Symptome für einen Burnout

Quelle: Joshua_seajw92/Pixabay

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Achten Sie am Arbeitsplatz darauf, ob Ihnen folgende Symptome auffallen. Eine Früherkennung kann dazu führen, dass sich das Burnout-Syndrom nicht weiterentwickelt, sofern ein Facharzt aufgesucht wird.

Hier lesen Sie mehr über die Ursachen eines Burnouts.

Phasen

Der Verlauf der Krankheit gestaltet sich in Phasen. Dabei handelt es sich um vier Phasen, die wie folgt unterteilt werden:

  • Erschöpfung und Unzufriedenheit
  • Selbstzweifel und niedriger Arbeitseifer
  • Gleichgültigkeit gegenüber Arbeit und Menschen
  • Depression und Verzweiflung

Diagnose stellen

Eine Burnout-Diagnose kann nur von fachkompetenten Ärzten und Psychologen erstellt werden. Es ist wichtig, dass nicht nur Sie, sondern auch Kollegen und weitere Verantwortliche die Anzeichen erkennen. Dies ist nicht einfach, da Burnout eine schleichende Krankheit ist. Durch den sozialen Kontakt zu Ihren Mitarbeitern und Kollegen kommen etwaige Anzeichen jedoch ans Licht. Auch der Betriebsarzt, Vorgesetzte und Fachkräfte können bei Untersuchungen auf das Verhalten eines möglich Betroffenen achten.

Merkmale körperlicher Erschöpfung

  • Mangelnde Energie
  • Permanente Müdigkeit
  • Verspannte Muskulatur
  • Kopf- und Rückenschmerzen
  • Magen-/Darmbeschwerden
  • Schlafstörungen
  • Niedergeschlagenheit
  • Hilflosigkeit
  • Hoffnungslosigkeit
  • Leere und Verzweiflung
  • Entmutigung und Minderwertigkeit
  • Negative Einstellung zu sich selbst, zur Arbeit und zum Leben
  • Verlust der Selbstachtung
  • Gefühl der Unzulänglichkeit
  • Gefühl der Minderwertigkeit

Merkmale emotionaler Erschöpfung

  • Niedergeschlagenheit
  • Hilflosigkeit
  • Hoffnungslosigkeit
  • Leere und Verzweiflung
  • Entmutigung und Minderwertigkeit

Merkmale mentaler Erschöpfung

  • Negative Einstellung zu sich selbst, zur Arbeit und zum Leben
  • Verlust der Selbstachtung
  • Gefühl der Unzulänglichkeit
  • Gefühl der Minderwertigkeit

Überlastung erkennen

Diese Anzeichen symbolisieren, dass eine Belastung zu lange anhält und Ihre Mitarbeiter überfordern.

  • Veränderte Essgewohnheit
  • Sichtbare Gewichtszu- oder -abnahme
  • Erhöhte Anfälligkeit für Infektionen
  • Vermehrter Alkohol- oder Medikamentenkonsum
  • Fehlende Kontrolle von Emotionen
  • Reizbarkeit
  • Vereinsamung
  • Lustlosigkeit
  • Zynismus, Verachtung, Aggressivität
  • Verlust der Kontaktbereitschaft

Was bedeutet Burnout für Sie und Ihre Arbeitswelt?

Burnout wird zweifelsohne in der Arbeitswelt geprägt und ist eine typische Berufskrankheit. Ein Mitarbeiter, der unter Burnout leidet, mindert seine Leistung und kann berufsunfähig werden. Was können Arbeitsmediziner, Führungskräfte tun, damit Burnout vermieden werden kann?

Arbeitsmediziner

Burnout kann zu Personalmangel, Produktionsausfallkosten und Folgekosten für Behandlungen führen. Arbeitsmediziner sollten hier eng mit Psychologen arbeiten und vielfältige Maßnahmen im Unternehmen installieren. Sorgen Sie zusammen mit Ihren Verantwortlichen für gute Arbeitsbedingungen und den selbstverantwortlichen Umgang mit sich selbst. Schulen Sie alle Personalebenen in Ihrem Unternehmen. Jeder Mitarbeiter sollte über dieses Thema informiert werden.

Prävention und Rehabilitation

Prävention ist körperlich wie seelisch eine wichtige Angelegenheit. Sport- und Bewegungsangebote können Berufskrankheiten verringern und vorbeugen. Burnout-Patienten sollten mit Körpertherapien, Entspannungsmethoden, Erholung, sportliche Aktivität und Psychotherapie behandelt werden. Bei frühen Anzeichen kann eine Veränderung der Arbeitsbedingungen bereits ausreichen, um Burnout zu vermeiden.

Nicht zu unterschätzen: Das Burnout-Syndrom

Quelle: Geralt/Pixabay

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Jeder Arbeitgeber kennt es und jeder hofft, niemanden im eigenen Unternehmen zu haben, den es betrifft: Burnout.

Das Burnout-Syndrom ist eine Krankheit, die nicht unterschätzt werden darf. Sie bezeichnet einen Zustand der körperlichen und emotionalen Erschöpfung in extremer Ausführung, ausgelöst durch Faktoren wie beispielsweise übergroße Stressbelastung (beruflich und/oder privat), Überforderung durch zu hohe Arbeitsbelastung, ausgeprägter Perfektionismus, hoher Leistungsdruck – die Auslöser sind so vielfältig wie die Menschen, die darunter ein Burn-out-Syndrom entwickeln. Frauen und Männer aus allen sozialen Schichten werden gleichermaßen vom Burnout-Syndrom erfasst.

