Rückenfreundliche Sonderausstellung der DASA

Ausstellungsmacherin Nancy Drechler mit einem rückenfreundlichen Besen. Quelle: DASA

Ausstellungsmacherin Nancy Drechler mit einem rückenfreundlichen Besen. Quelle: DASA

Die DASA Arbeitswelt Ausstellung in Dortmund widmet dem Rücken eine Sonderausstellung. Unter dem Titel “Back to Balance” führt sie den Besuchern bis zum 26. Mai 2013 das komplexe Zusammenspiel von Wirbeln, Muskeln und Nerven vor Augen. Ob und wie die zur Volkskrankheit erklärten Rückenleiden mit der Arbeit oder der Evolution zusammenhängen, woher die Schmerzen kommen, was eigentlich weh tut und wie man es am besten gar nicht erst soweit kommen lässt, erklärt die interaktiv angelegte und rund 300 Quadratmeter große Schau.
Zu sehen sind auch viele ungewöhnliche Objekte, die dem Rücken die Arbeit erleichtern. Die Ausstellung zeigt zudem Risiken in ausgewählten Berufszweigen und im Alltag auf und durchdenkt Lösungsansätze.

Als Arbeitswelt Ausstellung legt die DASA einen Schwerpunkt auf die Belastungen bei Büroarbeit, Berufskraftfahrern und in der Pflege. In diesem Zusammenhang geht es auch um Arbeitserleichterungen. So kann das Publikum auf zwei LKW-Sitzen Platz nehmen und nach der Sitzprobe entscheiden, welcher Sitz sich rückenfreundlich anfühlt.

Die Ausstellung ist eine Wanderausstellung in Kooperation mit der Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW) und als Wanderausstellung konzipiert worden. Ein Rahmenprogramm mit Familientagen und Vorträgen ergänzt die Schau.

Laufzeit
ab sofort bis 26. Mai 2013

Ort
DASA Arbeitswelt Ausstellung
Friedrich-Henkel-Weg 1-25
44149 Dortmund

Öffnungszeiten
Dienstag – Freitag 9.00 – 17.00 Uhr
Samstag und Sonn- und Feiertag 10.00 – 18.00 Uhr

Informationen:
Besucherservice: 0231 9071 2645
besucherdienst-dasa@baua.bund.de
www.dasa-dortmund.de

Whitepaper: Wirtschaftlichkeit von Gesundheit und Sicherheit

Unter dem Titel “Sicherheit, die sich lohnt” bietet die HIRAcon Unternehmensgruppe ein informatives Whitepaper zum kostenlosen Download an.

Als elfseitige Informationsschrift befasst es sich mit dem Aspekt der Wirtschaftlichkeit von Gesundheit und Sicherheit in kleine und mittleren Betrieben.

Ein Weg, um die Innovationskraft und Leistungsfähigkeit der Mitarbeiter zu erhalten, ist die Stärkung von Gesundheit und Sicherheit. Wer diese Aspekte fördert, verbessert die Qualität der Arbeit, denn er tut etwas für die körperliche und seelische Unversehrtheit seiner Mitarbeiter. Er bringt damit aktiv etwas ein, um im regionalen, nationalen oder globalen Vergleich wettbewerbsfähig zu bleiben.

Als Experten im Arbeitsschutz mit mehr als 15 Jahren Erfahrung wollen wir uns auf den folgenden Seiten vor allem dem Thema widmen, welche wirtschaftliche Komponente der Gesundheits- und Arbeitsschutz für kleine und mittelständische Unternehmen hat. Wir möchten Ihnen zudem aufzeigen, mit welchen Methoden Sie einen Überblick über Kosten und Nutzen der gesundheits- und sicherheitsfördernden Maßnahmen bekommen.

Ihr Arbeitsschutz-Team der HIRAcon-Gruppe

Peter Hink, Uwe Rau und Karl Stopka

(Geschäftsleitung)

Gerne dürfen Sie es herunterladen, ausdrucken oder auch unter Angabe der Quelle weiterversenden.

Whitepaper “Sicherheit, die sich lohnt”, 11 Seiten, kostenloser Download als PDF

 

 

Gesund durch die Schicht

Quelle: Dietmar Meinert  / pixelio.de

Foto: Dietmar Meinert / pixelio.de

Schichtarbeit und unregelmäßige Arbeitszeiten belasten den Organismus. Wie sehr das Leben gegen den biologischen Rhythmus den Körper, aber auch die Seele und das soziale Umfeld beeinträchtigen, wird oft unterschätzt.

