Welche Vorteile bringt Arbeitsschutz Ihrem Unternehmen?

Quelle: Anyusha/Pixabay

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Sich um Gesundheit und Sicherheit Gedanken zu machen, ist ein Gewinn für jedes Unternehmen. Und zwar nicht nur für die Unternehmen, die Produkte und Dienstleistungen rund um das Thema Arbeitsschutz und Gesundheitsschutz anbieten, sondern in der Tat für jedes Unternehmen.

Die einzelnen Vorteile sind vielschichtig und in ihrer Gesamtheit besonders stark, weil ein Aspekt einen anderen positiv beeinflussen kann.

Reduzierung auf das Restrisiko

Natürlich ist nichts, was man tut, jemals ohne Risiko. Wer einen Beruf ergreift, setzt sich in einem gewissen Maße freiwillig dem Risiko aus, das er mit sich bringt. Es bleibt immer ein Restrisiko, selbst wenn er alle Vorkehrungen getroffen hat, um die Gefahr von Unfällen und Verletzungen zu verringern. Wer in der Formel 1 Rennen fährt, weiß, dass er ein größeres Restrisiko für Verletzungen hat, selbst wenn er stets konzentriert und vernünftig fährt.

Dieses Restrisiko muss der Rennfahrer akzeptieren, sonst muss er seinen feuerfesten Anzug an den Nagel hängen.

Aber: Von niemandem kann verlangt werden, es zu akzeptieren, bei der Arbeit getötet oder schwer verletzt zu werden. Auch wer bereits gesundheitlich beeinträchtigt oder krank ist – zum Beispiel Menschen mit Behinderung oder Einschränkungen – muss keinesfalls akzeptieren, dass sich sein Zustand aufgrund der Arbeit erheblich verschlechtert.

Für ein Unternehmen heißt das: Es hat nicht nur die gesetzliche, sondern auch die moralische Pflicht.

Und diese Pflicht betrifft nicht nur die Mitarbeiter, sondern auch Personengruppen, die nicht auf dem Lohnzettel stehen. Selbst wer seine Mitarbeiter ausreichend informiert, geschult und sensibilisiert hat, sollte Besucher, Kunden oder andere Personen, die mit dem Unternehmen Kontakt kommen, nicht aussparen.

Oftmals wird unterschätzt, wie gut diese Personengruppen von außerhalb die Gefahren im Unternehmen auf dem Gelände einschätzen können. Möglicherweise rechnen sie nicht damit, dass ein Gabelstapler rückwärts auf sie zu fährt, dass sich aus einem Sicherheitsventil plötzlich eine heiße Dampfwolke entlädt oder der Schieferhammer aus dem fünften Stock vom Gerüst auf dem Bürgersteig purzelt.

Mit einem durchdachten Konzept und umsichtigen Planung können Sie Ihre Haftung reduzieren und Ihrer Verantwortung nachkommen.

Planbare Ausgaben

Es mag zunächst verlockend aussehen – vor allem wenn sich ein Unternehmen in der Gründung befindet oder erfreulich wächst – die Kosten für Gesundheit und Sicherheit gering zu halten. Allerdings sind diese Kosten zum einen planbar und zum anderen reduzieren sie die höchst unerfreulichen Mehrkosten, die durch Krankheiten, Unfälle oder sogar Schlimmeres drohen. Ganz abgesehen von den Sanktionen und teils empfindlichen Strafen durch Aufsichtsbehörden.

Wer sich nicht von der Theorie möglicher Unfälle und ihrer Folgen überzeugen lässt, der wird möglicherweise von der Praxis eingeholt.

Denn: Wer nur den materiellen Schaden durch ein Unglück kalkuliert, denkt zu kurz. Zum einen sind immer auch Menschen betroffen, deren Familien und auch Kollegen. Aber auch das Image eines Unternehmens kann durch ein Unglück, das hätte verhindert werden können, erheblichen Schaden nehmen. Denken Sie nur daran, wie sich eine solche Nachricht über die sozialen Medien, Presse und bei Ihren Kunden herumspricht.

Wir möchten Ihnen keine Horrorszenarien an die Wand malen, denn Sie wissen selbst, wie Sie Ihr Bestmögliches tun können, um das Risiko, die Gefahren und ihre möglichen Folgen zu kontrollieren.

Ein Beispiel:

Wenn ein Feuer ausbricht, können Sie das gesamte Gebäude verlieren und Ihre Mitarbeiter ihren Arbeitsplatz. Auf der anderen Seite rettet Sie ein proaktives System, das Sicherheitsprobleme voraussieht und richtig verwaltet, mit einem überschaubaren Budget vor diesem Szenario.

Ein anderes Beispiel:

Wenn Sie Ihre Führungskräfte und Vorarbeiter in Sachen Gesundheit und Sicherheit schulen, scheint das zunächst eine Investition, bei der Kosten und Nutzen wenig transparent berechenbar sind. Aus unserer Erfahrung wissen wir allerdings, das sich diese Aufgaben lohnen. Beispielsweise, wenn dadurch die Verletzungsraten deutlich reduziert wurden, weniger Ausfälle durch Krankheiten verzeichnet werden, eventuell sogar weniger Personal notwendig ist, dass die Ausfälle auffängt und im besten Fall Versicherungsprämien reduziert werden können.

Last but not least…

… ist das Thema Arbeitsschutz und Gesundheitsschutz ein Thema, das auch dem Gesetzgeber in weiten Teilen am Herzen liegt. Es ist also auch eine Frage der Compliance.

