Wenn von oben nichts Gutes kommt

Quelle: Reisefreiheit_eu/Pixabay

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Arbeiten, die in der Höhe ausgeführt werden, sind besonders anfällig für Arbeitsunfälle. Zum einen besteht die Gefahr, dass der Arbeitende selbst herabstürzt und zum anderen, dass er von herabfallenden Gegenständen getroffen wird. Stürzt Ihr Mitarbeiter von seiner Arbeitsfläche herab, so sind lebensgefährliche Verletzungen als Folge möglich. Achten Sie auf diese Hinweise, um Ihre Mitarbeiter vor einem Absturz zu schützen.

Ständige Sicherung

Besonders Arbeitsplätze und Verkehrswege, die sich

  • z. B. über und an Wasser oder anderen Stoffen befinden
  • oder mehr als einen Meter über dem Boden befinden

brauchen ständige Sicherung. In der Nähe von Wasser oder anderer Stoffe wie Chemikalien oder kleinteiligem Lagergut besteht die Gefahr, dass Ihre Mitarbeiter einsinken. Hier gilt es vor allem einen Absturz Ihrer Mitarbeiter zu verhindern. Auch potentiell herabfallende Gegenstände sind zu sichern.

Dreiteiliger Seitenschutz

Sichern Sie Arbeitende in der Höhe mit Geländern, die mindestens einen Meter hoch sind. Außerdem sind ein Geländeholm, ein Zwischenholm in 0,5 Meter Höhe und ein Bordbrett mit 0,1 Meter Höhe Pflicht zur Sicherung.

Ständige Sicherung nicht möglich?

Arbeitsplatz oder die auszuführende Arbeit selbst lassen sich nicht ständig sichern? Dann sind Fangnetze oder Sicherheitsgeschirre gegen Abstürze heranzuziehen. Herabfallende Gegenstände lassen sich z. B. durch Schutzdächer auffangen.

Tipp

Bei Arbeiten auf Laderampen sind Geländer an Be- und Endladestellen nicht notwendig.

Luken und Öffnungen in Fenster, Wand und Boden

Bei Arbeiten in der Nähe von Fenstern und Wandluken ist zusätzliche Sicherung notwendig. Das gilt bei Luken, die weniger als einen Meter über dem Boden sind. Eine Brustwehr in einem Meter Höhe schafft Abhilfe. Abnehmbare Brustwehren erfordern außerdem lange Handgriffe an beiden Seiten der Luken.

Geländer und Fußleisten sind unverzichtbar, wenn Fenster von Fußebene an bis in das herunter liegende Stockwerk reichen. Das Geländer und die Fußleiste lassen sich am Besten auf einem Zwischenboden befestigen.

Sichern Sie Ihre Mitarbeiter bei Putzarbeiten, die durch die Bauart der Fenster eingeschränkt werden. Bei solchen Arbeiten bieten Auffanggurte genügend Schutz.  Besonders große Außenfester sind unbedingt immer von Gerüsten und Fahrkörben aus zu reinigen.

Flügel und Türen

Hinter Schiebetüren und Fensterflügel lauern Gefahren für Ihre Mitarbeiter. Sorgen Sie dafür, dass diese Fenster und Türen durch Vorrichtungen abgesichert sind, damit sie nicht herunterfallen. Außerdem sind Schiebetüren gegen Herausfallen zu sichern.

Bodenöffnungen

Bodenöffnungen, wie z. B. Fußbodenluken, Treppenöffnungen, Gruben oder Schächte, ohne Sicherung lassen Ihre Mitarbeiter einstürzen. Sorgen Sie dafür, dass diese Öffnungen ständig gesichert sind.

Sicherungen für Bodenöffnungen sind

  • Abdeckungen, die sich nicht verschieben lassen
  • Abnehmbare oder feste Geländer
  • Absperrungen

Luken im Boden sind mit einem Griff zu versehen. Dieser verhindert ein Einklemmen der Finger beim Schließen der Luke.

Dächer

Vor allem Arbeiten auf Dächern sind gefährlich. Häufig fallen Arbeiter wegen unzureichender Sicherungen von Dächern herab. Damit Sie nicht den Absturz Ihres Mitarbeiters verursachen, sorgen Sie für eine ausreichende Sicherung.

Bestimmte Materialien von Dächern sind nicht ausreichend tragfähig, um Ihren Mitarbeitern eine standfeste Unterlage zu bieten. Das bedeutet für Sie

  • Faserzement-Wellplatten und
  • Oberlichter

sind tabu für Ihre Mitarbeiter.

Damit Passanten nicht zusätzlich gefährdet werden, sind Hinweisschilder unabdingbar. Ein stürzender Mitarbeiter ist für Sie Verlust genug, ebenfalls haften Sie für verletzte Passanten.

Damit Passanten auf Arbeiten über ihrem Kopf hingewiesen werden, sind Warnschilder an den jeweiligen Zugangsstellen anzubringen. Oberste Priorität hat jedoch, die Zugangsstellen unter sicherem Verschluss zu halten.

Betreten Ihre Mitarbeiter Dächer immer wieder, sind Laufstege mit Geländer die beste Sicherung. Dies kann z. B. der Fall sein, wenn Ihre Mitarbeiter für die Instandhaltung der Dächer sorgen.

Erst checken, dann arbeiten

Als Vorgesetzter haben Sie die Verantwortung für Ihre Mitarbeiter. Sie müssen dafür sorgen, dass die Sicherungen eingehalten und geprüft werden. Merken Sie sich diese Punkte beim Arbeiten in der Höhe:

  • Ständiger Schutz bei Arbeiten mit oder an Wasser oder anderen Stoffen
  • Dreiteiliger Seitenschutz
  • Geländer und Fußleisten bei Luken und Öffnungen
  • Griffe und feste Geländer bei Bodenöffnungen
  • Warnschilder bei Arbeiten auf Dächern

Betriebsrat und Arbeitsschutz

Quelle: Foto-Rabe/Pixabay

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Ein Betriebsrat strebt mit seinen Rechten, Pflichten und Aufgaben das Ziel an, die Interessen zwischen Mitarbeitern und Arbeitgeber zu wahren und zu kommunizieren. Auch in Sachen Arbeitsschutz hat der Betriebsrat ein bestimmtes Mitspracherecht. Informieren Sie sich über die Rolle des Betriebsrates, wenn es um die Gesundheit und Unversehrtheit Ihrer Mitarbeiter geht.