Notwendig ist Schichtarbeit in vielen Branchen dennoch und so gilt es, die Belastungen für die Schichtarbeiter möglichst gering zu halten. Angepasste Ernährung, guter Schlaf und medizinische Prophylaxe gehören zu den wichtigsten Tipps für mehr Gesundheit, seelische Balance und Leistungsfähigkeit.

Angepasste Ernährung

Auch wenn es in der Schicht und an der Arbeit schwer fällt, ist es wichtig, auf gesunde Ernährung zu achten und die Mahlzeiten möglichst an die biologische Uhr anzupassen.

Das heißt:

Hauptmahlzeiten immer zur gleichen Uhrzeit zu sich nehmen und feste Essenszeiten einhalten.

Eiweißreiche und fettarme Kost mit komplexen Kohlenhydraten bevorzugen, zum Beispiel kein Weißbrot, kein Zucker, zuckerfreies Müsli mit hohem Haferanteil, fettarm belegtes Vollkornbrot. Zucker und Süßigkeiten dagegen bringen nur kurz einen Energieschub, gefolgt von größerer Müdigkeit.

Essen Sie möglichst keine Fertigprodukte, denn sie enthalten oft Hefe-Extrakt, Geschmacksverstärker, zu viele Kalorien und zu viel Fett – alles Dinge, die den Körper belasten.

Bevorzugen Sie während der Nachtschicht leicht verdauliche Lebensmittel in kleinen Portionen.

Trinken Sie ausreichend, am besten Mineralwasser, Saftschorlen oder ungesüßten Kräutertee. Cola, Energydrinks und zu viel Kaffee dagegen führen zu Unruhe und Schlafstörungen und beeinträchtigen den Körper noch 8 bis 14 Stunden später.

Nutzen Sie Alkohol nicht als Einschlafhilfe.

Guter Schlaf

Tief und ausreichend lang sollte er sein, der gute Schlaf. Ob sechs, acht oder zehn Stunden hängt von den persönlichen Bedürfnissen ab. Bekommt man ihn aber nicht, den guten Schlaf, ist es mit der körperlichen und geistigen Fitness schnell vorbei.

Schichtarbeiter leiden besonders häufig unter Schlafstörungen, deswegen ist es bei ihnen besonders wichtig, auf eine gesunde Schlafhygiene zu achten, sprich ein positives Umfeld und schlaffördernde Bedingungen zu schaffen.

In den Stunden vor dem Schlafengehen sollten Alkohol und Zigaretten gemieden werden, sie beeinträchtigen die Schlafqualität.

Wachmacher wie Kaffee, koffeinhaltige Softdrinks, Energydrinks und auch schwarzer Tee können noch 8 bis 14 Stunden nach dem Genuss Auswirkungen auf den Schlaf haben.

Essen Sie keine größeren Mahlzeiten mehr, sondern lieber einen kleinen Snack, am besten mit oder aus Milch, ein paar Cashew-Kerne oder mageres Hähnchenbrustfilet – das darin enthaltene L-Trytophan fördert den Schlaf. Damit der Körper das L-Trytophan aufnehmen kann, braucht er etwas Zucker – deswegen wirkt Milch mit Honig so gut.

Sport fördert die körperliche und seelische Balance, ist allerdings wenig Stunden vor dem Schlafengehen tabu.

Schaffen Sie sich ein Schlafritual. Etwa ein paar Seiten in einem entspannenden Buch lesen, ruhige Musik hören, Entspannungsübungen, eine Traumreise oder auch mit der Katze schmusen – je nachdem, was Sie entspannt, was Ihnen liegt und was gefällt.

Das Schlafzimmer

Schalten Sie die Lichtquellen aus, am besten auch die Stand-by-LEDs der elektrischen Geräte oder nutzen Sie eine Schlafbrille.

Ohrstöpsel schützen vor störenden Geräuschen, die vor allem tagsüber den Schlaf rauben.

Die Raumtemperatur sollte nicht über 18 Grad liegen, die Bettdecke der Jahreszeit angepasst sein.

Öffnen Sie vor dem Schlafengehen 10 Minuten das Fenster zum Lüften.