Bußgelder von bis zu 5000 € – bis hin zu einem Jahr Freiheitsstrafe für Unbelehrbare – können beispielsweise verhängt werden, wenn von Arbeitgebern oder auch den Beschäftigten gegen eine oder mehrere dieser Vorschrift verstoßen wird:

  • Arbeitsschutzgesetz
  • Arbeitsschutzverordnung zu künstlicher optischer Strahlung
  • Arbeitsstättenverordnung
  • Baustellenverordnung
  • Betriebssicherheitsverordnung
  • Biostoffverordnung
  • Lärm- und Vibrations- Arbeitsschutzverordnung
  • Lastenhandhabungsverordnung
  • Mutterschutzgesetz
  • Verordnung über Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Benutzung persönlicher Schutzausrüstungen bei der Arbeit – PSA-BV
  • Verordnung zur arbeitsmedizinischen Vorsorge

Die Hiracon-Experten sind für Sie da, um Sie bei der Umsetzung zu unterstützen, Mitarbeiter zu schulen und Ihr Unternehmen fit in Sachen Arbeitsschutz und Gesundheitsschutz zu machen!

Wie Gesundheit und Sicherheit Ihrem Unternehmen nutzen

Quelle: JerzyGorecki/Pixabay

Quelle: JerzyGorecki/Pixabay

Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz sind längst keine moderne Erfindung mehr. Schon seit Mitte des 19. Jahrhunderts gibt es entsprechende Gesetze in Deutschland.

Die Technik hat sich seitdem rasant entwickelt und mit dem Komfort und Nutzen moderner Zeiten sind auch die Gesundheits- und Sicherheitsanforderung für jeden Geschäftsinhaber und Manager gewachsen. Die Sicherheitsstandards sind heute wesentlich höher als vor wenigen Jahrzehnten und weder die Behörden noch die Mitarbeiter und Kunden ignorieren es, wenn ein Unternehmen seine Mitarbeiter rücksichtslos Gefahren aussetzt.

Der gesellschaftliche Fortschritt, sich mit Gefahren und Risiken für mehr Arbeitsschutz und Gesundheit zu beschäftigen, hat eine große Bandbreite von Erkenntnissen, Werkzeugen und Technologien hervorgebracht. Sie sorgen dafür, das Unternehmen diese Risiken besser bewältigen können als jemals zuvor – und zugleich haben sie eine zunächst verwirrende Palette von Gesetzen und Ratschlägen hervorgebracht.

Von Ihrem Sicherheitsmanagementsystem wird erwartet, dass es Risiken aktiv identifiziert, steuert und überprüft. Der Gesetzgeber setzt voraus, dass Sie selbst erkennen, wo in Ihrem Unternehmen bestimmte Anforderungen an Arbeitsschutz und Gesundheitsschutz erfüllt werden müssen.

Und leider genügt es nicht, sich auf den Überlebensinstinkt und die Vernunft des Menschen zu verlassen. Würde das Gespür für Risiken niemals trügen, gäbe es kaum Menschen, die ins Eis einbrechen, bei Rot über die Straße laufen oder verdorbene Lebensmittel essen.

Moderne Erkenntnisse zu den Themen Arbeitsschutz und Gesundheitsschutz umfassen Management und Führung, juristische Aspekte und Bereiche der Naturwissenschaften Physik, Biologie und Chemie, aber auch Ingenieurwissenschaften, Psychologie und Ergonomie. Keiner dieser Bereiche ist aus dem Arbeitsschutz wegzudenken.

Für den Unternehmer lassen sich diese Themen durchaus unter dem Schwerpunkt Sicherheit und Geschäftsrisikomanagement zusammenfassen. Denn darunter fallen nicht nur die Finanz-, Markt- und Produktrisiken, sondern auch Risiken, die Gesundheit, Sicherheit und Umwelt gefährden.

Ein hoher Krankheitsstand, überdurchschnittlich viele Fehlzeiten und Mitarbeiter, die das Gefühl haben, das ihre Gesundheit dem Unternehmen egal ist, sind das eine, was einem Unternehmen zum Verhängnis werden kann. Das andere sind Behörden und weitere Kontrollorgane, die es nicht tolerieren, wenn gesetzlich vorgeschriebene Sicherheitsstandards nicht erfüllt werden.

Bei der Beratung von Unternehmen stellen wir oft fest, dass es nicht schwierig ist, zu erkennen, dass Gesundheit und Sicherheit wesentlich für den Erfolg eines Unternehmens sind. Die Probleme beginnen allerdings dann, wenn das Unternehmen unkoordiniert und planlos versucht, dem Thema Gesundheit und Sicherheit Herr zu werden.

Vom Großen ins Kleine

Nicht selten werden dann zunächst kleine und triviale Maßnahmen umgesetzt, die weniger Einfluss haben auf das große Ganze, obwohl es sinnvoller ist, sich zunächst auf die Hauptgeschäftsrisiken zu konzentrieren. Wenn Sie beispielsweise ein Chemiehersteller sind und ihre Mitarbeiter dazu anweisen, die Oberschränke in der Küche immer zu schließen, damit sich niemand den Kopf stößt und Handlauftrainings durchführen, aber gleichzeitig niemand darauf achtet, wie mit hochgiftigen oder explosiven Chemikalien umgegangen wird, haben Sie eindeutig falsche Prioritäten gesetzt.

Wenn uns ein Unternehmen als externe Berater in Sachen Arbeitsschutz und Gesundheitsschutz zur Hilfe ruft, beginnen wir meistens mit der Ausarbeitung einer Richtlinie. Sie legt fest, welche Ziele erreicht werden sollen und wie die Mitarbeiter zur Umsetzung dieser Ziele eingebunden werden sollen. Ein wesentlicher Teil zur Verbesserung der Sicherheit besteht darin, die Risiken zu erkennen und zu bewerten, die sich aus Ihrem Unternehmen ergeben. Dazu dient die so genannte Gefährdungsbeurteilung. Sie ist die Grundlage für die individuell zu erarbeitenden Maßnahmen.

Sicherheit muss verwaltet und kontrolliert werden – und auch das lässt sich mit der Implementierung eines Managementsystems überschaubar und praktikabel regeln.