Achten Sie auf Ihre Mitarbeiter, um Burnout zu vermeiden. In diesem Blogbeitrag erfahren Sie, was mögliche Ursachen für ein Burnout-Syndrom sein können. Lesen Sie hier weiter, wenn Sie mehr zu den Symptomen erfahren möchten.

Das Rechtliche

Das Burnout-Syndrom finden Sie in der ICD-10 im Kapitel XXI. ICD steht für Internationale Statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme. Das Kapitel XXI behandelt Faktoren, die u. a. den Gesundheitszustand beeinflussen. In diesem Kapitel steht Burnout unter Z73, den Problemen, die Schwierigkeiten bei der Lebensbewältigung hervorrufen.

Das erste Mal als Berufskrankheit anerkannt wurde das Burnout-Syndrom 2006. Der Fall geht zurück auf einen Manager, der Berufsunfähigkeitsrente eingeklagt hatte, nachdem er seinen Beruf nach einem Zusammenbruch aufgab. Dazu hatten ihm Fachärzte geraten (LG München, Urteil v. 22.03.2006, Az. 25 0 19798/03).

Ursachenklärung

Halten Sie sich vor Augen, dass nicht Sie an dem Burnout eines Mitarbeiters verantwortlich sind. Dennoch ist es ratsam, zu wissen, woher das Syndrom kommen kann. Dazu zählen einerseits äußere und andererseits innere Faktoren.

Äußere Faktoren

Zu den äußeren Faktoren zählen vor allem Änderungen in der Arbeitswelt. Globalisierung, alternde Erwerbsbevölkerung und Auslagerung von Betriebsfunktionen tragen hier wesentlich zu Veränderungen bei, die sich auf die Einzelperson auswirken.

Arbeitszeiten, Mehrarbeit, Konkurrenzdruck und Bereitschaftsdienst (temporär oder dauerhaft) sind wichtig für Ihr Unternehmen und fordern Ihre Mitarbeiter. Diese und weitere Faktoren, wie zum Beispiel höhere Flexibilität und Mobilität belasten körperlich und seelisch.

Innere Faktoren

Innere Faktoren sind individuell geprägt. Die Einstellung eines Mitarbeiters zur Arbeitsbelastung, Motivation oder Leistungsbereitschaft kann variieren und sich ständig ändern. Ausschlaggebend sind hier vor allem persönliche Erfahrungen und erlernte Verhaltensmuster. Die Spanne zwischen Engagement und Überlastung/Überforderung ist sehr gering.

Fällt Ihnen auf, dass ein Mitarbeiter übertrieben perfekt, idealistisch und ehrgeizig ist, kann dies zu einem Gesundheitsrisiko werden. Auch Mitarbeiter, denen Neinsagen schwerfällt, sind potenziell gefährdet.

Abschalten ist wichtig

Stress ist ein Faktor, der sich fast immer bewältigen lässt. Dennoch: Wenn persönliche Disposition und schlechte Arbeitsbedingungen aufeinandertreffen, kann sich ein Burnout-Syndrom entwickeln. Meist geschieht dies in Phasen über Wochen oder Jahre hinweg. Achten Sie darauf, ob Mitarbeiter soziale Kontakte entwickeln. Ein Vernachlässigen von sozialen Kontakten kann die Entwicklung des Syndroms beeinflussen. Haben Mitarbeiter das Gefühl, weder tags noch nachts abschalten zu können, nimmt die Krankheit bereits ihren Lauf.

Woran Sie erkennen können, ob ein Mitarbeiter möglicherweise gefährdet ist, lesen Sie hier.

Erste Hilfe rettet Leben

Quelle: Hans/Pixabay

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Mal ehrlich: Wüssten Sie aus dem Effeff wie eine korrekte Herz-Lungenwiederbelebung funktioniert oder wie Sie eine stark blutende Wunde erstversorgen müssen?

Alarmierend: Nur jeder Fünfte ist in der Lage, eine lebensrettende Wiederbelebung durchzuführen. Informieren Sie sich, welche Pflichten für eine funktionierende Erste Hilfe am Arbeitsplatz relevant sind. Mit diesen Hinweisen ist Erste Hilfe in Ihrem Betrieb keine Hürde mehr.