Vermeiden Sie helles Licht und sehen Sie nicht zum Wecker, wenn Sie verfrüht aufwachen.

Legen Sie sich nur zum Schlafen ins Bett, nicht zum Fernsehen, längerem Lesen oder Surfen im Internet. Ebenso sollten das Sofa oder der Fernsehsessel nicht zum Schlafen genutzt werden.

Medizinische Vorsorge

Länger anhaltende Einschlaf- und Durchschlafschwierigkeiten sollten Sie mit Ihrem Arzt besprechen. Sie sind nichts, was man selbst mit Schlafmitteln behandeln kann.

Arbeitsmediziner empfehlen Schichtarbeitern nach der Nachschicht zwei Schlafphasen anzustreben. Die erste sollte direkt nach der Schicht genutzt werden, eine zweite sollte nachmittags bis in den frühen Abend andauern.

Schicht- und Nachtarbeiter haben zudem ein Recht auf spezifische, arbeitsmedizinische Vorsorgeuntersuchungen. Wer mindestens 48 Tage im Kalender im Schicht- oder Nachtdienst arbeitet, kann sich alle drei Jahre (ab dem 50. Lebensjahr jährlich) auf Kosten des Arbeitsgebers untersuchen lassen.

Monotonie macht Schmerz

Etwas mehr Bewegung statt monotones Sitzen: Aufstehen beim Abheften. Quelle: Paul-Georg Meister  / pixelio.de

Etwas mehr Bewegung statt monotones Sitzen: Aufstehen beim Abheften. Foto: Paul-Georg Meister / pixelio.de

Verspannungen und Schmerzen in Rücken, Schultern und Armen resultieren oft aus zu langem Sitzen am Arbeitsplatz und monotonen Bewegungsabläufen. Durch ergonomische Einrichtung des Schreibtischplatzes und präventive Verhaltensänderungen lässt sich der Arbeitsalltag dagegen entspannt und zudem effizienter bewältigen.

Ergonomischer Arbeitsplatz

Der Arbeitsplatz sollte nach ergonomischen Maßstäben eingerichtet und auf seinen Nutzer individuell einstellbar sein. Wichtig ist beispielsweise, dass der Bürostuhl sich auf die Körpergröße einstellen lässt, damit die ideale Sitzposition möglich ist. Sie sorgt für einen geraden Rücken ohne hängende Schultern und einen guten Durchfluss für die Durchblutung von Beinen und Rücken. Empfohlen wird, dass die Unterschenkel rechtwinklig zum Oberschenkel (Knie in 90°-Winkel) gebeugt und die Füße komplett auf dem Boden abgestellt werden können. Auch die Ellenbogen sollen einen Winkel von 90° aufweisen, die Handgelenke liegen auf der Tischplatte locker auf. Eventuell ist es notwendig, den Bildschirm etwas höher zu platzieren, denn sein oberer Rand sollte etwa auf Höhe der Augen liegen. Der Monitor steht in 45 bis 70 cm Entfernung (ebenso wie die Tastatur) und ist leicht nach hinten geneigt.

Der Bürostuhl sollte Rollen haben und Stützen für den unteren Rücken sowie verstellbare Armlehnen.

Ergonomische Peripherie

Tastatur und Maus sollten im Idealfall auch ergonomisch geformt sein, um eine unnatürliche Haltung der Arme, Hände und Schultern zu vermeiden. Dafür eignen sich beispielsweise zweigeteilte Tastaturen. Bei den Mäusen gilt es auszuprobieren, ob beispielsweise ein Trackball oder eine andere Mausform am ehesten dem Nutzerverhalten und -Anspruch entspricht. Bei der Trackball-Maus etwa wird nicht mehr die Maus angehoben und geschoben, sondern mit dem Daumen oder einem anderen Finger die Kursorbewegung gesteuert. Andere Mäuse ähneln einem Joystick oder werden wie ein Stift auf einer kleinen Tafel geführt. Letztere Variante ist vor allem in den grafischen Berufen beliebt.

Wer vor allem Beschwerden im Schulterbereich hat, sollte Gelpads ausprobieren, auf denen die Handgelenke beim Schreiben und der Maussteuerung abgelegt werden können.