Sprechen Sie uns an, wenn Sie wissen wollen, welche konkreten Vorteile Arbeitsschutz und Gesundheitsschutz in Ihrem Unternehmen bringen.

Warum Arbeitsschutz wie Abnehmen ist

Quelle: Bernhard_Staerck/Pixabay

Quelle: Bernhard_Staerck/Pixabay

Wir finden: Gesundheit und Sicherheit sind höchst interessante Themen. Sie kombinieren Teile von Wissenschaft, Technik, Management, Psychologie, Ergonomie, Recht und Wirtschaft. Diese Vielfalt macht die Beschäftigung mit dem Arbeitsschutz und Gesundheitsschutz auf der anderen Seite aber auch zu einem komplexen Thema.

Wir stellen in unserem Alltag bei den Beratungsgesprächen in den Unternehmen immer wieder fest, dass einerseits alle Informationen, die es braucht, frei abgerufen werden können, zum Beispiel bei Behörden und Ämtern, bei Verbänden oder Dienstleistern. Andererseits ist es schwierig, immer genau die Information zu finden, die man braucht. Vor allem, wenn man nicht genau weiß, wonach man sucht.

Das macht die Themen Arbeitsschutz und Gesundheitsschutz für viele Unternehmen wenig greifbar.

Und noch ein weiterer Aspekt begegnet uns im Gespräch mit den Unternehmen, die uns als Dienstleister engagieren. Da gibt es die eine Seite, die findet, dass der gesunde Menschenverstand oftmals ausreichen sollte, um Gefahren und Risiken aus dem Weg zu gehen. Arbeitsschutzkonzepte werden da oft als überflüssig empfunden. Die andere Seite findet es deutlich zu kompliziert, auf eben diese Details, die Unfälle und Krankheiten verhindern können, zu achten und wünscht sich praktische Checklisten, durchdachte Prozessabläufe und passgenaue Anleitungen.

Wie wichtig organisierter Arbeitsschutz und Gesundheitsschutz – unabhängig von den gesetzlichen Vorgaben – wirklich ist, wird nach der Gefährdungsbeurteilung deutlich. Sie hilft, künftige Entscheidungen zielgerichtet zu treffen und geeignete Maßnahmen individuell festzulegen. Sie ist nur der erste Schritt zu mehr Sicherheit und Gesundheit und somit ein wertvolles Werkzeug.

 Warum Arbeitsschutz wie Abnehmen ist

Lassen Sie uns einen Vergleich ziehen. Die Gefährdungsbeurteilung entspricht etwa dem Check-up beim Hausarzt. Möglicherweise stellt er fest, dass Ihnen ein paar Kilo weniger erhebliche gesundheitliche Vorteile bringen würden. Vielleicht zeigen sich sogar erste Folgen der Übergewichtigkeit durch Bluthochdruck und miserable Blutwerte. Und wenn Sie selbst ehrlich sind, fühlen Sie sich auch nicht gut. Diese Erkenntnis ist der erste Schritt. Sie wissen nun also, dass Sie etwas tun müssen, wenn Sie gesund werden und bleiben wollen.

Nun folgt der zweite Schritt. In unserer Branche wäre er das Ausarbeiten und die Analyse von geeigneten Maßnahmen für mehr Arbeitsschutz und Gesundheitsschutz. In unserem Beispiel informieren Sie sich möglicherweise über Fitnessstudios und Laufgruppen in Ihrer Nähe und kaufen sich einen Stapel Bücher über Diäten.
Der dritte Schritt ist nun, die richtigen Schritte und Regeln in Ihrem Leben bzw. Ihrem Unternehmen, anzuwenden. In unserem Beispiel stellen Sie vielleicht fest, dass sie das hohe Tempo der Laufgruppe nicht mithalten können und Ihre Knie nicht mitspielen. Und auch das Fitnessstudio führt Sie nach den ersten 2,3 Wochen nur noch als passives Mitglied. Selbst beim Kochen und Essen fallen Sie in alte Gewohnheiten zurück, weil es bequemer ist.

Übertragen auf den Unternehmensbereich gibt es ähnliche Probleme. Nach einiger Zeit werden neue Regeln nicht mehr befolgt, weil sie nicht zur Gewohnheit geworden sind. Die geplanten Maßnahmen erweisen sich als unzureichend oder zu straff, scheitern an der Realität und der Praxis, der Zeitplan zur Umsetzung ist deutlich zu straff oder zu lasch.

Ob es sich um eine Diät oder um ein Konzept handelt, es zeigt sich fast immer das gleiche Bild: Es fällt dem Menschen in der Regel schwer, gewohnte Strukturen und Prozesse zu verändern, wenn es an der Motivation fehlt.

Wo herkommt also diese Motivation?

Entweder von innen, weil sich der Mensch ein Ziel gesetzt hat, das ihn antreibt, oder durch Antrieb von außen, etwa durch Audits, externe Kontrollen und Überwachung. In beiden Fällen ist es wichtig, dass das gesetzte Ziel realistisch, attraktiv, messbar sowie zeitlich und konzeptionell genau definiert ist.

Das heißt für Sie: Wenn Sie einen Experten für Arbeitsschutz und Gesundheitsschutz in Ihrem Unternehmen einsetzen, sorgt er wie ein Personal Coach dafür, die Ziele entsprechend zu formulieren, umzusetzen und die Beteiligten so einzubinden, dass sie die Maßnahmen aus eigener Motivation heraus unterstützen.

Wir vom HDS Arbeitsschutz helfen Ihnen, das Check-up unternehmensintern durchzuführen und zu dokumentieren. Unsere erfahrenen Fachleute übernehmen für Sie auf Wunsch die Erstellung der Gefährdungsbeurteilung.

