Mit Licht sieht es sich besser

Quelle: Michael Grabscheit  / pixelio.de

Foto: Michael Grabscheit / pixelio.de

Für die Augen ist das Fokussieren eines Gegenstandes in stets gleicher Entfernung wesentlich anstrengender als das normale Sehen, bei dem Nähe und Ferne wechseln und so die Muskeln Entspannungspausen haben. Wie sich die Augen bei der Arbeit am Bildschirm oder auch bei der Arbeit an Laufbändern und Maschinen entspannen lassen, haben wir bereits mit hilfreichen Tipps thematisiert.

Doch auch die Umgebung muss ausreichend hell sein, damit effizientes und augenschonendes Arbeiten möglich ist. Eine gute Qualität von Lampen und Leuchtmitteln sorgt für mehr Wohlbefinden und Gesundheit bei den Mitarbeitern und somit auch höherer Effizienz. Nicht nur die Helligkeit ist dabei ein wichtiger Punkt für den optimalen Durchblick. Zu achten ist auch auf den Einsatz reflexions- und blendfreier Einrichtung und Ausstattung des Arbeitsplatzes sowie eine optimale Leuchtdichteverteilung.

Beleuchtungsniveau

An Bildschirmarbeitsplätzen werden zwischen 500 und 750 Lux benötigt. Für Tätigkeiten wie Schreiben, Lesen oder Dateneingabe sind 500 Lux empfehlenswert, für detailreichere Aufgaben wie etwa das technische Zeichnen sollten es 750 Lux sein.

Nutzen Sie zudem ausreichend große Bildschirme, die auflösungs- und kontraststark sowie flimmerfrei sind.

Leuchtdichteverteilung

Optimal ist eine ausgewogene Leuchtdichteverteilung im Raum mit entsprechenden Reflexionsgraden, die einen hellen Raumeindruck begünstigen. Das Gegenteil einer guten Leuchtdichteverteilung ist ein heller Bildschirm in einem ansonsten dunklen Raum.

Die Kombination aus direkter und indirekter Beleuchtung schafft ein positives Raumgefühl.

Reflexionen und Blendungen

Ein individuell verstellbare Lichtschutz hilft, Blendungen und Reflexionen durch Sonnenlicht zu vermeiden und empfiehlt sich ohnehin als Hitzeschutz. Zusätzlich sollte der Bildschirm so ausgerichtet sein, dass störende Reflexionen nicht auftreten.

Auch die Lichtfarbe spielt eine Rolle: An Arbeitsplätzen sollten die Farben neutralweiß (nw) und tageslichtweiß (tw) statt warmweiß (ww) gewählt werden. Für Decke, Wand, Boden und Arbeitsflächen empfehlen sich matte oder seidenmatte Farben gewählt werden.

Wie wichtig die richtige Beleuchtung ist, zeigt sich, wenn man die Folgen einer falschen Beleuchtung betrachtet. Das sind beispielsweise:

  • Störung der Akkommodation durch Glanz und Reflexion, das heißt die Augen haben Schwierigkeiten, auf wechselnde Entfernungen einzustellen.
  • Asthenoptische Beschwerden bei falscher Leuchtdichteverteilung: Sehschwächen, müde Augen, Schweregefühl der Augenlider, Augenrötung, Doppelbilder und Verschwommensehen bis hin zu Schwindel, …
  • Überanstrengung der Augen und Ausstrahlen der Beschwerden in den Nacken, den Kopf, die Schultern, …

Für die Mitarbeiter gilt zudem: Nutzen Sie Vorsorgeangebote und halten Sie Arbeitspausen ein. Reagieren Sie, wenn sich mögliche Störungen der Augenfunktion bemerkbar machen, etwa Trockenheit, Brennen oder Probleme beim Fokussieren.

Die einschlägigen Bestimmungen zum Thema „Richtige Beleuchtung am Arbeitsplatz“ finden sich z. B. in der Arbeitsstättenverordnung (ArbStättV), der DIN EN 12464 „Licht und Beleuchtung“, DIN 5035 „Beleuchtung von Arbeitsstätten“ und in der Bildschirmarbeitsplatzverordnung.