Dynamisches Sitzen

So wichtig die ideale Sitzposition auch ist: Wer sich zwingt, allzu lange in gleicher Position zu verharren, schadet sich. Die Durchblutung, die Muskeln und auch die Konzentration profitieren davon, wenn man seine Sitzhaltung hin und wieder ändert.

Am gesündesten gelingt dies mit einer Steh-Sitz-Kombination, die sich mit wenigen Handgriffen vom Sitzplatz zum Stehpult umfunktionieren lässt.

Zwischendurch: Bewegung

Kurze Übungen zum Lockern der Muskeln, Entsteifen der Gelenke und Förderung der Durchblutung sollten einen festen Platz im Arbeitsalltag haben. Sie helfen gegen Verspannungen und beugen Schmerzen vor. Es gibt einige Programme, die daran erinnern, wenn es Zeit für eine Übung ist und Vorschläge für etwas Bewegung machen. Dazu gehört beispielsweise Workrave (Download über die Anbieterseite), das an Klick-Pausen erinnert, um dem Mausarm vorzubeugen.

Ein anderes nützliches Programm ist WorkPace (Download über Netzwelt), dass Übungen in Animationen vorführt und als ”Belastungs-Präventions-Software” wirkt. Eine Kontrolle des Computernutzungsverhaltens und somit Vorbeugung gegen Mausarm und Verspannungen bietet auch RSI-Shield (Download über Netzwelt). RSI steht für Repetitive Strain Injury, den so genannten Mausarm.

Einige Beispiele für Übungen im Büro finden sich beispielsweise hier, aufgelistet von der Zeitschrift Fit for fun, oder auch auf zahlreichen Internetseiten der Krankenkassen.

Pausen machen

Nicht nur die Maushand braucht ab und zu eine Pause, sondern auch der Kopf. Untersuchungen zeigen: Micro- oder Minipausen erhöhen die Leistungsfähigkeit, Konzentration und Innovationskraft, sorgen für neue Kraft und weniger Stresshormone im Blut. Minipausen können beispielsweise nach 15 Minuten konzentrierter Arbeit 15 Sekunden Entspannung sein. Aufstehen, aus dem Fenster sehen, die Augen schweifen lassen, sich strecken.

Das Fokussieren der Augen abwechselnd auf die Ferne und die Nähe hilft nicht nur die Augenmuskeln zu entspannen, sondern beugt auch Kopf- und Nackenschmerzen und Augentrockenheit vor, die durch das Starren auf den Bildschirm entstehen.

Für einen kurzen Moment der Entspannung sorgt auch der Besuch auf der Internetseite donothingfor2minutes.com.

Tippen statt Kreisen

Die Schultern hochgezogen, die Hand kreist einem Adler gleich über der Tastatur, die Finger zur Kralle gekrümmt, bereit zuzuschlagen, wenn der Buchstabe gefunden. Eine einseitige Belastung des Oberkörpers und der Arme ist oft die Folge. Besser: Erlernen des 10-Finger-Systems, um entspannt, schnell und ohne hinzusehen tippen zu können.

Auch online ist das Erlernen möglich mit kostenlosen Programmen wie beispielsweise Tipp10 (Download über Anbieterseite).

Sport und Wellness

Ob Sport zum Auspowern, den Rücken stärkende Gymnastik oder ein Spaziergang an der frischen Luft – Bewegung tut gut und sorgt als Ausgleich zum monotonen Sitzen für Wohlbefinden. Wer bereits unter schmerzhaften Verspannungen leidet, sollte sich zudem in die Hände eines Fachmanns begegeben, beispielsweise beim Physiotherapeuten oder in einer zertifizierten und qualifizierten Massagepraxis.

 

 

In der Enge steckt die Tücke

Das Gefahrenpotenzial in engen Räumen ist besonders hoch.

Foto: Bernd Kasper/pixelio.de

Das Arbeiten in engen Räumen birgt ein vergleichsweise hohes Unfallrisiko. Erstickungen, elektrische Unfälle und Explosionen sind nur einige der Vorkommnisse, die in engen Räumen vermehrt auftreten.
Zu den engen Räumen gehören unter anderem Behälter, Silos, Kessel, Tanks, Kastenträger von Brücken oder Kranen, Hohlräume, fensterlose Räume wie Keller oder Stollen oder Rohrleitungen. Auch Gruben, Schächte, Gräben und Kanäle zählen zu den engen Räumen.
Arbeiten in engen Räumen werden oft an Subunternehmer vergeben. Bei Reinigungsarbeiten oder Konservierungsarbeiten ist das eine gängige Praxis.