Erste Hilfe am Arbeitsplatz

Sie als Arbeitgeber müssen gewährleisten, dass in Ihrem Betrieb Erste Hilfe möglich ist. Sie sorgen für materielle, personelle und organisatorische Vorarbeit. Haken Sie die folgenden Punkte am Beispiel eines Verbandskastens ab

  1. Sie müssen Verbandskästen und das nötige Material zu Verfügung stellen
  2. Kennzeichnen Sie die Verbandkästen
  3. Informieren Sie Ihre Mitarbeiter darüber, was im Notfall zu tun ist (z. B. mit einem Aushang des Erste-Hilfe-Plans)

Dieser Pflicht müssen Sie bereits ab nur einem Mitarbeiter nachkommen. Anders sieht es bei gleich oder mehr als zwei Mitarbeitern aus. Dann müssen Sie dafür sorgen, dass Ersthelfer ausgebildet werden. 5 – 10% der Mitarbeiter sind bei größeren Betrieben eine empfohlene Zahl an Ersthelfern. Bei diesen ermächtigten Stellen werden Ersthelfer fachgerecht ausgebildet:

  • Arbeiter-Samariter-Bund (ASB)
  • Deutsche Rotes Kreuz (DRK)
  • Malteser Hilfsdienst (MHD)
  • Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DRLG)

Rettungskette beachten

Als Arbeitgeber tragen Sie Sorge dafür, dass eine geregelte Rettungskette möglich ist und eingehalten wird. Diese Schritte verhelfen dazu, Mitarbeiter, die einen Unfall am Arbeitsplatz haben, geregelt zu versorgen.

  1. Bewahren Sie Ruhe.
  2. Sichern Sie die Unfallstelle.
  3. Bringen Sie Personen aus dem Gefahrenbereich. Achten Sie jedoch auch auf Ihre eigene Sicherheit.
  4. Versorgen Sie die Wunde bei kleinen Verletzungen.
  5. Rufen Sie einen Rettungswagen bei größeren Verletzungen oder nicht ansprechbaren Personen.
  6. Leisten Sie Erste Hilfe mit Sofortmaßnahmen, bis der Rettungswagen eintrifft.
  7. Fahren Sie mit ins Krankenhaus.

Die fünf W-Fragen

Auch wenn manche Mitarbeiter nicht zum Ersthelfer ausgebildet werden: Sorgen Sie dafür, dass alle Mitarbeiter die fünf W-Fragen im Kopf haben, bevor sie einen Notruf absetzen. Bei einem Notfall rufen Sie sofort den Rettungswagen und beantworten auf Nachfrage diese fünf Fragen:

  • Wo genau hat sich der Unfall zugetragen?
  • Was ist passiert?
  • Gibt es Verletzte? Wenn ja, Wie viele?
  • Um Welche Art von Verletzung handelt es sich?
  • Zum Schluss: Warten Sie auf weitere Rückfragen

Der Job geht weiter – auch nach dem Unfall

Wenn Ihre Mitarbeiter bei kleinen Verletzungen Erste Hilfe leisten, wird dies in einem Verbandbuch dokumentiert. Bestehen Sie darauf, dass der Vorgesetzte und Sie als Arbeitgeber darüber informiert werden.

Bei einer Arbeitsunfähigkeit von mehr als drei Tagen muss eine Unfallanzeige in dreifacher Ausführung angefertigt werden. Ein Exemplar der Unfallanzeige ist an den zuständigen Unfallversicherungsträger (z. B. Berufsgenossenschaft, Unfallkasse) zu senden. Unterliegt das Unternehmen der allgemeinen Arbeitsschutzaufsicht (bei landwirtschaftlichen Betrieben, nur soweit sie Arbeitnehmer beschäftigen), ist ein Exemplar an die für den Arbeitsschutz zuständige Landesbehörde (z.B. Gewerbeaufsichtsamt, Staatl. Amt für Arbeitsschutz) zu senden. Ein Exemplar dient der Dokumentation im Unternehmen. Darüber hinaus müssen Sie als Arbeitgeber den Arbeitnehmer explizit darüber informieren, dass er ebenfalls ein Recht auf eine Kopie hat.

Großer Betrieb = mehr Hilfe?

Sie sind Arbeitgeber in einem großen Betrieb? Bedeutet das nun für Sie auch (noch) mehr Hilfe? Die Antwort lautet: Ja! Wenn Ihre Mitarbeiter in einem großen Betrieb oder sogar besonderen Gefährdungen ausgesetzt sind, müssen mehr Vorbereitungen getroffen werden. Das bedeutet für Sie

  • Mehr Verbandskästen
  • Medizinische Gerätschaften wie z. B. Defibrillatoren
  • Technische Hilfsmittel wie z. B. Krankentragen
  • Betriebssanitäter
  • Erste-Hilfe-Räume

gehören zum Inventar Ihres Betriebes.

Zum Schluss: Checkliste

Damit in Ihrem Betrieb Erste Hilfe gewährleistet wird, beachten Sie zum Schluss die folgende Checkliste.

  • Stellen Sie Verbandskästen zu Verfügung und machen Sie diese, sowie den Erste-Hilfe-Plan, deutlich kenntlich.
  • Sorgen Sie für ausgebildete Ersthelfer in Ihrem Betrieb ab zwei Mitarbeitern.
  • Befolgen Sie die Rettungskette und informieren Sie Ihre Mitarbeiter über die Reihenfolge.
  • Informieren Sie Ihre Mitarbeiter über die fünf W-Fragen.
  • Fertigen Sie nach einem Unfall eine Unfallanzeige an und informieren Sie den Arbeitnehmer über sein Recht auf ein Exemplar.
  • Bei großen Betrieben oder gefährlichen Arbeiten sorgen Sie für mehr Ausrüstung, Sanitäter und Erste-Hilfe-Räume.
  • Sorgen Sie für ausgebildete Brandschutzhelfer in Ihrem Betrieb.

