Symptome für einen Burnout

Quelle: Joshua_seajw92/Pixabay

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Achten Sie am Arbeitsplatz darauf, ob Ihnen folgende Symptome auffallen. Eine Früherkennung kann dazu führen, dass sich das Burnout-Syndrom nicht weiterentwickelt, sofern ein Facharzt aufgesucht wird.

Hier lesen Sie mehr über die Ursachen eines Burnouts.

Phasen

Der Verlauf der Krankheit gestaltet sich in Phasen. Dabei handelt es sich um vier Phasen, die wie folgt unterteilt werden:

  • Erschöpfung und Unzufriedenheit
  • Selbstzweifel und niedriger Arbeitseifer
  • Gleichgültigkeit gegenüber Arbeit und Menschen
  • Depression und Verzweiflung

Diagnose stellen

Eine Burnout-Diagnose kann nur von fachkompetenten Ärzten und Psychologen erstellt werden. Es ist wichtig, dass nicht nur Sie, sondern auch Kollegen und weitere Verantwortliche die Anzeichen erkennen. Dies ist nicht einfach, da Burnout eine schleichende Krankheit ist. Durch den sozialen Kontakt zu Ihren Mitarbeitern und Kollegen kommen etwaige Anzeichen jedoch ans Licht. Auch der Betriebsarzt, Vorgesetzte und Fachkräfte können bei Untersuchungen auf das Verhalten eines möglich Betroffenen achten.

Merkmale körperlicher Erschöpfung

  • Mangelnde Energie
  • Permanente Müdigkeit
  • Verspannte Muskulatur
  • Kopf- und Rückenschmerzen
  • Magen-/Darmbeschwerden
  • Schlafstörungen
  • Niedergeschlagenheit
  • Hilflosigkeit
  • Hoffnungslosigkeit
  • Leere und Verzweiflung
  • Entmutigung und Minderwertigkeit
  • Negative Einstellung zu sich selbst, zur Arbeit und zum Leben
  • Verlust der Selbstachtung
  • Gefühl der Unzulänglichkeit
  • Gefühl der Minderwertigkeit

Merkmale emotionaler Erschöpfung

  • Niedergeschlagenheit
  • Hilflosigkeit
  • Hoffnungslosigkeit
  • Leere und Verzweiflung
  • Entmutigung und Minderwertigkeit

Merkmale mentaler Erschöpfung

  • Negative Einstellung zu sich selbst, zur Arbeit und zum Leben
  • Verlust der Selbstachtung
  • Gefühl der Unzulänglichkeit
  • Gefühl der Minderwertigkeit

Überlastung erkennen

Diese Anzeichen symbolisieren, dass eine Belastung zu lange anhält und Ihre Mitarbeiter überfordern.

  • Veränderte Essgewohnheit
  • Sichtbare Gewichtszu- oder -abnahme
  • Erhöhte Anfälligkeit für Infektionen
  • Vermehrter Alkohol- oder Medikamentenkonsum
  • Fehlende Kontrolle von Emotionen
  • Reizbarkeit
  • Vereinsamung
  • Lustlosigkeit
  • Zynismus, Verachtung, Aggressivität
  • Verlust der Kontaktbereitschaft

Was bedeutet Burnout für Sie und Ihre Arbeitswelt?

Burnout wird zweifelsohne in der Arbeitswelt geprägt und ist eine typische Berufskrankheit. Ein Mitarbeiter, der unter Burnout leidet, mindert seine Leistung und kann berufsunfähig werden. Was können Arbeitsmediziner, Führungskräfte tun, damit Burnout vermieden werden kann?

Arbeitsmediziner

Burnout kann zu Personalmangel, Produktionsausfallkosten und Folgekosten für Behandlungen führen. Arbeitsmediziner sollten hier eng mit Psychologen arbeiten und vielfältige Maßnahmen im Unternehmen installieren. Sorgen Sie zusammen mit Ihren Verantwortlichen für gute Arbeitsbedingungen und den selbstverantwortlichen Umgang mit sich selbst. Schulen Sie alle Personalebenen in Ihrem Unternehmen. Jeder Mitarbeiter sollte über dieses Thema informiert werden.

Prävention und Rehabilitation

Prävention ist körperlich wie seelisch eine wichtige Angelegenheit. Sport- und Bewegungsangebote können Berufskrankheiten verringern und vorbeugen. Burnout-Patienten sollten mit Körpertherapien, Entspannungsmethoden, Erholung, sportliche Aktivität und Psychotherapie behandelt werden. Bei frühen Anzeichen kann eine Veränderung der Arbeitsbedingungen bereits ausreichen, um Burnout zu vermeiden.