Koordinator behält den Überblick

Aus Sicht des Arbeitsschutzes ist deswegen ein besonderes Augenmerk darauf zu legen, welche Gefährdungen entstehen können, wenn mehrere Arbeiter unterschiedlicher Firmen in engen Räumen arbeiten. Auch von Arbeiten in benachbarten Räumen oder an den begrenzenden Bauteilen können Gefährdungen für die Arbeiter in engen Räumen ausgehen.
Zur Absicherung ist es daher immens wichtig, rechtzeitig die Abstimmung aller Beteiligten zu koordinieren. In den Bestimmungen von § 6 Unfallverhütungsvorschrift „Grundsätze der Prävention” (BGV A1) ist daher ausdrücklich festgelegt, dass gleichzeitig mit der Vergabe der Arbeiten eine Person als Koordinator zu bestimmen ist. Diesem Koordinator wird die Aufgabe zuteil, die Arbeitsabläufe der beteiligten Unternehmen so aufeinander abzustimmen, dass eine gegenseitige Gefährdung jederzeit ausgeschlossen ist.
Zusätzlich zu den ohnehin bestehenden Verpflichtungen, die beispielsweise die Unterweisung betreffen, ist es für alle Beteiligten wichtig, den Kontakt zueinander suchen, Absprachen zu treffen, Rücksicht auf die Abläufe und Bedürfnisse der anderen nehmen und sich an Vereinbarungen zu halten.
Damit dies gelingt, sollte dem Koordinator auch die Weisungsbefugnis gegenüber betriebsfremden Personen eingeräumt werden.

Rechtzeitig an die Sicherheit denken

Nicht nur der Auftraggeber, in dessen Unternehmen andere Firmen tätig werden, ist zur Abstimmung verpflichtet. Auch, wer als Auftragnehmer oder als Subunternehmer tätig wird, muss das Gespräch und die Abstimmung suchen.
Für Subunternehmer empfiehlt es sich, Art und Umfang der Arbeiten rechtzeitig vor Beginn dem Hauptunternehmer anzuzeigen. Wichtig ist, alles für die für die Einschätzung der Gefährdung notwendigen Angaben mitzuteilen. Wenn nicht schon geschehen, sollte der Subunternehmer vorschlagen, dass ein Koordinator bestimmt wird.
Die Maßnahmen des Arbeitsschutzes, die beim Arbeiten in engen Räumen zu erfüllen sind, sind in verschiedenen Unfallverhütungsvorschriften und Arbeitsschutzbestimmungen sowie in BG-Regeln, BG-Informationen, Merkblättern und anderen Regeln der Technik, insbesondere DIN-Normen und VDE-Bestimmungen, enthalten.

Aus HDS Akademie wurde HIRAcon Akademie

HIRAcon Akademie

Die HDS Akademie ist seit 2002 ein wichtiges Bildungsunternehmen mit den Schwerpunkten Arbeits-, Brand- und Gesundheitsschutz. Sie hat sich als einer der größten Anbieter von Fachseminaren in den genannten Bereichen auf dem Markt fest etabliert. Im Juni 2012 wurde sie zur HIRAcon Akademie.
Mit der Verschmelzung von HIRAcon und der HDS Akademie möchten die Anbieter  die Abläufe straffen und noch transparenter machen. „Es sind rein organisatorische Veränderungen, das Seminarangebot wird dadurch nicht beeinträchtigt“, versichert der verantwortliche Geschäftsführer Peter Hink. „Ganz im Gegenteil, denn durch die Verschmelzung haben wir zukünftig bessere Möglichkeiten, um neue Ideen zu realisieren.“
Für Teilnehmer und Interessenten an den Seminaren änderte sich – abgesehen vom Namen der Akademie -nichts. Ansprechpartner, Preise, Seminarorte, Dozenten und alles weitere rund um die Seminare, blieben unverändert.