Rolle des Betriebsrates im Arbeitsschutz

Vor allem bei Präventionen und Vorbeugungen ist der Betriebsrat eine helfende Instanz. Die Mitbestimmung und der Einfluss des Betriebsrates sind weitreichend. Die gesetzlichen Regelungen im Arbeitsschutz sind jedoch nur vage ausformuliert. Daher müssen Sie als Arbeitgeber die Anpassungen im Betrieb vornehmen – in Absprache mit dem Betriebsrat.

Mitbestimmungsrechte

Rechtsgrundlage stellt hier § 87 Abs. 1 Nr. 7 BetrVG dar. Dieser sagt aus, bei Maßnahmen zur Sicherheit und Gesundheit, hat der Betriebsrat mitzubestimmen. Dies gilt auch bei Verhütung von Arbeitsunfällen und Berufskrankheiten oder zur Prävention.

Allerdings haben Sie als Arbeitgeber auch ein Recht: den Spielraum bei der Wahl Ihrer Maßnahmen. Die häufigsten Maßnahmen befassen sich mit den Themen Lärm, Hitze und den Umgang mit gefährlichen Stoffen. Hierbei müssen Sie zusammen mit dem Betriebsrat entscheiden.

Gestaltung des Arbeitsplatzes

Der Betriebsrat hat ebenfalls ein Mitspracherecht, was die Gestaltung des Arbeitslatzes angeht. Das bedeutet, er darf mitbestimmen, wie PC- und Bildschirmarbeitsplätze aussehen. Außerdem darf er Maßnahmen zur Stressbelastung mitbestimmen.

Sollten Maßnahmen von Ihnen als Arbeitgeber nicht formuliert sein, wird der Betriebsrat aktiv. Das heißt, er darf selbst handeln und eigene Maßnahmen bestimmen. Um einen Zwiespalt zwischen Ihnen und Ihrem Betriebsrat zu vermeiden, beraten Sie sich mit ihm über die Maßnahmen.

Betriebsrat und Gefährdungsbeurteilung

Die Gefährdungsbeurteilung ist ein wichtiges Instrument des Arbeitsschutzes. Nach § 5 ArbSchG führen Sie diese durch, um Gefährdungen im Betrieb frühzeitig zu erkennen. Vor allem die physische und psychische Gesundheit Ihrer Mitarbeiter gilt es zu schützen.

Auch hier, bei § 5 ArbSchG, hat der Betriebsrat Mitbestimmungsrecht. Aufgabe des Betriebsrates ist es, die Maßnahmen abzusegnen und die Umsetzung zu gewährleisten. Das bedeutet auch, dass er das Recht nach § 80 BetrVG hat, die Umsetzung zu überwachen.

Hierbei ist es dem Betriebsrat ebenso erlaubt, eine eigene Gefährdungsbeurteilung anzuregen, sollten Sie sich nicht darum bemüht haben.

7 Schritte zur Gefährdungsbeurteilung

  1. Fassen Sie die verschiedenen Arbeitsplätze zusammen, um eine einheitliche Betrachtung von ähnlichen Belastungen zu erhalten.
  2. Erkennen und bewerten Sie die Gefährdungen.
  3. Legen Sie geeignete Gegenmaßnahmen fest und schätzen Sie deren Wirksamkeit ein.
  4. Setzen Sie die Maßnahmen um. Vermeiden Sie eine Erweiterung der Belastung.
  5. Überprüfen Sie die getroffenen Gegenmaßnahmen auf ihre Wirksamkeit.
  6. Überprüfen Sie in regelmäßigen Abständen die Wirksamkeit der Gegenmaßnahmen.
  7. Sie sind dazu verpflichtet, die eingetroffene Gefahr und die dazugehörige Beurteilung nachvollziehbar zu dokumentieren.

Für das Erkennen und Bewerten der Gefahr (Schritt 2), sind folgende Methoden bewährt:

  • Beobachtungsstudien und Messungen
  • Interviews, Fragebögen und Beratungsgespräche durch Ärzte oder Gesundheitsberatern

Überwachung des Arbeitgebers

Vor allem im Arbeitsschutz kommt die, in § 80 BetrVG festgelegte, Kontrollfunktion des Betriebsrates zur Geltung. Hier spielt sie eine wichtige Rolle. Der Betriebsrat stellt sicher, dass Sie als Arbeitgeber alle Arbeitsschutzvorschriften eingehalten haben. Dabei haben Sie eine Art Bringschuld. Das bedeutet, Sie müssen den Betriebsrat über alle Vorgänge informieren und die nötigen Unterlagen vorlegen.

Kommen dem Betriebsrat Anhaltspunkte unter, die eine einzuhaltende Sicherheitsvorschriften nicht zulässt, wird er aktiv. Sind also z. B. Arbeitsplätze nicht gesundheitsgerecht, macht sich der Betriebsrat ein Bild von der Situation. Das heißt, er kommt, auch unangekündigt, vor Ort.

Besichtigungen der Behörde

Bei Besichtigungen und Betriebsbegehungen durch Behörden hat der Betriebsrat vor Ort zu sein. Das gilt besonders für Unfalluntersuchungen. Gibt Ihnen, als Arbeitgeber, eine Behörde bestimmte Auflagen oder Anordnungen, sind Sie wieder in der Bringschuld. Der Betriebsrat muss darüber informiert werden.

Messer, Schere, Gabel, Licht

Quelle: Pexels/Pixabay

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Jeder weiß, wie dieses bekannte Sprichwort weitergeht. Aber selbst Erwachsene erleben es noch häufig genug, dass sich mit dem einfachen Handmesser geschnitten wird. Vor allem in Branchen wie Gastronomie, Lagerlogistik und Einzelhandel kommen Schnitte mit Messern überdurchschnittlich häufig vor. Um selbst den kleinsten Schnitt zu verhindern, lohnt es sich, diese Maßnahmen unbedingt zu beachten.

1.    Geeignete Messer auswählen

Messer ist nicht gleich Messer. Viele Unfälle mit Messern passieren häufig aus dem einfachen Grund, dass für die geplante Schneideaufgabe ein ungeeignetes Messer benutzt wurde. Achten Sie darauf, dass Ihre Mitarbeiter die für Ihre Branche geeigneten Messer auswählen, um Unfällen und Arbeitsunfähigkeit effektiv vorzubeugen.