Darüber hinaus pflegen wir Ihre bestehende Gefährdungsbeurteilung, prüfen die Umsetzung der festgelegten Maßnahmen und aktualisieren sie in sinnvollen Abständen.
Wenn gewünscht, übernehmen wir für Sie auch die Überarbeitung der bestehenden Gefährdungsbeurteilung mit dem Schwerpunkt auf der Integration von Betriebssicherheitsverordnung, Gefahrstoffverordnung und anderen notwendigen Reglements.

Gesundheit und Sicherheit sind ein wichtiger Teil der Unternehmensführung. Sie müssen in die Geschäftsabläufe des Unternehmens integriert werden, damit die Navigation durch die komplexen Gesetze und Richtlinien gelingt.

Wir unterstützen Sie dabei, herauszufinden, was sie selbst tun können und wann Sie Hilfe benötigen.

Bewältigen Sie die E-Mail-Flut

Quelle: dference/Pixabay

Quelle: dference/Pixabay

Zu viele Unterbrechungen sind der Zeitkiller Nummer 1. Ein schlecht organisiertes E-Mail-Fach bremst ebenso den Arbeitsalltag. Für ein effektiveres Arbeiten an und mit ihren E-Mails zu Gunsten einer verbesserten Kommunikation haben wir Ihnen hier ein paar nützliche Tipps zusammengestellt

Eine Mail, ein Thema

Bestimmt kennen Sie das Phänomen, dass die zweite oder dritte Frage, die Sie in einer Mail stellen, bei der Antwort ignoriert wird. Auch Anweisungen, die sich nicht auf ein und dasselbe Thema beziehen, gehen in einer E-Mail oft unter. Dem können Sie entgegenwirken, indem Sie mono-thematische E-Mails schreiben. Das heißt: Für jedes Thema eine eigene E-Mail.
Schreiben Sie das Thema in die Betreffzeile, damit die Mail besser wiedergefunden werden kann und Ihr Anliegen ins Auge fällt.
Ein weiterer Vorteil ist, dass Sie auf Ein-Thema-Mails schneller eine Antwort bekommen. Denn wenn Sie mehrere Fragen in einer E-Mail stellen, bekommen Sie in der Regel erst eine Antwort, wenn alle Fragen beantwortet werden können – wenn nicht zwischenzeitlich Ihre E-Mail vergessen wurde.

Schlagworte vergeben

Das E-Mail-Fach wird übersichtlicher, wenn sie die Betreffzeile mit Schlagworten (Tags) ausstatten. Bewährt hat es sich, das Schlagwort in Großbuchstaben und eckigen Klammern an den Anfang der Betreffzeile zu stellen.
Handelt es sich beispielsweise um eine E-Mail, die lediglich Informationen ohne Handlungsaufforderung oder Frage beinhaltet, ist die Kennung [INFO] oder auch [FYI] für „for your interest“ nützlich.
E-Mails, die einen Arbeitsauftrag beinhalten, werden üblicherweise in der Betreffzeile mit [TO DO] gekennzeichnet. Entwickeln Sie für Ihre Bedürfnisse individuelle Kennungen wie ANFRAGE, AUFTRAG oder ABLAGE und regen Sie an, diese Kennungen für die E-Mail-Korrespondenz einheitlich zu verwenden. Sie werden sehen, wie sie die Arbeit erleichtern und Ihnen einen besseren Überblick in der E-Mail-Flut verschaffen.
Für manche Konstellationen, in denen ein Team stets über den aktuellen Status informiert sein muss, empfiehlt es sich, den Projektnamen in den Betreff einzufügen.
Das kann man beispielsweise so aussehen:

 

Wichtig ist allerdings, nicht den kompletten Betreff in Großbuchstaben zu schreiben, da dies für manche Spamfilter ein Alarmsignal ist.

Durchdachte Ordnerstruktur

Ein weiterer Tipp zur besseren Organisation des E-Mail-Fach ist das Anlegen von mindestens drei Ordnern, die Ihnen helfen, die E-Mails mit einem Handgriff zu sortieren.
Experten für Zeitmanagement und Büroorganisation empfehlen diese Ordnerstruktur:

 

 

 

 

 

01_Erledigen
Hier hinein kommen alle E-Mails, die eine Reaktion von Ihnen erfordern.
02_Abwarten
Das ist der Ort für alle E-Mails, bei denen Sie auf eine Reaktion von anderen warten.
03_Ablage
In diesem Ordner finden die E-Mails Platz, die beispielsweise ausgedruckt und abgeheftet werden müssen, wie bezahlte Rechnung.

Mögliche weitere Ordner sind das Archiv, der Lesestapel für interessante Newsletter, erledigte E-Mails für Ihre Dokumentation, Projekt-Ordner (eventuell mit weiteren Unterordnern von 01 bis 03), …
Nehmen Sie sich etwas Zeit, Ihre persönliche Ideallösung zu finden. Es zahlt sich nämlich aus, den Überblick im E-Mail-Fach zu behalten.

Schlaglöcher: Unterschätzte Unfallursache

Quelle: odejacob / pixabay.com

Quelle: odejacob / pixabay.com

Unfälle durch Ausrutschen, Stolpern, Umknicken und buchstäbliche Fehltritte sind in vielen Betrieben die häufigsten Unfallursachen. Von diesen sogenannten „SRS-Unfällen“ (abgekürzt für Stolper-, Rutsch- und Sturzunfälle) verzeichnen die gesetzlichen Unfallversicherungen in Deutschland rund 200.000 Fälle – im Jahr. Die Verletzungen können schwer ausfallen und reichen von Zerrungen über Verstauchungen und Prellungen bis hin zu Bänderrissen sowie Frakturen. Meist sind Knöchel, Füße, die Knie oder die Hüfte betroffen. Aber was sind mögliche Gründe für Stürze am Arbeitsplatz und worauf sollten Sie bevorzugt achtgeben?