Erste Hilfe ist ein wichtiges Thema. Es betriff uns alle: Sie als Arbeitgeber, Ihre Mitarbeiter und Privatpersonen. Daher gilt auch im Betrieb: Erste Hilfe rettet Leben.

Schritt für Schritt – Arbeiten mit Leitern

Quelle: Bluesnap/Pixabay

Quelle: Bluesnap/Pixabay

Leitern sind ein wichtiges Hilfsobjekt in unzähligen Branchen, vor allem, weil sie ziemlich praktisch und variabel sind. Leitern gibt es in nahezu jeglicher Ausführung, z. B. mit einer variablen Anzahl an Sprossen, mit Zwischenablage oder ohne. Egal ob man ein hohes Regalfach im Lager oder bei einer Monteur-Arbeit an die Decke muss: Mit Leitern gelingt der Aufstieg einfach, schnell und sicher. Sicher zumindest, solange man diese nützlichen Regeln zum Arbeiten mit Leitern sowohl vor, während als auch nach dem Gebrauch berücksichtigt. Weiterlesen

Messer, Schere, Gabel, Licht

Quelle: Pexels/Pixabay

Quelle: Pexels/Pixabay

Jeder weiß, wie dieses bekannte Sprichwort weitergeht. Aber selbst Erwachsene erleben es noch häufig genug, dass sich mit dem einfachen Handmesser geschnitten wird. Vor allem in Branchen wie Gastronomie, Lagerlogistik und Einzelhandel kommen Schnitte mit Messern überdurchschnittlich häufig vor. Um selbst den kleinsten Schnitt zu verhindern, lohnt es sich, diese Maßnahmen unbedingt zu beachten.

1.    Geeignete Messer auswählen

Messer ist nicht gleich Messer. Viele Unfälle mit Messern passieren häufig aus dem einfachen Grund, dass für die geplante Schneideaufgabe ein ungeeignetes Messer benutzt wurde. Achten Sie darauf, dass Ihre Mitarbeiter die für Ihre Branche geeigneten Messer auswählen, um Unfällen und Arbeitsunfähigkeit effektiv vorzubeugen.

  • Unfälle, bei denen die Hände von Messergriff auf Schneide abrutschen, verhindern Sie damit, dass ausschließlich Messer mit abrutschsicheren Griffen verwendet werden.
  • Um z. B. Kartons und Folienverpackungen ohne Verletzungen aufzuschneiden, empfiehlt es sich, ein Sicherheitsmesser mit selbsttätiger Klingensicherung zu benutzen. Dieses lässt die Klinge automatisch zurück in die Schutzstellung springen, sobald Sie vom Karton abgelassen haben.
  • Für das Aufschneiden von Brötchen eignen sich z. B. Messer mit einer abgerundeten Spitze. So werden Schnittverletzungen einfach verhindert.

Außerdem gilt: Messer, die am Arbeitsplatz nicht gebraucht werden, gehören auch nicht an den Arbeitsplatz. Sorgen Sie für die geeigneten Werkzeuge am Arbeitsplatz und entfernen Sie Überflüssiges.

2.    Safety first

Stetige Sicherheit im Umgang mit scharfen und spitzen Gegenständen ist das A und O in jeder Branche. Was viele nicht wissen: Stumpfe Messer sind wesentlich gefährlicher als scharfe Messer. Beim Schneiden mit einem stumpfen Messer wird mehr Kraft gebraucht, wodurch die Gefahr unkontrolliert abzurutschen höher ist. Sorgen Sie dafür, dass sich Ihre Mitarbeiter um eine stetige Nachschärfung der Messer bemühen.

In Großbetrieben (z. B. Schlachthöfen) lohnt es sich auch, über zentrale Schleifstationen nachzudenken. Speziell ausgebildete Mitarbeiter geben den Messern einen optimalen, materialsparenden Schliff und tauschen verschlissene gegen neue Messer aus. Idealerweise geschieht das ohnehin regelmäßig.

  • Geeignete Ablagen für die gebrauchten Messer sorgen dafür, dass niemand aus Versehen in ein herumliegendes Messer greift. Ablagen wie Messerblöcke oder Magnetleisten sind hier wichtige Utensilien.
  • Der Umgang mit Messern erfordert ausreichend Platz und genug Beleuchtung.
  • Erleichtern Sie Ihren Mitarbeitern den Griff nach dem richtigen Messer, in dem Sie Grifffarben bestimmten Tätigkeiten zuordnen.
  • Stetige Benutzungs- und Betriebsanweisungen erhöhen die Sicherheit beim Arbeiten mit Messern.
  • Achten Sie auf ausreichende Ruhepausen im Umgang mit Messern. Ablenkung und mangelnde Konzentration sind oft Auslöser von Schnittverletzungen.

Ob nun Messer oder Maschinen gesäubert werden: Nicht selten werden dabei Putzlappen genutzt, die zuvor ein Bad voll brennbaren Flüssigkeiten genossen haben. Danach werden sie häufig in offenen Behältern aufbewahrt. Einerseits führt dies zu Lösemitteldämpfen, die für Sie und Ihre Mitarbeiter gesundheitsschädlich sind. Andererseits kann ein Gas-Luft-Gemisch entstehen, das auch zu Verpuffungen und Explosionen führen kann. Diese drei einfachen Schritte sorgen für Sicherheit am Arbeitsplatz.