  • Unfälle, bei denen die Hände von Messergriff auf Schneide abrutschen, verhindern Sie damit, dass ausschließlich Messer mit abrutschsicheren Griffen verwendet werden.
  • Um z. B. Kartons und Folienverpackungen ohne Verletzungen aufzuschneiden, empfiehlt es sich, ein Sicherheitsmesser mit selbsttätiger Klingensicherung zu benutzen. Dieses lässt die Klinge automatisch zurück in die Schutzstellung springen, sobald Sie vom Karton abgelassen haben.
  • Für das Aufschneiden von Brötchen eignen sich z. B. Messer mit einer abgerundeten Spitze. So werden Schnittverletzungen einfach verhindert.

Außerdem gilt: Messer, die am Arbeitsplatz nicht gebraucht werden, gehören auch nicht an den Arbeitsplatz. Sorgen Sie für die geeigneten Werkzeuge am Arbeitsplatz und entfernen Sie Überflüssiges.

2.    Safety first

Stetige Sicherheit im Umgang mit scharfen und spitzen Gegenständen ist das A und O in jeder Branche. Was viele nicht wissen: Stumpfe Messer sind wesentlich gefährlicher als scharfe Messer. Beim Schneiden mit einem stumpfen Messer wird mehr Kraft gebraucht, wodurch die Gefahr unkontrolliert abzurutschen höher ist. Sorgen Sie dafür, dass sich Ihre Mitarbeiter um eine stetige Nachschärfung der Messer bemühen.

In Großbetrieben (z. B. Schlachthöfen) lohnt es sich auch, über zentrale Schleifstationen nachzudenken. Speziell ausgebildete Mitarbeiter geben den Messern einen optimalen, materialsparenden Schliff und tauschen verschlissene gegen neue Messer aus. Idealerweise geschieht das ohnehin regelmäßig.

  • Geeignete Ablagen für die gebrauchten Messer sorgen dafür, dass niemand aus Versehen in ein herumliegendes Messer greift. Ablagen wie Messerblöcke oder Magnetleisten sind hier wichtige Utensilien.
  • Der Umgang mit Messern erfordert ausreichend Platz und genug Beleuchtung.
  • Erleichtern Sie Ihren Mitarbeitern den Griff nach dem richtigen Messer, in dem Sie Grifffarben bestimmten Tätigkeiten zuordnen.
  • Stetige Benutzungs- und Betriebsanweisungen erhöhen die Sicherheit beim Arbeiten mit Messern.
  • Achten Sie auf ausreichende Ruhepausen im Umgang mit Messern. Ablenkung und mangelnde Konzentration sind oft Auslöser von Schnittverletzungen.

Ob nun Messer oder Maschinen gesäubert werden: Nicht selten werden dabei Putzlappen genutzt, die zuvor ein Bad voll brennbaren Flüssigkeiten genossen haben. Danach werden sie häufig in offenen Behältern aufbewahrt. Einerseits führt dies zu Lösemitteldämpfen, die für Sie und Ihre Mitarbeiter gesundheitsschädlich sind. Andererseits kann ein Gas-Luft-Gemisch entstehen, das auch zu Verpuffungen und Explosionen führen kann. Diese drei einfachen Schritte sorgen für Sicherheit am Arbeitsplatz.

  • Gebrauchte Tücher sollten schleunigst aus der Nähe des Arbeitsplatzes entfernt werden
  • Bewahren Sie die gebrauchten Lappen nur in geschlossenen, nicht brennbaren oder schwer entflammbaren Behältern auf
  • Regelmäßige Entleerung der Behälter

3.    Schutzmaßnahmen an Personen

Achten Sie darauf, dass Ihre Mitarbeiter diese Maßnahmen ernst nehmen und sich an die stetigen Instandhaltungen und Sicherheitsvorschriften halten. Unterweisungen in punkto Sicherheit tragen dazu bei, dass Ihre Mitarbeiter im Umgang mit Messern stets sicher arbeiten. Somit werden Schnittverletzungen am Arbeitsplatz entgegengewirkt. Üben Sie z. B. den speziellen Gebrauch von Messern, bspw. den „Krallengriff“, der vor allem Verletzungen der Fingerkuppen verhindert.

Nicht unwichtig ist auch die persönliche Schutzausrüstung Ihrer Mitarbeiter. Sorgen Sie dafür, dass jeder Mitarbeiter beim Umgang mit Messern Schnittschutzhandschuhe trägt um einfachen, kleinen Schnittverletzungen vorzubeugen.

 

 

 

 

Die 12 wichtigsten Pflichtaushänge

Quelle: Barni1/Pixabay

Quelle: Barni1/Pixabay

Bei unseren Rundgängen durch Unternehmen achten wir auch immer darauf, ob die Aushänge aktuell sind. Mit der Verpflichtung, geltende Gesetze und Schutzvorschriften zu veröffentlichen, will der Gesetzgeber sicherstellen, dass jeder Beschäftigte über seine Rechten und Pflichten genau Bescheid weiß. Das heißt auch, dass für Mitarbeiter, die kein Deutsch sprechen, Übersetzungen erforderlich sind.

Wenn Sie Aushänge in den üblichen Sprachen benötigen, sprechen Sie uns gerne an.

Üblicherweise erfolgt ein Aushang am schwarzen Brett oder eine Auslage an einer allgemein zugänglichen Stelle des Betriebes, etwa der Kantine, Aufenthalts- oder Pausenräumen. Bei Heimarbeitern ist der Ausgabeort ihrer Arbeitsmaterialien oder ein ähnlicher Ort die richtige Stelle.
Auch die Bekanntmachung via Intranet ist bei manchen Aushängen möglich, sofern jeder Mitarbeiter einen Zugang zu den elektronischen Medien hat und der Arbeitgeber Vorkehrungen zum Schutz vor Änderungen getroffen hat. Wichtig ist, dass die Mitarbeiter über diese Möglichkeit der Einsichtnahme informiert sind. Was oftmals nicht genügt: das Hinterlegen im Personal- oder Lohnbüro.

Die Pflichtaushänge müssen zudem regelmäßig auf Aktualität geprüft werden.