Schlaglöcher und Co.: Nachlässigkeit rächt sich

Risse, Unebenheiten, Schlaglöcher – gerade der Frühling bringt ans Licht, was Herbst und Winter dem Boden angetan haben. Langsam aber stetig haben Frost und wechselnde Temperaturen dem Asphalt zugesetzt und ihn schrundig gemacht. Er platzt auf, ältere Schäden sind gravierender geworden. Oft wird genau diesen Stolperfallen nicht genug Beachtung geschenkt oder es kommt zu einer gewissen Betriebsblindheit.

Viele Menschen folgen dem gleichen Muster: Auf dem Weg zum Arbeitsplatz merkt man sich die tückischen Stellen, weicht beim nächsten Mal einfach aus und gewöhnt sich einfach irgendwann an diese kleinen Fahrmanöver. Lange Zeit geht dieses Verhalten vielleicht gut, bis es eines Tages dann doch passiert: Eine kleine Unvorsichtigkeit führt zu einem Unfall. Die Folgen sind Schmerzen, lästige Arztbesuche sowie für den Arbeitgeber und das Unternehmen Extrakosten durch mögliche Produktionsausfälle.

Die möglichen Unfallursachen im Überblick

Zu den Risikofaktoren für SRS-Unfälle zählen:

1) Schäden im Asphalt:

  •  Schlaglöcher
  • Risse oder andere Unebenheiten
  • Dehnungsfugen
  • Vertiefungen
  • Spurrillen
  • beschädigte Randbereiche

2) Weitere Risiken im Außenbereich:

  • Kanten und Erhöhungen
  • beschädigte Treppenstufen
  • lockere Bodenplatten

3) Unfallquellen im Innenbereich:

  • defekte oder verschmutzte Bodenbeläge
  • alle Arten von Unebenheiten wie Dellen, Löcher oder Risse
  • auf dem Boden liegende Gegenstände

 Nutzen Sie die warme Jahreszeit für Reparaturen!

SRS-Unfälle können nicht nur Mitarbeitern passieren, sondern natürlich auch etwaigen Besuchern des Betriebsgeländes, denen die Umgebung weniger bis gar nicht vertraut ist. Hier gilt das Augenmerk sowohl dem Außen- als auch dem Innenbereich einer Anlage. Frühling und Sommer sind perfekte Zeitpunkte, um den Fokus auf den Boden zu lenken: Beseitigen Sie mögliche Gefahrenquellen und beugen Sie so unangehmen SRS-Unfällen vor. Die möglichen Mängel sollten unverzüglich in Angriff genommen werden

Unfallversicherung für Flüchtlingshelfer

Quelle: Pixabay

Quelle: Pixabay

Für viele Menschen ist es eine Herzensangelegenheit geworden, geflüchteten Menschen ehrenamtlich zur Seite zu stehen und sie dabei zu unterstützen, sich in Deutschland als fremdem Land mit fremder Sprache zurechtzufinden. Ob Unterrichtsstunden für Deutsch als Fremdsprache, Begleitung bei Behördengängen, als rechtliche oder psychologische Unterstützung – oft, aber nicht immer stehen die ehrenamtlichen Flüchtlingshelfer unter dem Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung. Selbst wer in einem Verein, bei den Wohlfahrtsorganisationen oder bei einem anderen Träger mitarbeitet und sich engagiert, ist nicht automatisch unfallversichert.

Wird die ehrenamtliche Hilfe im Auftrag einer Kommune ausgeübt, besteht grundsätzlich gesetzlicher Versicherungsschutz. Das gilt auch, wenn man sich als Mitglied einer privaten Organisation in der kommunalen Flüchtlingshilfe engagiert, mit Einwilligung der Kommune.

Dieser Grundsatz gilt, sofern die übertragenen Aufgaben zu den rechtlichen und organisatorischen Verantwortungsbereichen der Kommune gehören.

Wer also beim Roten Kreuz, der Diakonie oder der Caritas in der Flüchtlingshilfe der Kommune tätig ist, ist in der Regel unfallversichert. In dem Moment allerdings, wo er private Unternehmungen oder Aktionen startet, die nicht an eine solche Organisation angebunden sind, ist der Unfallversicherungsschutz nicht mehr gegeben. Ein Beispiel: Wer privat mit den Kindern aus einer Flüchtlingseinrichtung zum Fußball geht, ohne dafür einen Auftrag zu haben, und sich dort den Fuß bricht, für den ist die Krankenversicherung zuständig.

Leistungen, die nicht Tätigkeiten sind, mit denen der Helfer beauftragt wurde, und die in eigene Regie stattfinden, fallen nicht unter den Versicherungsschutz, auch wenn sie noch so gut gemeint sind. Wer also im Auftrag der Kommune Deutschunterricht gibt, ist nicht durch die Unfallversicherung abgesichert, wenn er einen seiner Schüler zum Arzt begleitet und ein Unfall passiert.

Der Versicherungsschutz erstreckt sich also nur auf die ehrenamtliche Tätigkeit selbst, aber auch den Weg dorthin und von dort zurück nach Hause.

Im Auftrag der Kommune

Was gilt für die Unfallversicherung als Hinweis darauf, dass im Auftrag der Kommune gehandelt wurde?

Im Wesentlichen sollten oder müssten folgende Voraussetzungen erfüllt sein:

  • Die Kommune stellt die Ausrüstung und Infrastruktur, Fahrzeuge und Räumlichkeiten zur Verfügung, die für das Ehrenamt notwendig sind.
  • Die Kommune ersetzt Aufwendungen wie beispielsweise Fahrtkosten oder Materialkosten und tritt auch nach außen hin als Auftraggeber auf.
  • Die Kommune organisiert, überwacht und teilt die Tätigkeiten ein, die erledigt werden sollen. Sie hat gewissermaßen die Weisungsbefugnis über die Helfer und bestimmt Ort, Zeitpunkt, Art und Umfang der Arbeit.