  • Gebrauchte Tücher sollten schleunigst aus der Nähe des Arbeitsplatzes entfernt werden
  • Bewahren Sie die gebrauchten Lappen nur in geschlossenen, nicht brennbaren oder schwer entflammbaren Behältern auf
  • Regelmäßige Entleerung der Behälter

3.    Schutzmaßnahmen an Personen

Achten Sie darauf, dass Ihre Mitarbeiter diese Maßnahmen ernst nehmen und sich an die stetigen Instandhaltungen und Sicherheitsvorschriften halten. Unterweisungen in punkto Sicherheit tragen dazu bei, dass Ihre Mitarbeiter im Umgang mit Messern stets sicher arbeiten. Somit werden Schnittverletzungen am Arbeitsplatz entgegengewirkt. Üben Sie z. B. den speziellen Gebrauch von Messern, bspw. den „Krallengriff“, der vor allem Verletzungen der Fingerkuppen verhindert.

Nicht unwichtig ist auch die persönliche Schutzausrüstung Ihrer Mitarbeiter. Sorgen Sie dafür, dass jeder Mitarbeiter beim Umgang mit Messern Schnittschutzhandschuhe trägt um einfachen, kleinen Schnittverletzungen vorzubeugen.

 

 

 

 

Bewältigen Sie die E-Mail-Flut

Quelle: dference/Pixabay

Quelle: dference/Pixabay

Zu viele Unterbrechungen sind der Zeitkiller Nummer 1. Ein schlecht organisiertes E-Mail-Fach bremst ebenso den Arbeitsalltag. Für ein effektiveres Arbeiten an und mit ihren E-Mails zu Gunsten einer verbesserten Kommunikation haben wir Ihnen hier ein paar nützliche Tipps zusammengestellt

Eine Mail, ein Thema

Bestimmt kennen Sie das Phänomen, dass die zweite oder dritte Frage, die Sie in einer Mail stellen, bei der Antwort ignoriert wird. Auch Anweisungen, die sich nicht auf ein und dasselbe Thema beziehen, gehen in einer E-Mail oft unter. Dem können Sie entgegenwirken, indem Sie mono-thematische E-Mails schreiben. Das heißt: Für jedes Thema eine eigene E-Mail.
Schreiben Sie das Thema in die Betreffzeile, damit die Mail besser wiedergefunden werden kann und Ihr Anliegen ins Auge fällt.
Ein weiterer Vorteil ist, dass Sie auf Ein-Thema-Mails schneller eine Antwort bekommen. Denn wenn Sie mehrere Fragen in einer E-Mail stellen, bekommen Sie in der Regel erst eine Antwort, wenn alle Fragen beantwortet werden können – wenn nicht zwischenzeitlich Ihre E-Mail vergessen wurde.

Schlagworte vergeben

Das E-Mail-Fach wird übersichtlicher, wenn sie die Betreffzeile mit Schlagworten (Tags) ausstatten. Bewährt hat es sich, das Schlagwort in Großbuchstaben und eckigen Klammern an den Anfang der Betreffzeile zu stellen.
Handelt es sich beispielsweise um eine E-Mail, die lediglich Informationen ohne Handlungsaufforderung oder Frage beinhaltet, ist die Kennung [INFO] oder auch [FYI] für „for your interest“ nützlich.
E-Mails, die einen Arbeitsauftrag beinhalten, werden üblicherweise in der Betreffzeile mit [TO DO] gekennzeichnet. Entwickeln Sie für Ihre Bedürfnisse individuelle Kennungen wie ANFRAGE, AUFTRAG oder ABLAGE und regen Sie an, diese Kennungen für die E-Mail-Korrespondenz einheitlich zu verwenden. Sie werden sehen, wie sie die Arbeit erleichtern und Ihnen einen besseren Überblick in der E-Mail-Flut verschaffen.
Für manche Konstellationen, in denen ein Team stets über den aktuellen Status informiert sein muss, empfiehlt es sich, den Projektnamen in den Betreff einzufügen.
Das kann man beispielsweise so aussehen:

 

Wichtig ist allerdings, nicht den kompletten Betreff in Großbuchstaben zu schreiben, da dies für manche Spamfilter ein Alarmsignal ist.

Durchdachte Ordnerstruktur

Ein weiterer Tipp zur besseren Organisation des E-Mail-Fach ist das Anlegen von mindestens drei Ordnern, die Ihnen helfen, die E-Mails mit einem Handgriff zu sortieren.
Experten für Zeitmanagement und Büroorganisation empfehlen diese Ordnerstruktur:

 

 

 

 

 

01_Erledigen
Hier hinein kommen alle E-Mails, die eine Reaktion von Ihnen erfordern.
02_Abwarten
Das ist der Ort für alle E-Mails, bei denen Sie auf eine Reaktion von anderen warten.
03_Ablage
In diesem Ordner finden die E-Mails Platz, die beispielsweise ausgedruckt und abgeheftet werden müssen, wie bezahlte Rechnung.

Mögliche weitere Ordner sind das Archiv, der Lesestapel für interessante Newsletter, erledigte E-Mails für Ihre Dokumentation, Projekt-Ordner (eventuell mit weiteren Unterordnern von 01 bis 03), …
Nehmen Sie sich etwas Zeit, Ihre persönliche Ideallösung zu finden. Es zahlt sich nämlich aus, den Überblick im E-Mail-Fach zu behalten.