Selbstverständlich müssen nur die Aushänge gemacht werden, die auch für das Unternehmen relevant sind. Auf der Internetseite der IHK Berlin finden Sie eine Übersicht über die häufigsten Aushänge, welcher Vorschrift sie folgen, wer sie veröffentlichen muss und wie – ohne Anspruch auf Vollständigkeit und rechtliche Gewähr:

  • Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz
  • Arbeitsschutzvorschriften
  • Arbeitszeitgesetz
  • Betriebsvereinbarungen
  • Heimarbeitsgesetz
  • Jugendarbeitsschutzgesetz
  • Ladenschlussgesetz
  • Mutterschutzgesetz
  • Tarifvertragsgesetz
  • Unfallverhütungsvorschriften (UVV)
  • Fünftes Vermögensbildungsgesetz
  • Wahlen

Bereits ab dem ersten Beschäftigten sind bestimmte Gesetze aushangpflichtig. Sie nicht auszuhängen kann als Ordnungswidrigkeit mit einem Bußgeld von bis zu 2.500 € bestraft werden. Gerne beraten wir Unternehmen dazu, welche Aushänge vorgeschrieben sind und wo sich geeignete Stellen für die Veröffentlichung befinden.

TIPP:

Nicht nur die Aushänge bestimmter Gesetze sollten regelmäßig auf ihre aktuelle Fassung geprüft sind. Bei der Gelegenheit bietet es sich an, auch die anderen Aushänge am Schwarzen Brett zu prüfen:

  • Sind die Angaben zu Erste Hilfe noch aktuell?
  • Stimmen Namen, Telefonnummern und Arbeitsort der Ersthelfer?
  • Sind Flucht- und Rettungswegepläne auf dem neueste Stand?
  • Stimmen Namen, Arbeitsplätze, Bürozeiten und Erreichbarkeit der Fachkraft für Arbeitssicherheit und den Sicherheitsbeauftragten noch?

Welche Vorteile bringt Arbeitsschutz Ihrem Unternehmen?

Quelle: Anyusha/Pixabay

Quelle: Anyusha/Pixabay

Sich um Gesundheit und Sicherheit Gedanken zu machen, ist ein Gewinn für jedes Unternehmen. Und zwar nicht nur für die Unternehmen, die Produkte und Dienstleistungen rund um das Thema Arbeitsschutz und Gesundheitsschutz anbieten, sondern in der Tat für jedes Unternehmen.

Die einzelnen Vorteile sind vielschichtig und in ihrer Gesamtheit besonders stark, weil ein Aspekt einen anderen positiv beeinflussen kann.

Reduzierung auf das Restrisiko

Natürlich ist nichts, was man tut, jemals ohne Risiko. Wer einen Beruf ergreift, setzt sich in einem gewissen Maße freiwillig dem Risiko aus, das er mit sich bringt. Es bleibt immer ein Restrisiko, selbst wenn er alle Vorkehrungen getroffen hat, um die Gefahr von Unfällen und Verletzungen zu verringern. Wer in der Formel 1 Rennen fährt, weiß, dass er ein größeres Restrisiko für Verletzungen hat, selbst wenn er stets konzentriert und vernünftig fährt.

Dieses Restrisiko muss der Rennfahrer akzeptieren, sonst muss er seinen feuerfesten Anzug an den Nagel hängen.

Aber: Von niemandem kann verlangt werden, es zu akzeptieren, bei der Arbeit getötet oder schwer verletzt zu werden. Auch wer bereits gesundheitlich beeinträchtigt oder krank ist – zum Beispiel Menschen mit Behinderung oder Einschränkungen – muss keinesfalls akzeptieren, dass sich sein Zustand aufgrund der Arbeit erheblich verschlechtert.

Für ein Unternehmen heißt das: Es hat nicht nur die gesetzliche, sondern auch die moralische Pflicht.

Und diese Pflicht betrifft nicht nur die Mitarbeiter, sondern auch Personengruppen, die nicht auf dem Lohnzettel stehen. Selbst wer seine Mitarbeiter ausreichend informiert, geschult und sensibilisiert hat, sollte Besucher, Kunden oder andere Personen, die mit dem Unternehmen Kontakt kommen, nicht aussparen.

Oftmals wird unterschätzt, wie gut diese Personengruppen von außerhalb die Gefahren im Unternehmen auf dem Gelände einschätzen können. Möglicherweise rechnen sie nicht damit, dass ein Gabelstapler rückwärts auf sie zu fährt, dass sich aus einem Sicherheitsventil plötzlich eine heiße Dampfwolke entlädt oder der Schieferhammer aus dem fünften Stock vom Gerüst auf dem Bürgersteig purzelt.

Mit einem durchdachten Konzept und umsichtigen Planung können Sie Ihre Haftung reduzieren und Ihrer Verantwortung nachkommen.

Planbare Ausgaben

Es mag zunächst verlockend aussehen – vor allem wenn sich ein Unternehmen in der Gründung befindet oder erfreulich wächst – die Kosten für Gesundheit und Sicherheit gering zu halten. Allerdings sind diese Kosten zum einen planbar und zum anderen reduzieren sie die höchst unerfreulichen Mehrkosten, die durch Krankheiten, Unfälle oder sogar Schlimmeres drohen. Ganz abgesehen von den Sanktionen und teils empfindlichen Strafen durch Aufsichtsbehörden.

Wer sich nicht von der Theorie möglicher Unfälle und ihrer Folgen überzeugen lässt, der wird möglicherweise von der Praxis eingeholt.

Denn: Wer nur den materiellen Schaden durch ein Unglück kalkuliert, denkt zu kurz. Zum einen sind immer auch Menschen betroffen, deren Familien und auch Kollegen. Aber auch das Image eines Unternehmens kann durch ein Unglück, das hätte verhindert werden können, erheblichen Schaden nehmen. Denken Sie nur daran, wie sich eine solche Nachricht über die sozialen Medien, Presse und bei Ihren Kunden herumspricht.

Wir möchten Ihnen keine Horrorszenarien an die Wand malen, denn Sie wissen selbst, wie Sie Ihr Bestmögliches tun können, um das Risiko, die Gefahren und ihre möglichen Folgen zu kontrollieren.

Ein Beispiel:

Wenn ein Feuer ausbricht, können Sie das gesamte Gebäude verlieren und Ihre Mitarbeiter ihren Arbeitsplatz. Auf der anderen Seite rettet Sie ein proaktives System, das Sicherheitsprobleme voraussieht und richtig verwaltet, mit einem überschaubaren Budget vor diesem Szenario.