Es empfiehlt sich zur besseren Absicherung eine schriftliche Beauftragung an den ehrenamtlichen Helfer zu übergeben. Darin sollten Art und Umfang der ehrenamtlichen Tätigkeit beschrieben werden, zum Beispiel wer damit beauftragt wird an welchen Tagen wie viel Uhr welche Aufgabe wo zu erledigen, unterschrieben von der verantwortlichen Organisation und dem ehrenamtlichen Helfer.

Durch die ehrenamtlichen Helfer entstehen der Hilfsorganisation, die im Auftrag der Kommune handelt, keine weiteren Kosten für den Versicherungsschutz. Auch ist eine Anmeldung der ehrenamtlich Tätigen nicht notwendig.

Organisationen und Vereine, die ehrenamtliche Helfer einsetzen, sollten sich eine Liste anlegen. In der Namen, Anschriften und Geburtsdaten der Helfenden aufgeführt ist. Das sorgt dafür, dass bei einem Unfall sofort die Daten für die Unfallanzeige vorliegen und die Bearbeitung erleichtert wird. Im Falle eines Unfalls muss eine Unfallmeldung an die zuständige Unfallkasse oder Berufsgenossenschaft erstattet werden und der Betroffene muss einen Durchgangsarzt aufsuchen.

Die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGU) hat eine umfassende Sammlung von Informationen rund um das Thema Unfallversicherung für Ehrenamtliche und Flüchtlinge bereitgestellt: http://www.dguv.de/de/mediencenter/hintergrund/fluechtlinge/index.jsp

Schimmel: Unsichtbare Gefahr in Büro und Bibliotheken

Quelle: MichaelGaida / pixabay.com

Quelle: MichaelGaida / pixabay.com

Er kann überall lauern, hinter Schränken, in Ecken, neben Fenstern. Oft ist er grün, braun oder sogar schwarz und so gut wie niemals ein gern gesehener Gast: der Schimmelpilz. Schimmel am Arbeitsplatz ist ein wichtiges Thema. Er gefährdet nicht nur in erheblichem Maße die Gesundheit der Mitarbeiter, sondern stellt auch eine Bedrohung für die jeweiligen Erzeugnisse dar.

 Warum und wie die Sporen uns gefährlich werden können

Schimmelpilze gedeihen besonders gut in einer feuchten Umgebung. Werden die Pilzsporen in zu großer Menge eingeatmet, kann dies zu ernsthaften Erkrankungen führen. So besteht ein erhöhtes Risiko für Atemwegserkrankungen, allergischen Schnupfen oder Asthma, Kopfschmerzen, eine Reizung der Schleimhäute und eine

Schwächung des Immunsystems

Zu den Hauptursachen für Schimmelbefall am Arbeitsplatz zählen Baumängel und raumklimatische Verhältnisse. Hier zeichnet sich der Bauträger verantwortlich: Bei bestehendem Schimmelbefall sollten Zustand und Gegenmaßnahmen gemeinsam mit dem Gesundheitsamt bei einer Ortsbesichtigung geklärt werden. Von großer Bedeutung ist dabei die Frage, ob und wie eine Weiterarbeit der jeweiligen Angestellten organisiert werden kann.

Der ultimative Schimmel-Check für Bibliotheken und Archive

Schimmel macht auch vor Büchern nicht Halt: In den diversen Magazinen sollen sich laut Experten ungefähr 200 verschiedene Arten tummeln. Zu den Ursachen für die Vermehrung des Schimmels zählen staubiges oder verschmutztes Archivgut, zu große Temperaturschwankungen, eine zu hohe relative Luftfeuchtigkeit, akute Wasserschäden sowie eine unzureichende Belüftung. Doch was kann man tun, um einer Ausbreitung Einhalt zu gebieten?

  • Überprüfen Sie die  Magazine von Archiven und Bibliotheken auf deren baulichen Zustand – regelmäßig.
  • Alle Magazinräume sollten immer wieder gereinigt werden. Fußböden, Wände und Regale müssen glatte Oberflächen aufweisen, um es dem Staub so schwer wie möglich zu machen.
  • Die Klimawerte müssen ständig überprüft, auf Schwankungen sollte gezielt reagiert werden.
  •  Optimieren Sie die relative Luftfeuchtigkeit, setzen Sie zum Beispiel Be- und Entfeuchtungsgeräte ein.
  • Es empfiehlt sich ein regelmäßiger Luftaustausch, so können sich die Sporen nicht auf Oberflächen absetzen.
  • Sorgen Sie für eine staubdichte, aber luftdurchlässige Aufbewahrung Ihrer Medien.
  • Vermeiden Sie in Magazinräumen Pflanzen sowie den Verzehr von Lebensmitteln.
  • Das Archivgut sollte einer Trockenreinigung unterzogen werden und in säurefesten Mappen und Archivkartons aufbewahrt werden.
  • Kontrollieren Sie das Archivgut bei jeder Übernahme auf Staubbelastung oder offensichtlichen Schimmelbefall.
  • Allgemein gilt: Schimmelbefallene Gegenstände sollten wenig bewegt und feuchte oder nasse Objekte sofort und ohne Wärmeeinwirkung getrocknet werden.

Fazit

Es gibt zahlreiche Maßnahmen, um Schimmelpilz vorzubeugen und für Mitarbeiter wie Archivgut ein sicheres „Arbeitsklima“ zu gewährleisten. Setzen Sie die Schimmelpilzprävention ganz oben auf Ihre Agenda – das ist das A und O, um gesundliche Risiken zu vermeiden.