Schlaglöcher: Unterschätzte Unfallursache

Quelle: odejacob / pixabay.com

Quelle: odejacob / pixabay.com

Unfälle durch Ausrutschen, Stolpern, Umknicken und buchstäbliche Fehltritte sind in vielen Betrieben die häufigsten Unfallursachen. Von diesen sogenannten „SRS-Unfällen“ (abgekürzt für Stolper-, Rutsch- und Sturzunfälle) verzeichnen die gesetzlichen Unfallversicherungen in Deutschland rund 200.000 Fälle – im Jahr. Die Verletzungen können schwer ausfallen und reichen von Zerrungen über Verstauchungen und Prellungen bis hin zu Bänderrissen sowie Frakturen. Meist sind Knöchel, Füße, die Knie oder die Hüfte betroffen. Aber was sind mögliche Gründe für Stürze am Arbeitsplatz und worauf sollten Sie bevorzugt achtgeben?

Schlaglöcher und Co.: Nachlässigkeit rächt sich

Risse, Unebenheiten, Schlaglöcher – gerade der Frühling bringt ans Licht, was Herbst und Winter dem Boden angetan haben. Langsam aber stetig haben Frost und wechselnde Temperaturen dem Asphalt zugesetzt und ihn schrundig gemacht. Er platzt auf, ältere Schäden sind gravierender geworden. Oft wird genau diesen Stolperfallen nicht genug Beachtung geschenkt oder es kommt zu einer gewissen Betriebsblindheit.

Viele Menschen folgen dem gleichen Muster: Auf dem Weg zum Arbeitsplatz merkt man sich die tückischen Stellen, weicht beim nächsten Mal einfach aus und gewöhnt sich einfach irgendwann an diese kleinen Fahrmanöver. Lange Zeit geht dieses Verhalten vielleicht gut, bis es eines Tages dann doch passiert: Eine kleine Unvorsichtigkeit führt zu einem Unfall. Die Folgen sind Schmerzen, lästige Arztbesuche sowie für den Arbeitgeber und das Unternehmen Extrakosten durch mögliche Produktionsausfälle.

Die möglichen Unfallursachen im Überblick

Zu den Risikofaktoren für SRS-Unfälle zählen:

1) Schäden im Asphalt:

  •  Schlaglöcher
  • Risse oder andere Unebenheiten
  • Dehnungsfugen
  • Vertiefungen
  • Spurrillen
  • beschädigte Randbereiche

2) Weitere Risiken im Außenbereich:

  • Kanten und Erhöhungen
  • beschädigte Treppenstufen
  • lockere Bodenplatten

3) Unfallquellen im Innenbereich:

  • defekte oder verschmutzte Bodenbeläge
  • alle Arten von Unebenheiten wie Dellen, Löcher oder Risse
  • auf dem Boden liegende Gegenstände

 Nutzen Sie die warme Jahreszeit für Reparaturen!

SRS-Unfälle können nicht nur Mitarbeitern passieren, sondern natürlich auch etwaigen Besuchern des Betriebsgeländes, denen die Umgebung weniger bis gar nicht vertraut ist. Hier gilt das Augenmerk sowohl dem Außen- als auch dem Innenbereich einer Anlage. Frühling und Sommer sind perfekte Zeitpunkte, um den Fokus auf den Boden zu lenken: Beseitigen Sie mögliche Gefahrenquellen und beugen Sie so unangehmen SRS-Unfällen vor. Die möglichen Mängel sollten unverzüglich in Angriff genommen werden

Das E-Bike: Was Pendler bei der Akkupflege beachten sollten

Quelle: sipa / pixabay.com

Quelle: sipa / pixabay.com

E-Bikes hatten es am Anfang wahrlich nicht leicht: Gerade Fahrradenthusiasten belächelten ihr Reha-Image. Doch konnten die motorisierten Räder dieses in den letzten Jahren erfolgreich hinter sich lassen, nicht zuletzt auch wegen immer modernerer Designs und innovativer Technik.

Attraktiv für Pendler

Mittlerweile hat sich die Gruppe derer, die ein E-Bike ihr Eigen nennen, gewandelt und stellt sich gut durchmischt dar: So liegen die energiebetriebenen Fahrräder nicht nur bei Senioren und technikbegeisterten Menschen voll im Trend, auch Pendler haben es für sich entdeckt – denn durch die leistungsstarken Akkus gibt der Rückenwind auf Knopfdruck der Fahrt zur Arbeit einen ganz neuen Schwung. Günstig und für kurze Strecken ideal: Das E-Bike ist attraktiv, es schont die Umwelt und den Geldbeutel. Und auch immer mehr Unternehmen denken über die Anschaffung nach, um auf weitläufigem Firmengelände eine umweltfreundliche Alternative zu Firmenautos zu finden. Oder sie setzen die E-Bikes als Recruiting-Anreiz ein und stellen sie neuen Mitarbeitern zur Verfügung. Wer in der Peripherie der großen Städte wohnt, saust dank E-Bike am morgendlichen Stau vorbei.