Ein anderes Beispiel:

Wenn Sie Ihre Führungskräfte und Vorarbeiter in Sachen Gesundheit und Sicherheit schulen, scheint das zunächst eine Investition, bei der Kosten und Nutzen wenig transparent berechenbar sind. Aus unserer Erfahrung wissen wir allerdings, das sich diese Aufgaben lohnen. Beispielsweise, wenn dadurch die Verletzungsraten deutlich reduziert wurden, weniger Ausfälle durch Krankheiten verzeichnet werden, eventuell sogar weniger Personal notwendig ist, dass die Ausfälle auffängt und im besten Fall Versicherungsprämien reduziert werden können.

Last but not least…

… ist das Thema Arbeitsschutz und Gesundheitsschutz ein Thema, das auch dem Gesetzgeber in weiten Teilen am Herzen liegt. Es ist also auch eine Frage der Compliance.

Bußgelder von bis zu 5000 € – bis hin zu einem Jahr Freiheitsstrafe für Unbelehrbare – können beispielsweise verhängt werden, wenn von Arbeitgebern oder auch den Beschäftigten gegen eine oder mehrere dieser Vorschrift verstoßen wird:

  • Arbeitsschutzgesetz
  • Arbeitsschutzverordnung zu künstlicher optischer Strahlung
  • Arbeitsstättenverordnung
  • Baustellenverordnung
  • Betriebssicherheitsverordnung
  • Biostoffverordnung
  • Lärm- und Vibrations- Arbeitsschutzverordnung
  • Lastenhandhabungsverordnung
  • Mutterschutzgesetz
  • Verordnung über Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Benutzung persönlicher Schutzausrüstungen bei der Arbeit – PSA-BV
  • Verordnung zur arbeitsmedizinischen Vorsorge

Die Hiracon-Experten sind für Sie da, um Sie bei der Umsetzung zu unterstützen, Mitarbeiter zu schulen und Ihr Unternehmen fit in Sachen Arbeitsschutz und Gesundheitsschutz zu machen!

Wie Gesundheit und Sicherheit Ihrem Unternehmen nutzen

Quelle: JerzyGorecki/Pixabay

Quelle: JerzyGorecki/Pixabay

Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz sind längst keine moderne Erfindung mehr. Schon seit Mitte des 19. Jahrhunderts gibt es entsprechende Gesetze in Deutschland.

Die Technik hat sich seitdem rasant entwickelt und mit dem Komfort und Nutzen moderner Zeiten sind auch die Gesundheits- und Sicherheitsanforderung für jeden Geschäftsinhaber und Manager gewachsen. Die Sicherheitsstandards sind heute wesentlich höher als vor wenigen Jahrzehnten und weder die Behörden noch die Mitarbeiter und Kunden ignorieren es, wenn ein Unternehmen seine Mitarbeiter rücksichtslos Gefahren aussetzt.

Der gesellschaftliche Fortschritt, sich mit Gefahren und Risiken für mehr Arbeitsschutz und Gesundheit zu beschäftigen, hat eine große Bandbreite von Erkenntnissen, Werkzeugen und Technologien hervorgebracht. Sie sorgen dafür, das Unternehmen diese Risiken besser bewältigen können als jemals zuvor – und zugleich haben sie eine zunächst verwirrende Palette von Gesetzen und Ratschlägen hervorgebracht.

Von Ihrem Sicherheitsmanagementsystem wird erwartet, dass es Risiken aktiv identifiziert, steuert und überprüft. Der Gesetzgeber setzt voraus, dass Sie selbst erkennen, wo in Ihrem Unternehmen bestimmte Anforderungen an Arbeitsschutz und Gesundheitsschutz erfüllt werden müssen.

Und leider genügt es nicht, sich auf den Überlebensinstinkt und die Vernunft des Menschen zu verlassen. Würde das Gespür für Risiken niemals trügen, gäbe es kaum Menschen, die ins Eis einbrechen, bei Rot über die Straße laufen oder verdorbene Lebensmittel essen.

Moderne Erkenntnisse zu den Themen Arbeitsschutz und Gesundheitsschutz umfassen Management und Führung, juristische Aspekte und Bereiche der Naturwissenschaften Physik, Biologie und Chemie, aber auch Ingenieurwissenschaften, Psychologie und Ergonomie. Keiner dieser Bereiche ist aus dem Arbeitsschutz wegzudenken.

Für den Unternehmer lassen sich diese Themen durchaus unter dem Schwerpunkt Sicherheit und Geschäftsrisikomanagement zusammenfassen. Denn darunter fallen nicht nur die Finanz-, Markt- und Produktrisiken, sondern auch Risiken, die Gesundheit, Sicherheit und Umwelt gefährden.

Ein hoher Krankheitsstand, überdurchschnittlich viele Fehlzeiten und Mitarbeiter, die das Gefühl haben, das ihre Gesundheit dem Unternehmen egal ist, sind das eine, was einem Unternehmen zum Verhängnis werden kann. Das andere sind Behörden und weitere Kontrollorgane, die es nicht tolerieren, wenn gesetzlich vorgeschriebene Sicherheitsstandards nicht erfüllt werden.

Bei der Beratung von Unternehmen stellen wir oft fest, dass es nicht schwierig ist, zu erkennen, dass Gesundheit und Sicherheit wesentlich für den Erfolg eines Unternehmens sind. Die Probleme beginnen allerdings dann, wenn das Unternehmen unkoordiniert und planlos versucht, dem Thema Gesundheit und Sicherheit Herr zu werden.

Vom Großen ins Kleine

Nicht selten werden dann zunächst kleine und triviale Maßnahmen umgesetzt, die weniger Einfluss haben auf das große Ganze, obwohl es sinnvoller ist, sich zunächst auf die Hauptgeschäftsrisiken zu konzentrieren. Wenn Sie beispielsweise ein Chemiehersteller sind und ihre Mitarbeiter dazu anweisen, die Oberschränke in der Küche immer zu schließen, damit sich niemand den Kopf stößt und Handlauftrainings durchführen, aber gleichzeitig niemand darauf achtet, wie mit hochgiftigen oder explosiven Chemikalien umgegangen wird, haben Sie eindeutig falsche Prioritäten gesetzt.