Nicht zu unterschätzen: Das Burnout-Syndrom

Quelle: Geralt/Pixabay

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Jeder Arbeitgeber kennt es und jeder hofft, niemanden im eigenen Unternehmen zu haben, den es betrifft: Burnout.

Das Burnout-Syndrom ist eine Krankheit, die nicht unterschätzt werden darf. Sie bezeichnet einen Zustand der körperlichen und emotionalen Erschöpfung in extremer Ausführung, ausgelöst durch Faktoren wie beispielsweise übergroße Stressbelastung (beruflich und/oder privat), Überforderung durch zu hohe Arbeitsbelastung, ausgeprägter Perfektionismus, hoher Leistungsdruck – die Auslöser sind so vielfältig wie die Menschen, die darunter ein Burn-out-Syndrom entwickeln. Frauen und Männer aus allen sozialen Schichten werden gleichermaßen vom Burnout-Syndrom erfasst.

Achten Sie auf Ihre Mitarbeiter, um Burnout zu vermeiden. In diesem Blogbeitrag erfahren Sie, was mögliche Ursachen für ein Burnout-Syndrom sein können. Lesen Sie hier weiter, wenn Sie mehr zu den Symptomen erfahren möchten.

Das Rechtliche

Das Burnout-Syndrom finden Sie in der ICD-10 im Kapitel XXI. ICD steht für Internationale Statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme. Das Kapitel XXI behandelt Faktoren, die u. a. den Gesundheitszustand beeinflussen. In diesem Kapitel steht Burnout unter Z73, den Problemen, die Schwierigkeiten bei der Lebensbewältigung hervorrufen.

Das erste Mal als Berufskrankheit anerkannt wurde das Burnout-Syndrom 2006. Der Fall geht zurück auf einen Manager, der Berufsunfähigkeitsrente eingeklagt hatte, nachdem er seinen Beruf nach einem Zusammenbruch aufgab. Dazu hatten ihm Fachärzte geraten (LG München, Urteil v. 22.03.2006, Az. 25 0 19798/03).

Ursachenklärung

Halten Sie sich vor Augen, dass nicht Sie an dem Burnout eines Mitarbeiters verantwortlich sind. Dennoch ist es ratsam, zu wissen, woher das Syndrom kommen kann. Dazu zählen einerseits äußere und andererseits innere Faktoren.

Äußere Faktoren

Zu den äußeren Faktoren zählen vor allem Änderungen in der Arbeitswelt. Globalisierung, alternde Erwerbsbevölkerung und Auslagerung von Betriebsfunktionen tragen hier wesentlich zu Veränderungen bei, die sich auf die Einzelperson auswirken.

Arbeitszeiten, Mehrarbeit, Konkurrenzdruck und Bereitschaftsdienst (temporär oder dauerhaft) sind wichtig für Ihr Unternehmen und fordern Ihre Mitarbeiter. Diese und weitere Faktoren, wie zum Beispiel höhere Flexibilität und Mobilität belasten körperlich und seelisch.

Innere Faktoren

Innere Faktoren sind individuell geprägt. Die Einstellung eines Mitarbeiters zur Arbeitsbelastung, Motivation oder Leistungsbereitschaft kann variieren und sich ständig ändern. Ausschlaggebend sind hier vor allem persönliche Erfahrungen und erlernte Verhaltensmuster. Die Spanne zwischen Engagement und Überlastung/Überforderung ist sehr gering.

Fällt Ihnen auf, dass ein Mitarbeiter übertrieben perfekt, idealistisch und ehrgeizig ist, kann dies zu einem Gesundheitsrisiko werden. Auch Mitarbeiter, denen Neinsagen schwerfällt, sind potenziell gefährdet.

Abschalten ist wichtig

Stress ist ein Faktor, der sich fast immer bewältigen lässt. Dennoch: Wenn persönliche Disposition und schlechte Arbeitsbedingungen aufeinandertreffen, kann sich ein Burnout-Syndrom entwickeln. Meist geschieht dies in Phasen über Wochen oder Jahre hinweg. Achten Sie darauf, ob Mitarbeiter soziale Kontakte entwickeln. Ein Vernachlässigen von sozialen Kontakten kann die Entwicklung des Syndroms beeinflussen. Haben Mitarbeiter das Gefühl, weder tags noch nachts abschalten zu können, nimmt die Krankheit bereits ihren Lauf.

Woran Sie erkennen können, ob ein Mitarbeiter möglicherweise gefährdet ist, lesen Sie hier.