Schnell und sicher zum Job: Lithium-Ionen-Akkus flott halten

Die praktischen Fahrradbatterien haben allerdings ihre Tücken. Für E-Bikes werden häufig Lithium-Ionen-Akkus eingesetzt. Und hier lauert eine unterschätzte Gefahr: Sie können beim Aufladen Brände auslösen. Die fachgerechte Handhabung der Energieträger ist also extrem wichtig, damit die Sicherheit dauerhaft gewahrt wird und der Besitzer des E-Bikes seine Akkus auch lange nutzen kann. Dafür sollten Sie folgende Dinge beachten:

1. Um einen Kurzschluss zu vermeiden, sollte der Akku nur mit dem Gerät des Herstellers geladen werden. Eine falsche oder defekte Einheit kann ihn entzünden.

2. Das Ladegerät darf nicht in Reichweite von brennbaren Materialien stehen. Gerade, wenn Sie Ihr Elektrofahrrad zu Hause auftanken wollen, ist dieser Punkt von großer Wichtigkeit.

3. Der Akku benötigt ungefähr zehn Minuten, um auf Raumtemperatur zu kommen. Ist er zu kalt, kann er sich beim Laden aufblähen und entzünden. Wenn Sie sich also den Weg zu nächsten elektronischen Zapfsäule sparen möchten, dann bietet ein wettergeschützter Platz die sicherste Möglichkeit, Ihr E-Bike einsatzbereit zu machen.

4. Während einer längeren Pause können Batterien sich tiefentladen. Sollte Ihr E- Bike also mal für mehrere Wochen nicht im Einsatz sein, stellen Sie sicher, es regelmäßig aufzuladen und so einer Beschädigung des Akkus vorzubeugen.

Fazit: Seien Sie nett zu Ihrem Akku!

Auch äußere Einwirkungen können die Batterien beeinträchtigen. Akkus, die beschädigt oder runtergefallen sind, sollten unbedingt vom Fachhändler überprüft werden. Das gilt ebenso, wenn sich der Energieträger nur schwer einsetzen lässt oder sich beim Laden ungewöhnlich stark erwärmt. Generell sollten Sie einen Akku, der heruntergefallen ist oder gequetscht wurde, fachmännisch untersuchen lassen: Innere Schäden sind ein großes Risiko. Sehen Sie unbedingt von einer DIY-Reparatur ab – und genießen Sie die bequeme Anfahrt ins Büro.

Unfallversicherung für Flüchtlingshelfer

Quelle: Pixabay

Quelle: Pixabay

Für viele Menschen ist es eine Herzensangelegenheit geworden, geflüchteten Menschen ehrenamtlich zur Seite zu stehen und sie dabei zu unterstützen, sich in Deutschland als fremdem Land mit fremder Sprache zurechtzufinden. Ob Unterrichtsstunden für Deutsch als Fremdsprache, Begleitung bei Behördengängen, als rechtliche oder psychologische Unterstützung – oft, aber nicht immer stehen die ehrenamtlichen Flüchtlingshelfer unter dem Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung. Selbst wer in einem Verein, bei den Wohlfahrtsorganisationen oder bei einem anderen Träger mitarbeitet und sich engagiert, ist nicht automatisch unfallversichert.

Wird die ehrenamtliche Hilfe im Auftrag einer Kommune ausgeübt, besteht grundsätzlich gesetzlicher Versicherungsschutz. Das gilt auch, wenn man sich als Mitglied einer privaten Organisation in der kommunalen Flüchtlingshilfe engagiert, mit Einwilligung der Kommune.

Dieser Grundsatz gilt, sofern die übertragenen Aufgaben zu den rechtlichen und organisatorischen Verantwortungsbereichen der Kommune gehören.

Wer also beim Roten Kreuz, der Diakonie oder der Caritas in der Flüchtlingshilfe der Kommune tätig ist, ist in der Regel unfallversichert. In dem Moment allerdings, wo er private Unternehmungen oder Aktionen startet, die nicht an eine solche Organisation angebunden sind, ist der Unfallversicherungsschutz nicht mehr gegeben. Ein Beispiel: Wer privat mit den Kindern aus einer Flüchtlingseinrichtung zum Fußball geht, ohne dafür einen Auftrag zu haben, und sich dort den Fuß bricht, für den ist die Krankenversicherung zuständig.

Leistungen, die nicht Tätigkeiten sind, mit denen der Helfer beauftragt wurde, und die in eigene Regie stattfinden, fallen nicht unter den Versicherungsschutz, auch wenn sie noch so gut gemeint sind. Wer also im Auftrag der Kommune Deutschunterricht gibt, ist nicht durch die Unfallversicherung abgesichert, wenn er einen seiner Schüler zum Arzt begleitet und ein Unfall passiert.

Der Versicherungsschutz erstreckt sich also nur auf die ehrenamtliche Tätigkeit selbst, aber auch den Weg dorthin und von dort zurück nach Hause.

Im Auftrag der Kommune

Was gilt für die Unfallversicherung als Hinweis darauf, dass im Auftrag der Kommune gehandelt wurde?