Wenn uns ein Unternehmen als externe Berater in Sachen Arbeitsschutz und Gesundheitsschutz zur Hilfe ruft, beginnen wir meistens mit der Ausarbeitung einer Richtlinie. Sie legt fest, welche Ziele erreicht werden sollen und wie die Mitarbeiter zur Umsetzung dieser Ziele eingebunden werden sollen. Ein wesentlicher Teil zur Verbesserung der Sicherheit besteht darin, die Risiken zu erkennen und zu bewerten, die sich aus Ihrem Unternehmen ergeben. Dazu dient die so genannte Gefährdungsbeurteilung. Sie ist die Grundlage für die individuell zu erarbeitenden Maßnahmen.

Sicherheit muss verwaltet und kontrolliert werden – und auch das lässt sich mit der Implementierung eines Managementsystems überschaubar und praktikabel regeln.

Sprechen Sie uns an, wenn Sie wissen wollen, welche konkreten Vorteile Arbeitsschutz und Gesundheitsschutz in Ihrem Unternehmen bringen.

Warum Arbeitsschutz wie Abnehmen ist

Quelle: Bernhard_Staerck/Pixabay

Quelle: Bernhard_Staerck/Pixabay

Wir finden: Gesundheit und Sicherheit sind höchst interessante Themen. Sie kombinieren Teile von Wissenschaft, Technik, Management, Psychologie, Ergonomie, Recht und Wirtschaft. Diese Vielfalt macht die Beschäftigung mit dem Arbeitsschutz und Gesundheitsschutz auf der anderen Seite aber auch zu einem komplexen Thema.

Wir stellen in unserem Alltag bei den Beratungsgesprächen in den Unternehmen immer wieder fest, dass einerseits alle Informationen, die es braucht, frei abgerufen werden können, zum Beispiel bei Behörden und Ämtern, bei Verbänden oder Dienstleistern. Andererseits ist es schwierig, immer genau die Information zu finden, die man braucht. Vor allem, wenn man nicht genau weiß, wonach man sucht.

Das macht die Themen Arbeitsschutz und Gesundheitsschutz für viele Unternehmen wenig greifbar.

Und noch ein weiterer Aspekt begegnet uns im Gespräch mit den Unternehmen, die uns als Dienstleister engagieren. Da gibt es die eine Seite, die findet, dass der gesunde Menschenverstand oftmals ausreichen sollte, um Gefahren und Risiken aus dem Weg zu gehen. Arbeitsschutzkonzepte werden da oft als überflüssig empfunden. Die andere Seite findet es deutlich zu kompliziert, auf eben diese Details, die Unfälle und Krankheiten verhindern können, zu achten und wünscht sich praktische Checklisten, durchdachte Prozessabläufe und passgenaue Anleitungen.

Wie wichtig organisierter Arbeitsschutz und Gesundheitsschutz – unabhängig von den gesetzlichen Vorgaben – wirklich ist, wird nach der Gefährdungsbeurteilung deutlich. Sie hilft, künftige Entscheidungen zielgerichtet zu treffen und geeignete Maßnahmen individuell festzulegen. Sie ist nur der erste Schritt zu mehr Sicherheit und Gesundheit und somit ein wertvolles Werkzeug.

 Warum Arbeitsschutz wie Abnehmen ist

Lassen Sie uns einen Vergleich ziehen. Die Gefährdungsbeurteilung entspricht etwa dem Check-up beim Hausarzt. Möglicherweise stellt er fest, dass Ihnen ein paar Kilo weniger erhebliche gesundheitliche Vorteile bringen würden. Vielleicht zeigen sich sogar erste Folgen der Übergewichtigkeit durch Bluthochdruck und miserable Blutwerte. Und wenn Sie selbst ehrlich sind, fühlen Sie sich auch nicht gut. Diese Erkenntnis ist der erste Schritt. Sie wissen nun also, dass Sie etwas tun müssen, wenn Sie gesund werden und bleiben wollen.

Nun folgt der zweite Schritt. In unserer Branche wäre er das Ausarbeiten und die Analyse von geeigneten Maßnahmen für mehr Arbeitsschutz und Gesundheitsschutz. In unserem Beispiel informieren Sie sich möglicherweise über Fitnessstudios und Laufgruppen in Ihrer Nähe und kaufen sich einen Stapel Bücher über Diäten.
Der dritte Schritt ist nun, die richtigen Schritte und Regeln in Ihrem Leben bzw. Ihrem Unternehmen, anzuwenden. In unserem Beispiel stellen Sie vielleicht fest, dass sie das hohe Tempo der Laufgruppe nicht mithalten können und Ihre Knie nicht mitspielen. Und auch das Fitnessstudio führt Sie nach den ersten 2,3 Wochen nur noch als passives Mitglied. Selbst beim Kochen und Essen fallen Sie in alte Gewohnheiten zurück, weil es bequemer ist.

Übertragen auf den Unternehmensbereich gibt es ähnliche Probleme. Nach einiger Zeit werden neue Regeln nicht mehr befolgt, weil sie nicht zur Gewohnheit geworden sind. Die geplanten Maßnahmen erweisen sich als unzureichend oder zu straff, scheitern an der Realität und der Praxis, der Zeitplan zur Umsetzung ist deutlich zu straff oder zu lasch.

Ob es sich um eine Diät oder um ein Konzept handelt, es zeigt sich fast immer das gleiche Bild: Es fällt dem Menschen in der Regel schwer, gewohnte Strukturen und Prozesse zu verändern, wenn es an der Motivation fehlt.

Wo herkommt also diese Motivation?

Entweder von innen, weil sich der Mensch ein Ziel gesetzt hat, das ihn antreibt, oder durch Antrieb von außen, etwa durch Audits, externe Kontrollen und Überwachung. In beiden Fällen ist es wichtig, dass das gesetzte Ziel realistisch, attraktiv, messbar sowie zeitlich und konzeptionell genau definiert ist.

Das heißt für Sie: Wenn Sie einen Experten für Arbeitsschutz und Gesundheitsschutz in Ihrem Unternehmen einsetzen, sorgt er wie ein Personal Coach dafür, die Ziele entsprechend zu formulieren, umzusetzen und die Beteiligten so einzubinden, dass sie die Maßnahmen aus eigener Motivation heraus unterstützen.