Effizienter besprechen

Quelle: Nappiness/Pixabay

Quelle: Nappiness/Pixabay

Im schlimmsten Fall unvermeidlich, Zeit raubend und oftmals ohne fassbares Ergebnis – Sitzungen und Besprechung sind für Sicherheitsfachkräfte nicht zu umgehen. Um es Ihnen und den anderen Teilnehmern so angenehm wie möglich zu gestalten, sollten Sie Störfaktoren und Zeitkeller ausschalten. Mit diesen sieben Tipps kann es Ihnen gelingen:

1. schriftliche Tagesordnung

Bringen Sie vorab Themen und Ziele zu Papier und erstellen Sie einen Zeitplan. Verteilen Sie die Tagesordnung rechtzeitig vor dem Termin. Auch wenn Sie nicht schriftlich, sondern telefonisch einladen, sollten Sie die Themen oder besser noch das Thema, das besprochen werden soll, so genau wie möglich definieren. Nur so kann sich Ihr Gegenüber darauf einstellen und sich vorbereiten.

2. Fakten vorbereiten

Sammeln Sie vorab alle wichtigen Daten zum Thema bzw. dem Problem. Das hilft Ihnen, überzeugend zu argumentieren und sorgt für bessere Ergebnisse.

3. Störer abschalten

Bitten Sie zu Beginn der Sitzung oder Besprechung darum, die Handys abzuschalten und außer Sichtweite zu legen. Auch Unbeteiligte sorgen für Unruhe und Ablenkungen. Werden während der Besprechung Privatgespräche geführt, hilft es meistens schon, den Blickkontakt mit den Störer zu suchen oder einen Moment zu schweigen. Sprechen Sie den Störer in ruhigem Ton an, wenn er sich in seinem Reden nicht beirren lässt und bitten Sie ihn aus Rücksicht auf die anderen die Sitzung nicht weiter zu stören.

4. Nebenschauplätze verlassen

Die Tagesordnung hilft Ihnen, die Diskussion wieder zum Hauptpunkt zurückzuführen, wenn das Gespräch abschweift. Bieten Sie an, das Nebenthema in der nächsten Besprechung zu behandeln, falls notwendig.

5. Monologe stoppen

Möglicherweise gibt es unter den Teilnehmern jemanden, der redet, ohne auf den Punkt zu kommen oder ein Ende zu finden. Die eleganteste Lösung ist zunächst, zuzuhören. Bemerken Sie Unruhe in der Gruppe oder schweift er ab, unterbrechen Sie ihn höflich und fassen Sie seine Aussage zu einer Kernaussage zusammen. Bei notorischen Vielrednern hilft es allerdings nur, deutlich zu sagen, dass sie sich im Interesse der anderen Teilnehmer doch bitte kurzfassen mögen.

6. Einwände behandeln

„Das war schon immer so“, „das hat noch nie funktioniert“ und „was Sie nur wieder haben“ – über diese unsachlichen Einwürfe kann man in der Regel reaktionslos hinwegsehen. Werden allerdings Einwände vorgebracht, die sachbezogen und überprüfbar sind, sollten Sie gezielt nachfragen. Möglicherweise hat Ihr Gegenüber mehr Informationen als Sie und kann damit zur Lösung des Problems beitragen.

7. Ergebnisse protokollieren

Die wichtigsten Ergebnisse sollten Sie direkt nach der Sitzung in Stichworten zusammenfassen und an die Teilnehmer verteilen. Notieren Sie auch verantwortliche Personen, Fristen und Termine, wenn Aufgaben vergeben wurden. Gab es Streitpunkte, lassen Sie die Empfänger das Protokoll gegenzeichnen, um sicherzustellen, dass niemand nachher behaupten kann, eine Maßnahme wäre anders beschlossen worden.

Arbeitszeitreport 2016: Wie lange arbeitet Deutschland

Quelle: Pixabay

Quelle: Pixabay

Der Arbeitszeitreport der BAuA (Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin) gibt einen guten Überblick darüber, wie lange in deutschen Hallen und Büros der Hammer, bzw. der Griffel geschwungen wird. Der Report, für den rund 20.000 Beschäftigte befragt wurden, hat durchaus viele interessante, aber auch einige Informationen zu bieten, die Handlungsbedarf aufzeigen.

Gleichberechtigung:

Was zum Beispiel die Gleichberechtigung angeht, werden Frauen überwiegend durch persönliche oder familiäre Verpflichtungen daran gehindert Vollzeit zu arbeiten. Das Ergebnis: Arbeit in Teilzeit ist dominiert von Frauen (85 %). 42 % der Frauen arbeiten in Teilzeit. Bei den Männern sind es nur 7 %.

Zufriedenheit:

Dabei zeigt sich allerdings, dass nur 38 % der Vollzeitarbeitenden zufrieden mit ihren Arbeitszeiten sind. 54 % der Befragten würden eigentlich lieber weniger arbeiten. Andersherum sieht es bei den Teilzeitarbeitenden, größtenteils also Frauen, aus. Bei den Befragten, die in Teilzeit arbeiten, würden 35 % lieber länger arbeiten und nur 47 % sind zufrieden mit dem Halbtagsjob. 80 % der Beschäftigten arbeiten normalerweise zwischen 7 und 19 Uhr.

Wunsch-Arbeitszeit:

42 % der Männer arbeiten gerne zwischen 40 und 48 Wochenstunden. 43 % der Frauen bevorzugen 20 bis 35 Stunden. Dass es oftmals nicht persönliche Wünsche, sondern wie bereits erwähnt familiäre Gründe sind, die für das eine oder andere Arbeitszeitmodelle sprechen, dürfte klar sein.

Arbeitszeit:

Die tatsächlichen Arbeitszeiten liegen laut Report für fast ¾ der Beschäftigten in Industrie und Handwerk bei mehr als 40 Wochenstunden. Selbstständige arbeiten zu mehr als ¾ auch am Wochenende. Sie sind überwiegend als Handwerker oder Dienstleister unterwegs und stehen besonders häufig unter Termin- oder Leistungsdruck. Der Report zeigt auch: Abhängig Vollzeitbeschäftigte in Deutschland arbeiten mit durchschnittlich 43,5 Wochenstunden tatsächlich knapp 5 Stunden pro Woche länger als vertraglich vereinbart (38,6 Stunden).