Im Wesentlichen sollten oder müssten folgende Voraussetzungen erfüllt sein:

  • Die Kommune stellt die Ausrüstung und Infrastruktur, Fahrzeuge und Räumlichkeiten zur Verfügung, die für das Ehrenamt notwendig sind.
  • Die Kommune ersetzt Aufwendungen wie beispielsweise Fahrtkosten oder Materialkosten und tritt auch nach außen hin als Auftraggeber auf.
  • Die Kommune organisiert, überwacht und teilt die Tätigkeiten ein, die erledigt werden sollen. Sie hat gewissermaßen die Weisungsbefugnis über die Helfer und bestimmt Ort, Zeitpunkt, Art und Umfang der Arbeit.

Es empfiehlt sich zur besseren Absicherung eine schriftliche Beauftragung an den ehrenamtlichen Helfer zu übergeben. Darin sollten Art und Umfang der ehrenamtlichen Tätigkeit beschrieben werden, zum Beispiel wer damit beauftragt wird an welchen Tagen wie viel Uhr welche Aufgabe wo zu erledigen, unterschrieben von der verantwortlichen Organisation und dem ehrenamtlichen Helfer.

Durch die ehrenamtlichen Helfer entstehen der Hilfsorganisation, die im Auftrag der Kommune handelt, keine weiteren Kosten für den Versicherungsschutz. Auch ist eine Anmeldung der ehrenamtlich Tätigen nicht notwendig.

Organisationen und Vereine, die ehrenamtliche Helfer einsetzen, sollten sich eine Liste anlegen. In der Namen, Anschriften und Geburtsdaten der Helfenden aufgeführt ist. Das sorgt dafür, dass bei einem Unfall sofort die Daten für die Unfallanzeige vorliegen und die Bearbeitung erleichtert wird. Im Falle eines Unfalls muss eine Unfallmeldung an die zuständige Unfallkasse oder Berufsgenossenschaft erstattet werden und der Betroffene muss einen Durchgangsarzt aufsuchen.

Die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGU) hat eine umfassende Sammlung von Informationen rund um das Thema Unfallversicherung für Ehrenamtliche und Flüchtlinge bereitgestellt: http://www.dguv.de/de/mediencenter/hintergrund/fluechtlinge/index.jsp

Explosionsgefahr am Arbeitsplatz

Quelle: Bruno Glätsch/Werbefabrik / pixabay.com

Quelle: Bruno Glätsch/Werbefabrik / pixabay.com

Vor einiger Zeit machte eine zunächst skurril erscheinende Schlagzeile die Runde: Zwei junge Frauen zogen sich gefährliche Brandverletzungen zu, als sie sich in ihrem geparkten Auto gemütlich eine Zigarette anzündeten. Eine Explosion, hervorgerufen durch die gleichzeitige Nutzung eines Deosprays und eines Feuerzeugs im Wageninneren, hatte zu dem verheerenden Unfall geführt. Dabei wurden nicht nur die Insassinnen schwer verletzt, auch das Auto wurde in einen nicht mehr zu rettenden Schrotthaufen verwandelt.

Gefahr im Verzug – auch im Beruf

Das Drama im Sauerland war privater Natur, kann aber auch in der beruflichen Umgebung stattfinden. Das sogenannte „Explosionsdreieck“ entsteht, wenn man innerhalb eines geschlossenen Raums einen brennbaren Stoff mit einer Zündquelle und einem bestimmten Sauerstoffgehalt zusammenbringt. Mit dem Einsatz entsprechender Mittel (etwa Lösungsmittel, Sprays, Abgase etc.) besteht das Risiko, dass sich eine folgenschwere Konstellation ausbildet – und im schlimmsten Fall Mitarbeiter in Mitleidenschaft gezogen werden.
Aufgepasst: Bei den geschlossenen Räumen kann es sich nicht nur um das Innere eines Autos oder eines Büros, sondern auch um Nischen in Gebäuden oder Zwischenräumen in Geräten handeln.

Was können Sie als Sicherheitsverantwortlicher tun?

Um die Sicherheit Ihrer Mitarbeiter zu gewährleisten, sind verschiedene Maßnahmen zu befolgen:

  • Tipp 1: Erstellen Sie einen möglichst detaillierten Plan, zu welchem Zeitpunkt wo welche Substanzen eingelagert werden und welche individuellen Gefährdungssituationen eintreten können.
  • Tipp 2: Schulen Sie Ihre Mitarbeiter ausreichend. Stellen Sie sicher, dass sie regelmäßige Sicherheitsunterweisungen erhalten und über die nötigen Informationen verfügen, um jegliche Risikofaktoren auszuschließen.
  • Tipp 3: Organisieren Sie einen Notfallplan für alle möglichen Gefahrenmomente, über die die entsprechend zuständigen Mitarbeiter genau in Kenntnis gesetzt werden.
  • Tipp 4: Erziehen Sie Ihre Mitarbeiter zu Achtsamkeit. Stellen Sie sicher, dass das Betriebsklima gut ist, die Mitarbeiter Belohnungen für besondere Leistungen bekommen.

Fazit

Die „unsichtbare Gefahr“ durch potentiell explosive Gasvermengungen birgt ein erhebliches Risiko in sich. Wer im Unternehmen mit Zündvorgängen zu tun hat, sollte stets auf der Hut sein! Ein vorbeugender, im Detail ausgearbeiteter Sicherheitsplan minimiert Risiken und schafft eine sichere Arbeitsumgebung für alle Mitarbeiter.