Wir vom HDS Arbeitsschutz helfen Ihnen, das Check-up unternehmensintern durchzuführen und zu dokumentieren. Unsere erfahrenen Fachleute übernehmen für Sie auf Wunsch die Erstellung der Gefährdungsbeurteilung.

Darüber hinaus pflegen wir Ihre bestehende Gefährdungsbeurteilung, prüfen die Umsetzung der festgelegten Maßnahmen und aktualisieren sie in sinnvollen Abständen.
Wenn gewünscht, übernehmen wir für Sie auch die Überarbeitung der bestehenden Gefährdungsbeurteilung mit dem Schwerpunkt auf der Integration von Betriebssicherheitsverordnung, Gefahrstoffverordnung und anderen notwendigen Reglements.

Gesundheit und Sicherheit sind ein wichtiger Teil der Unternehmensführung. Sie müssen in die Geschäftsabläufe des Unternehmens integriert werden, damit die Navigation durch die komplexen Gesetze und Richtlinien gelingt.

Wir unterstützen Sie dabei, herauszufinden, was sie selbst tun können und wann Sie Hilfe benötigen.

Bewältigen Sie die E-Mail-Flut

Quelle: dference/Pixabay

Quelle: dference/Pixabay

Zu viele Unterbrechungen sind der Zeitkiller Nummer 1. Ein schlecht organisiertes E-Mail-Fach bremst ebenso den Arbeitsalltag. Für ein effektiveres Arbeiten an und mit ihren E-Mails zu Gunsten einer verbesserten Kommunikation haben wir Ihnen hier ein paar nützliche Tipps zusammengestellt

Eine Mail, ein Thema

Bestimmt kennen Sie das Phänomen, dass die zweite oder dritte Frage, die Sie in einer Mail stellen, bei der Antwort ignoriert wird. Auch Anweisungen, die sich nicht auf ein und dasselbe Thema beziehen, gehen in einer E-Mail oft unter. Dem können Sie entgegenwirken, indem Sie mono-thematische E-Mails schreiben. Das heißt: Für jedes Thema eine eigene E-Mail.
Schreiben Sie das Thema in die Betreffzeile, damit die Mail besser wiedergefunden werden kann und Ihr Anliegen ins Auge fällt.
Ein weiterer Vorteil ist, dass Sie auf Ein-Thema-Mails schneller eine Antwort bekommen. Denn wenn Sie mehrere Fragen in einer E-Mail stellen, bekommen Sie in der Regel erst eine Antwort, wenn alle Fragen beantwortet werden können – wenn nicht zwischenzeitlich Ihre E-Mail vergessen wurde.

Schlagworte vergeben

Das E-Mail-Fach wird übersichtlicher, wenn sie die Betreffzeile mit Schlagworten (Tags) ausstatten. Bewährt hat es sich, das Schlagwort in Großbuchstaben und eckigen Klammern an den Anfang der Betreffzeile zu stellen.
Handelt es sich beispielsweise um eine E-Mail, die lediglich Informationen ohne Handlungsaufforderung oder Frage beinhaltet, ist die Kennung [INFO] oder auch [FYI] für „for your interest“ nützlich.
E-Mails, die einen Arbeitsauftrag beinhalten, werden üblicherweise in der Betreffzeile mit [TO DO] gekennzeichnet. Entwickeln Sie für Ihre Bedürfnisse individuelle Kennungen wie ANFRAGE, AUFTRAG oder ABLAGE und regen Sie an, diese Kennungen für die E-Mail-Korrespondenz einheitlich zu verwenden. Sie werden sehen, wie sie die Arbeit erleichtern und Ihnen einen besseren Überblick in der E-Mail-Flut verschaffen.
Für manche Konstellationen, in denen ein Team stets über den aktuellen Status informiert sein muss, empfiehlt es sich, den Projektnamen in den Betreff einzufügen.
Das kann man beispielsweise so aussehen:

 

Wichtig ist allerdings, nicht den kompletten Betreff in Großbuchstaben zu schreiben, da dies für manche Spamfilter ein Alarmsignal ist.

Durchdachte Ordnerstruktur

Ein weiterer Tipp zur besseren Organisation des E-Mail-Fach ist das Anlegen von mindestens drei Ordnern, die Ihnen helfen, die E-Mails mit einem Handgriff zu sortieren.
Experten für Zeitmanagement und Büroorganisation empfehlen diese Ordnerstruktur:

 

 

 

 

 

01_Erledigen
Hier hinein kommen alle E-Mails, die eine Reaktion von Ihnen erfordern.
02_Abwarten
Das ist der Ort für alle E-Mails, bei denen Sie auf eine Reaktion von anderen warten.
03_Ablage
In diesem Ordner finden die E-Mails Platz, die beispielsweise ausgedruckt und abgeheftet werden müssen, wie bezahlte Rechnung.

Mögliche weitere Ordner sind das Archiv, der Lesestapel für interessante Newsletter, erledigte E-Mails für Ihre Dokumentation, Projekt-Ordner (eventuell mit weiteren Unterordnern von 01 bis 03), …
Nehmen Sie sich etwas Zeit, Ihre persönliche Ideallösung zu finden. Es zahlt sich nämlich aus, den Überblick im E-Mail-Fach zu behalten.

Schlaglöcher: Unterschätzte Unfallursache

Quelle: odejacob / pixabay.com

Quelle: odejacob / pixabay.com

Unfälle durch Ausrutschen, Stolpern, Umknicken und buchstäbliche Fehltritte sind in vielen Betrieben die häufigsten Unfallursachen. Von diesen sogenannten „SRS-Unfällen“ (abgekürzt für Stolper-, Rutsch- und Sturzunfälle) verzeichnen die gesetzlichen Unfallversicherungen in Deutschland rund 200.000 Fälle – im Jahr. Die Verletzungen können schwer ausfallen und reichen von Zerrungen über Verstauchungen und Prellungen bis hin zu Bänderrissen sowie Frakturen. Meist sind Knöchel, Füße, die Knie oder die Hüfte betroffen. Aber was sind mögliche Gründe für Stürze am Arbeitsplatz und worauf sollten Sie bevorzugt achtgeben?