Gewohnte Qualität

Die HIRAcon Akademie bietet weiterhin den gewohnt hohen Standard: „Jeder unserer Trainer und Dozenten ist hochqualifiziert auf seinem Gebiet und langjährig in den entsprechenden Bereichen tätig“, versichert Hink. So ist es ihm auch wichtig, dass alle Seminare von Praktikern konzipiert werden und einem kontinuierlichen Verbesserungsprozess unterliegen.  Seit 2009 ist das Qualitätsmanagementsystem zudem nach den strengen Maßstäben der DQS zertifiziert (DIN ISO 9001).

Die Seminare finden in der Regel im Seminarcenter am Hauptsitz der HIRAcon Gruppe in Neuss am Rhein statt.
Verschiedene Seminare werden jedoch auch bundesweit durchgeführt, regelmäßig in Hamburg, Berlin, Leipzig, Frankfurt, München und Stuttgart. Hinzu kommen Inhouse-Seminare überall im Bundesgebiet sowie in den angrenzenden Ländern.
Die HIRAcon Akademie gehört zu den Bildungsträgern, die entsprechend der Anerkennungs- und Zulassungsverordnung Weiterbildung (AZWV/AZAV) zur Annahme von Bildungsgutscheinen berechtigt sind. Auch Bildungsschecks und die Bildungsprämie können grundsätzlich auch für Weiterbildungsmaßnahmen der HIRAcon Akademie eingelöst werden.

zur HIRAcon Akademie

Weiterbildung und Ausbildung

Das Seminarprogramm für das 1. Halbjahr 2013 steht bereits fest und umfasst unter anderem diese Angebote:

  • Sicherheitsbeauftragter nach SGB VII
  • Nachschulung/Fortbildung für Sicherheitsbeauftragte
  • SiGeKo nach RAB 30, Anlagen B & C
  • Fortbildung SiGeKo: Projektdurchführung anhand von Fallbeispielen
  • SiGeKo nach RAB 30, Anlage C
  • Fachkraft für Arbeitssicherheit & Sicherheits-Koordination (FaSiKo)
  • Aufbaulehrgang Qualifizierung zum “EHS-Manager”
  • Kompaktausbildung zum Explosionsschutzbeauftragten
  • Qualifizierung zum “General Safety Manager”
  • Kompaktseminar Qualifizierung zur Fachkraft für Arbeitssicherheit & Brandschutz
  •  Brandschutzbeauftragter
  •  Praktische Löschübung mit dem Feuerlöscher
  •  Brandschutz- und Evakuierungshelfer
  •  Nachschulung für Brandschutz- und Evakuierungshelfer
  •  Staplerfahrerführerschein
  •  Nachschulung für Staplerfahrer
  •  Rückenschule
  • Vermittlung baufachlicher Grundkenntnisse
  • Sicherer Umgang mit Absturzsicherungen und deren Prüfung

 

Besonderer Schutz für das ungeborene Leben

Wer Mutter wird, trägt im wahrsten Sinne des Wortes eine besondere Verantwortung. Das ungeborene Leben kann durch Einflüsse von außen schwer beeinträchtigt werden, die für erwachsene Menschen nicht oder kaum gefährlich sind.
Das fängt beim Genuss von rohem Fleisch wie etwa Mett an und hört bei Alkohol und Zigaretten noch lange nicht auf.

Wenn sich Nachwuchs ankündigt, hat die Gesundheit des Kindes und der Mutter oberste Priorität.  Quelle: Silke Kaiser  / pixelio.de

Foto: Silke Kaiser / pixelio.de

Während die Schwangere für ihre private Lebensweise selbst für sich und das Ungeborene verantwortlich ist, trägt im Berufsalltag auch der Arbeitgeber eine besondere Sorgfaltspflicht. Die größte Gefahr der Schädigung des Embryos besteht zwischen der 5. und 10. Woche nach der Empfängnis. Deswegen ist es wichtig, dem Arbeitgeber die Schwangerschaft so früh wie möglich mitzuteilen.

Für den Arbeitgeber gilt dann: sofort eine sorgfältige Beurteilung der Arbeitsplatzbedingungen vornehmen. Diese Gefährdungsbeurteilung umfasst jede Tätigkeit der schwangeren und später auch stillenden Mutter. Eine Sicherheitsfachkraft und der Betriebsarzt können den Arbeitgeber dabei unterstützen.

