet ausgestattet sein. Beispiele zur Ausstattung sind im Anhang 2 der Information “Erste Hilfe im Betrieb” (BGI/GUV-I 509) sowie in der Technischen Regel für Arbeitsstätten A 4.3 “Erste-Hilfe-Räume, Mittel und Einrichtungen zur Ersten Hilfe” enthalten.

Für die Grundausstattung haben wir eine Checkliste zum Download als PDF für Sie bereit gestellt.

Sie sollte den spezifischen Anforderungen weiter angepasst werden. So genügend in manchen Betrieben die Medikamente, die auch in einer normalen Hausapotheke zu finden sein sollten, also Kohletabletten, Kopfschmerzmittel, Sprühpflaster, Brandsalbe, etc., während in anderen zusätzliche Mittel notwendig sind.

Handlungshilfe für Betriebs- und Personalräte

Jeder dritte Mensch in Deutschland erleidet im Laufe seines Lebens eine behandlungsbedürftige psychische Erkrankung. Dabei zählen depressive Erkrankungen und Angststörungen zu den häufigsten Krankheitsbildern. Ob es eine tatsächliche Zunahme der Krankheitsfälle gibt oder ob sie lediglich besser und schneller erkannt werden sei dahingestellt.
Tatsache ist: Für Unternehmen wird die psychische Gesundheit zunehmend ein wichtigeres Thema. In der Verantwortung des Arbeitgebers liegt es, dafür zu sorgen, dass Arbeit nicht krank macht – weder körperlich noch psychisch. Dies sollte auch aus eigenem Interesse sein Anliegen sein, denn Arbeitnehmer, die sich wohlfühlen und gerne arbeiten, sind ein auch wirtschaftlich relevanter Gewinn.
Um Betriebs- und Personalräte dabei zu unterstützen, mit psychischen Erkrankungen umzugehen. Die Broschüre wurde von den Beteiligten des Projektes “Psychische Gesundheit in der Arbeitswelt – psyGA” entwickelt und der von Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin herausgegeben. Sie liefert Daten und Fakten, zeigt rechtliche Optionen auf, benennt aber auch die Grenze der Zuständigkeit. Wer weiterführende Informationen, Handlungshilfen und Checklisten benötigt, bekommt in der Broschüre nützliche Hinweise.
Download der Broschüre auf der Seite der INQA (Initiative Neue Qualität der Arbeit) als PDF (919kB)

Checkliste: Arbeitgeber-Leitfaden für ein Gespräch zum Thema Alkohol

Besteht bei einem Mitarbeiter der begründete oder vermutete Verdacht, dass er ein Alkoholproblem hat,  sollte der Vorgesetzte ein vertrauliches und offenes Gespräch mit dem Betroffenen suchen. Ohne Vorwürfe und Moralpredigten, aber mit dem Angebot, Hilfe zur Selbsthilfe zu geben.

Bleiben Sie sachlich: Welche Indizien gibt es, welche Beobachten untermauern Ihren Verdacht? Welche Konsequenzen hat Alkoholmissbrauch für die Arbeit und welche Konsequenzen müssen Sie ziehen, wenn Hilfsangebote nicht angenommen werden?

Mit unserer Checkliste können Sie das Gespräch vorbereiten und dokumentieren: kostenloser Download der Checkliste als PDF, 30 kb