Schlaglöcher und Co.: Nachlässigkeit rächt sich

Risse, Unebenheiten, Schlaglöcher – gerade der Frühling bringt ans Licht, was Herbst und Winter dem Boden angetan haben. Langsam aber stetig haben Frost und wechselnde Temperaturen dem Asphalt zugesetzt und ihn schrundig gemacht. Er platzt auf, ältere Schäden sind gravierender geworden. Oft wird genau diesen Stolperfallen nicht genug Beachtung geschenkt oder es kommt zu einer gewissen Betriebsblindheit.

Viele Menschen folgen dem gleichen Muster: Auf dem Weg zum Arbeitsplatz merkt man sich die tückischen Stellen, weicht beim nächsten Mal einfach aus und gewöhnt sich einfach irgendwann an diese kleinen Fahrmanöver. Lange Zeit geht dieses Verhalten vielleicht gut, bis es eines Tages dann doch passiert: Eine kleine Unvorsichtigkeit führt zu einem Unfall. Die Folgen sind Schmerzen, lästige Arztbesuche sowie für den Arbeitgeber und das Unternehmen Extrakosten durch mögliche Produktionsausfälle.

Die möglichen Unfallursachen im Überblick

Zu den Risikofaktoren für SRS-Unfälle zählen:

1) Schäden im Asphalt:

  •  Schlaglöcher
  • Risse oder andere Unebenheiten
  • Dehnungsfugen
  • Vertiefungen
  • Spurrillen
  • beschädigte Randbereiche

2) Weitere Risiken im Außenbereich:

  • Kanten und Erhöhungen
  • beschädigte Treppenstufen
  • lockere Bodenplatten

3) Unfallquellen im Innenbereich:

  • defekte oder verschmutzte Bodenbeläge
  • alle Arten von Unebenheiten wie Dellen, Löcher oder Risse
  • auf dem Boden liegende Gegenstände

 Nutzen Sie die warme Jahreszeit für Reparaturen!

SRS-Unfälle können nicht nur Mitarbeitern passieren, sondern natürlich auch etwaigen Besuchern des Betriebsgeländes, denen die Umgebung weniger bis gar nicht vertraut ist. Hier gilt das Augenmerk sowohl dem Außen- als auch dem Innenbereich einer Anlage. Frühling und Sommer sind perfekte Zeitpunkte, um den Fokus auf den Boden zu lenken: Beseitigen Sie mögliche Gefahrenquellen und beugen Sie so unangehmen SRS-Unfällen vor. Die möglichen Mängel sollten unverzüglich in Angriff genommen werden

Das E-Bike: Was Pendler bei der Akkupflege beachten sollten

Quelle: sipa / pixabay.com

Quelle: sipa / pixabay.com

E-Bikes hatten es am Anfang wahrlich nicht leicht: Gerade Fahrradenthusiasten belächelten ihr Reha-Image. Doch konnten die motorisierten Räder dieses in den letzten Jahren erfolgreich hinter sich lassen, nicht zuletzt auch wegen immer modernerer Designs und innovativer Technik.

Attraktiv für Pendler

Mittlerweile hat sich die Gruppe derer, die ein E-Bike ihr Eigen nennen, gewandelt und stellt sich gut durchmischt dar: So liegen die energiebetriebenen Fahrräder nicht nur bei Senioren und technikbegeisterten Menschen voll im Trend, auch Pendler haben es für sich entdeckt – denn durch die leistungsstarken Akkus gibt der Rückenwind auf Knopfdruck der Fahrt zur Arbeit einen ganz neuen Schwung. Günstig und für kurze Strecken ideal: Das E-Bike ist attraktiv, es schont die Umwelt und den Geldbeutel. Und auch immer mehr Unternehmen denken über die Anschaffung nach, um auf weitläufigem Firmengelände eine umweltfreundliche Alternative zu Firmenautos zu finden. Oder sie setzen die E-Bikes als Recruiting-Anreiz ein und stellen sie neuen Mitarbeitern zur Verfügung. Wer in der Peripherie der großen Städte wohnt, saust dank E-Bike am morgendlichen Stau vorbei.

Schnell und sicher zum Job: Lithium-Ionen-Akkus flott halten

Die praktischen Fahrradbatterien haben allerdings ihre Tücken. Für E-Bikes werden häufig Lithium-Ionen-Akkus eingesetzt. Und hier lauert eine unterschätzte Gefahr: Sie können beim Aufladen Brände auslösen. Die fachgerechte Handhabung der Energieträger ist also extrem wichtig, damit die Sicherheit dauerhaft gewahrt wird und der Besitzer des E-Bikes seine Akkus auch lange nutzen kann. Dafür sollten Sie folgende Dinge beachten:

1. Um einen Kurzschluss zu vermeiden, sollte der Akku nur mit dem Gerät des Herstellers geladen werden. Eine falsche oder defekte Einheit kann ihn entzünden.

2. Das Ladegerät darf nicht in Reichweite von brennbaren Materialien stehen. Gerade, wenn Sie Ihr Elektrofahrrad zu Hause auftanken wollen, ist dieser Punkt von großer Wichtigkeit.

3. Der Akku benötigt ungefähr zehn Minuten, um auf Raumtemperatur zu kommen. Ist er zu kalt, kann er sich beim Laden aufblähen und entzünden. Wenn Sie sich also den Weg zu nächsten elektronischen Zapfsäule sparen möchten, dann bietet ein wettergeschützter Platz die sicherste Möglichkeit, Ihr E-Bike einsatzbereit zu machen.

4. Während einer längeren Pause können Batterien sich tiefentladen. Sollte Ihr E- Bike also mal für mehrere Wochen nicht im Einsatz sein, stellen Sie sicher, es regelmäßig aufzuladen und so einer Beschädigung des Akkus vorzubeugen.

Fazit: Seien Sie nett zu Ihrem Akku!

Auch äußere Einwirkungen können die Batterien beeinträchtigen. Akkus, die beschädigt oder runtergefallen sind, sollten unbedingt vom Fachhändler überprüft werden. Das gilt ebenso, wenn sich der Energieträger nur schwer einsetzen lässt oder sich beim Laden ungewöhnlich stark erwärmt. Generell sollten Sie einen Akku, der heruntergefallen ist oder gequetscht wurde, fachmännisch untersuchen lassen: Innere Schäden sind ein großes Risiko. Sehen Sie unbedingt von einer DIY-Reparatur ab – und genießen Sie die bequeme Anfahrt ins Büro.