Die Gefährdungsbeurteilung zum Mutterschutz umfasst diese Gefahrenquellen (je nach Art des Betriebs und Tätigkeit können auch noch weitere Punkte hinzukommen):

  • Gefahrstoffe
  • Heben und Tragen von Lasten
  • Schwere körperliche Arbeiten
  • Ständiges Stehen
  • Häufiges Strecken und Beugen
  • Lärm
  • Unfallgefahren
  • Arbeiten im Freien

Gefahrstoffe

Hierzu gehören beispielsweise chemische Stoffe wie Pflanzenschutzmittel. Sie sind mit Warnhinweisen gekennzeichnet, den sogenannte R- und S-Sätzen (Link: http://de.wikipedia.org/wiki/R-_und_S-Sätze) . Mit „R 61“ gekennzeichnete Stoffe beispielsweise können das Kind im Mutterleib schädigen, „R 46“ tragen Stoffe, die vererbbare Schäden verursachen können. Mit solchen Gefahrenstoffen dürfen sowohl schwangere als auch stillende Frauen nur arbeiten, wenn der Grenzwert nicht überschritten und Hautkontakt ausgeschlossen ist. Das muss durch Messungen nachgewiesen werden. Aber auch andere Stoffe wie etwa Gartenerde können für das Ungeborene zu einer Gefahr werden: In Gartenerde wie auch in Tierkot können sich Erreger der Toxoplasmose befinden.

Heben und Tragen von Lasten

Regelmäßig tragen und heben dürfen Schwangere Lasten nur, wenn diese unter fünf Kilogramm schwer sind. Lasten, die zwischen fünf und zehn Kilogramm wiegen, dürfen nur noch gelegentlich gehoben, bewegt oder getragen werden. Werden Häufigkeit oder Kilozahl überschritten, sind mechanische Hilfsmittel unbedingt erforderlich, beispielsweise Rollwagen.

Schwere körperliche Arbeiten

Hier dürfen Schwangere überhaupt nicht eingesetzt werden. Es besteht unter anderem die Gefahr, dass sich durch die Belastung die Plazenta ablöst. Ebenso sind stark belastende Bewegungen, Stöße und Erschütterungen zu vermeiden.

Ständiges Stehen

Arbeiten im Stehen, beispielsweise im Verkauf, sind nach Ablauf des 5. Monats der Schwangerschaft auf höchstens vier Stunden täglich zu beschränken.

Häufiges Strecken und Beugen

Dauerndes Hocken oder Bücken ist ebenso wie häufiges, erhebliches Strecken oder Beugen in der Schwangerschaft problematisch. Unter anderem kann sich somit eine Einschränkungen für bewegungsstarke Berufe wie Sportlehrerinnen oder auch Putz- und Reinigungskräfte ergeben. In anderen Berufsgruppen, etwa am Band, können sich gesundheitliche Gefahren durch anhaltende, einseitige Körperhaltung ergeben.

Lärm

Tätigkeiten in Arbeitsbereichen, in denen Lärm mit einem Schalldruck von über 80 dB(A) auftritt oder impulsartiger Lärm vorkommt, dürfen nur eingeschränkt ausgeübt werden. Eine zeitliche Beschränkung ist hier wichtig, da das Kind im Mutterleib dem Lärm ungeschützt ausgesetzt ist.

Unfallgefahren

Das Tätigkeitsfeld der Schwangeren muss genau auf mögliche Unfallgefahren untersucht werden. So gibt es beim Stehen auf Leitern oder Gerüsten die Gefahr, auszurutschen oder abzustürzen. Auch Schläge oder Stöße, die von Maschinen und Werkzeugen ausgehen können, sind zu erkennen.

Arbeiten im Freien

Extremer Hitze, Kälte oder Nässe dürfen werdende ebenso wie stillende Mütter nicht ausgesetzt sein. Deswegen ist es mitunter erforderlich, sie bei bestimmten Wetterverhältnissen für das Arbeiten im Freien nicht oder nur zeitlich begrenzt einzusetzen.

Arbeiten unter Dauerspannung

Während die Gefahren durch Unfälle bei der Arbeit kontinuierlich zurückgehen, wie beispielsweise der Unfallverhütungsbericht der Bundesregierung darlegt, steigen die psychischen Belastungsfaktoren. Sie gewinnen in der Arbeitswelt zunehmend an Bedeutung, da die Beschäftigten häufiger mit wechselnden Beschäftigungsverhältnissen, erhöhten Qualifikationsanforderungen und ständig sich ändernden Tätigkeitsprofilen konfrontiert werden.