Überstunden:

Der Report hat auch untersucht, wie sich Überstunden auf die Gesundheit der Befragten auswirken. Bereits ab zwei Überstunden werden deutlich häufiger gesundheitliche Beschwerden genannt und mit steigender Überstundenzahl nehmen insbesondere körperliche Erschöpfung und Schlafstörungen zu.

Große Beeinträchtigungen zeigten sich bei vermehrter Überstundenzahl zunehmend für die Work-Life-Balance der Befragten, also den Einklang von Beruf und Privatleben – gleiches gilt übrigens bei der Schichtarbeit, die rund 1/5 der Beschäftigten leisten.

Gesundheit:

Ab 48 Wochenstunden, die regelmäßig abgeleistet werden, zeigt sich das Bild, das sich durchaus ein Zusammenhang zwischen der Arbeitszeit und gesundheitlichen Beschwerden feststellen lässt. Wer diese oder längere Arbeitszeiten in Kauf nimmt, klagt überdurchschnittlich oft über Schlafstörungen, Müdigkeit und körperliche Erschöpfung. Rückenschmerzen traten deutlich häufig auf bei Befragten, die 60 Stunden oder mehr in der Woche ableisten.

Ständige Erreichbarkeit:

In Zeiten von Handys und Messengerdiensten ließ der Report auch das Thema ständige Erreichbarkeit nicht aus. Das Ergebnis überrascht, denn obwohl 22 % der beschäftigten angeben, dass von ihnen erwartet werde, ständig erreichbar zu sein, werden nur 12 % auch tatsächlich häufig von ihren Vorgesetzten oder Kollegen aufgrund von beruflichen Anlässen privat kontaktiert.

Ein kurzer Exkurs zu „Arbeitszeit im Ruhestandsalter“ gibt Einblicke in die Länge und Lage der Arbeitszeit von Erwerbstätigen, die über 65 Jahre alt sind.

Sie sind zu 69 % männlich und größtenteils selbstständig oder in anderer Form nicht abhängig beschäftigt (61 %). 55 % von ihnen arbeiten im Dienstleistungsbereich.

Die Erwerbstätigen im Alter von über 65 Jahren sind vergleichsweise hochgebildet und schätzen ihren Gesundheitszustand durchschnittlich genauso gut ein wie die jüngeren Erwerbstätigen im Alter bis 65 Jahre. Die Zufriedenheit mit der Work-Life-Balance ist vergleichsweise hoch.

Den „Arbeitszeitreport Deutschland 2016“ finden Sie in ganzer Länge als PDF-Download unter www.baua.de/de/Publikationen/Fachbeitraege/F2398.html.

Explosionsgefahr am Arbeitsplatz

Quelle: Bruno Glätsch/Werbefabrik / pixabay.com

Quelle: Bruno Glätsch/Werbefabrik / pixabay.com

Vor einiger Zeit machte eine zunächst skurril erscheinende Schlagzeile die Runde: Zwei junge Frauen zogen sich gefährliche Brandverletzungen zu, als sie sich in ihrem geparkten Auto gemütlich eine Zigarette anzündeten. Eine Explosion, hervorgerufen durch die gleichzeitige Nutzung eines Deosprays und eines Feuerzeugs im Wageninneren, hatte zu dem verheerenden Unfall geführt. Dabei wurden nicht nur die Insassinnen schwer verletzt, auch das Auto wurde in einen nicht mehr zu rettenden Schrotthaufen verwandelt.

Gefahr im Verzug – auch im Beruf

Das Drama im Sauerland war privater Natur, kann aber auch in der beruflichen Umgebung stattfinden. Das sogenannte „Explosionsdreieck“ entsteht, wenn man innerhalb eines geschlossenen Raums einen brennbaren Stoff mit einer Zündquelle und einem bestimmten Sauerstoffgehalt zusammenbringt. Mit dem Einsatz entsprechender Mittel (etwa Lösungsmittel, Sprays, Abgase etc.) besteht das Risiko, dass sich eine folgenschwere Konstellation ausbildet – und im schlimmsten Fall Mitarbeiter in Mitleidenschaft gezogen werden.
Aufgepasst: Bei den geschlossenen Räumen kann es sich nicht nur um das Innere eines Autos oder eines Büros, sondern auch um Nischen in Gebäuden oder Zwischenräumen in Geräten handeln.

Was können Sie als Sicherheitsverantwortlicher tun?

Um die Sicherheit Ihrer Mitarbeiter zu gewährleisten, sind verschiedene Maßnahmen zu befolgen:

  • Tipp 1: Erstellen Sie einen möglichst detaillierten Plan, zu welchem Zeitpunkt wo welche Substanzen eingelagert werden und welche individuellen Gefährdungssituationen eintreten können.
  • Tipp 2: Schulen Sie Ihre Mitarbeiter ausreichend. Stellen Sie sicher, dass sie regelmäßige Sicherheitsunterweisungen erhalten und über die nötigen Informationen verfügen, um jegliche Risikofaktoren auszuschließen.
  • Tipp 3: Organisieren Sie einen Notfallplan für alle möglichen Gefahrenmomente, über die die entsprechend zuständigen Mitarbeiter genau in Kenntnis gesetzt werden.
  • Tipp 4: Erziehen Sie Ihre Mitarbeiter zu Achtsamkeit. Stellen Sie sicher, dass das Betriebsklima gut ist, die Mitarbeiter Belohnungen für besondere Leistungen bekommen.

Fazit

Die „unsichtbare Gefahr“ durch potentiell explosive Gasvermengungen birgt ein erhebliches Risiko in sich. Wer im Unternehmen mit Zündvorgängen zu tun hat, sollte stets auf der Hut sein! Ein vorbeugender, im Detail ausgearbeiteter Sicherheitsplan minimiert Risiken und schafft eine sichere Arbeitsumgebung für alle Mitarbeiter.