Untersuchungen der Europäischen Kommission haben gezeigt, dass Stress am Arbeitsplatz das zweithäufigste gesundheitliche Problem der Mitarbeiter ist. Betroffen sind 28 Prozent der Beschäftigten. Schätzungen der Europäischen Kommission zufolge entsteht in der Europäischen Union durch stressbedingte Erkrankungen ein Schaden von mehr als 20 Milliarden Euro, verursacht durch Fehlzeiten und Krankheitskosten.

Unsere Checkliste kann helfen, die Anzeichen für psychische Fehlbelastungen der Mitarbeiter zu erkennen.

PDF zum kostenlosen Download: Checkliste psychische Belastungen am Arbeitsplatz

Welche Vorteile hat die Gefährdungsbeurteilung?

Rund 1000 Handlungshilfen für Gefährdungsbeurteilungen gibt es in Deutschland. Sie sollen helfen, die Schutzziele zu erreichen, die gesetzlich formuliert wurden. Da jeder Betrieb anders ist und mitunter Anforderungen an Arbeits- und Gesundheitsschutz stellt, die nicht in Checklisten, Katalogen oder Normen formuliert werden, ist für den Unternehmer oftmals nicht klar, ob er seiner gesetzlichen Pflicht nachkommt.

Verbotsschild

Foto: Moni Sertel / pixelio.de

Die Erfüllung dieser Schutzziele liegen allein in seiner Verantwortung. Das ist die Kehrseite der neuen Rechtsvorschriften, die auf weniger Bürokratie und Deregulierung setzen und bisherige Detailforderungen wie etwa Grenzwerte und Prüffristen durch Zielvorgaben ersetzt haben. Statt konkrete Vorschriften zu geben, fordert der Gesetzgeber Eigenverantwortung.

Das Recht auf Ihrer Seite

In erster Linie bieten eine Gefährdungsbeurteilung und daraus folgende Maßnahmen natürlich mehr Sicherheit für Mensch und Umwelt. Für den Unternehmer bietet sie aber auch Rechtssicherheit. Er kommt seiner gesetzlichen Pflicht nach, indem er die Betriebsorganisation, Sicherheitsorganisation, Gefährdungen und Belastungen dokumentiert. Diese Dokumentation gibt ihm zudem die Möglichkeit, jederzeit die Ergebnisse der Beurteilung den Behörden vorzulegen, falls eine Überprüfung ansteht.

Spätestens wenn trotz aller Vorsicht ein Arbeitsunfall geschieht oder der Verdacht aufkommt, ein Mitarbeiter leide unter einer berufsbedingten Erkrankung, kann der Unternehmer durch die Gefährdungsbeurteilung belegen, welche Arbeits- und Gesundheitsschutzmaßnahmen für die Mitarbeiter und verschiedene Tätigkeit festgelegt wurden. Eventuell gestellten Regressansprüche kann so unter Umständen der Boden entzogen werden.

Die Rechnung geht auf

Gezielte, präventive Vorkehrungen in Sachen Arbeitsschutz lassen den Krankenstand zurückgehen und verringern die Zahl der Unfälle. Das zeigt sich vor allem durch Untersuchungen in großen Unternehmen. Längst ist erkannt, wie viel Arbeitsleistung und somit bares Geld durch Absentismus, das Fernbleiben vom Arbeitsplatz, verloren geht – noch mehr übrigens durch Präsentismus. Präsentismus meint das Erscheinen an der Arbeit trotz Krankheit, etwa aus Angst, die Stelle zu verlieren, aus Pflichtgefühl oder aus Rücksicht auf die Kollegen. Kranke oder fehlende Mitarbeiter sind nicht nur eine Belastung für den Arbeitgeber, sondern auch für die anderen Mitarbeiter, die oft seine Aufgaben mit übernehmen und Leistungsschwächen abfedern müssen.

Auch psychische Belastungen können daher ein Thema im Gesundheitsschutz für die Mitarbeiter sein.

Allerdings entwickeln Arbeitnehmer häufig eine viel höhere Motivation und größere Zufriedenheit, wenn sie feststellen, dass der Arbeitgeber sich um ihre Gesundheit kümmert und sie ihm wichtig ist. Diese Art der Wertschätzung zahlt sich aus.